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Aktionsbündnis Winnenden - Verband wiederholt »Killerspiel«-Verbotsforderung

»Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, virtuell Menschen zu ermorden.« Mit diesem Appell meldet sich das Aktionsbündnis erneut zu Wort.

Von Daniel Raumer |

Datum: 05.07.2010; 13:12 Uhr


Aktionsbündnis Winnenden  : Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden wiederholt seine Forderung nach einem Verbot von Gewaltspielen durch die Bundesregierung. Hardy Schrober, der Vorsitzende des Vereins, verfasste einen Appell an den Deutschen Bundestag mit dem Titel »Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, virtuell Menschen zu ermorden.«

Aktionsbündnis Winnenden  : Hardy Schrober im September 2009 Hardy Schrober im September 2009 Als Gründe für diese Verbotsforderung bringt Schrober folgenden Argumente: »Wir fordern ein generelles Verbot von Computerspielen, die die Identifikation mit dem Aggressor, die Belohnung aggressiver Handlungssequenzen wie das aktive Training bei Tötungssimulationen zum Inhalt haben.
Die bestehenden Verbotsregelungen werden den Erfordernissen eines ausreichenden Schutzes vor menschenverachtenden Gewaltspielen nicht gerecht.
Indizierung und restriktive Altersfreigabe sind nicht wie ein strafbewehrtes Verbot geeignet, diese Spiele vom Markt zu drängen.
Eine effektive Bekämpfung darf sich nicht auf Einschränkung der Verbreitung gewaltrelevanter Computerspiele beschränken, sondern muss ein Herstellungsverbot umfassen.«

Allerdings ist dies Verbotsforderung in der Priorität des Aktionsbündnisses auch schon nach hinten gerückt, denn sie wird, im Gegensatz zu früher, nur noch an zweiter Stelle genannt. Deutlich prominenter ist im Appell die Forderung zur Bekämpfung von Schusswaffen in Privatbesitz.

» Report "Spott für die »Killerspiele«-Killer" lesen

» Amoklauf in Winnenden: Die Diskussion
» Amoklauf in Winnenden: Die Fakten
» Amoklauf in Winnenden: Presseschau

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Avatar anotheralex
anotheralex
#1 | 05. Jul 2010, 13:47
Wen juckt's???
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Avatar Rotaermel
Rotaermel
#2 | 05. Jul 2010, 13:58
Können ja gerne wieder einen Container aufstellen und sich lächerlich machen... Schon bemitleidenswert, was die Verzweiflung für Blüten treibt.
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Avatar Cinergie
Cinergie
#3 | 05. Jul 2010, 13:58
Immer noch Sündenbock Spiele? Wenn die Trauer den Verstand vernebelt...aber so Monate danach wäre eigentlich etwas mehr Einsicht erwünscht...die Menschen suchen aber immer den Weg des geringsten Widerstandes und nichts eignet sich besser als Killerspiele zum Sündenbock für die Gewalt zu stempeln...sonst müssten sich die Eltern ja noch darum bemühen, ihre Kinder zu erziehen und aufzuklären!
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Avatar Thuje
Thuje
#4 | 05. Jul 2010, 13:58
Kann denen mal jmd erklären das solche Spiele schon längst verboten sind : »Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, virtuell Menschen zu ermorden.« .... (Manhunt z.B.) .... naja Don Quijote lässt grüssen ...
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Avatar Trichter*
Trichter*
#5 | 05. Jul 2010, 14:00
Dieses Thema ist vom Tisch. Mit einer neuen Forderung disqualifiziert sich das Bündnis nur selbst.

Die Beschreibung von "Killerspiele" zeigt auch ganz gut wie sehr sich das Bündnis mit den Spielen auseinandergesetzt hat.
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Avatar Thul
Thul
#6 | 05. Jul 2010, 14:00
Ich fordere nun ein Verbot von Killerspielverbotsforderungen.
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Avatar Coleman
Coleman
#7 | 05. Jul 2010, 14:01
@ Rotaermel: Ich denke man sollte diese Menschen nicht als "bemitleidenswert" oder "lächerlich" bezeichnen, immerhin haben sie auf tragische Weise Angehörige verloren.
Ich kann verstehen, dass Sie nun nicht wollen, dass alles einfach wieder zur Tagesordnung übergeht und sich nichts ändert. Deshalb kann ich auch ihr Festhalten am "Killerspiel"-Verbot nachvollziehen, wenn es auch sicherlich ein ganz falscher Weg ist.
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Avatar TigerPixel
TigerPixel
#8 | 05. Jul 2010, 14:02
Laut dem Polizei-Bericht sollen sich übrigens keine Killerspiele auf dem Rechner des Amok-Täters in Ansbach befunden haben, So hat es jedenfalls Spiegel Online vor einigen Monaten berichtet.

Wie versprochen hier die URL auf den Artikel von Spiegel-Online:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik /0,1518,682890,00.html

Zitat von Spiegel Online:
Übrigens heißt es in demselben Abschlussbericht über den Amoktäter, der in einer Schule in Ansbach im September 2009 insgesamt neun Schüler und eine Lehrkraft mit Axthieben und Molotowcocktails zum Teil lebensgefährlich verletzte: Der Polizei zufolge fanden sich bislang keine sog. Killerspiele oder Gewaltvideos bei dem Täter, lediglich ein Actionfilm.


Hinweis um 14 h 39: Obige URL enthält bei Copy&Paste ein Leerzeichen vor dem letzten Schrägstrich, das dem Beitrags-Editor von GameStar.de geschuldet ist :(
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Avatar Fred DM
Fred DM
#9 | 05. Jul 2010, 14:02
ich frage mich, woher diese leute die arroganz nehmen, überzeugt zu sein, für alle mündigen deutschen bürger verbote fordern zu können. diese diktatorischen tendenzen des einzelnen bringen mich mehr als alles andere zur weissglut.

was treibt einen jungen mann denn dazu, in einem solchen ausbruch der gewalt wahllos menschen zu töten? bloss weil er das mal in einem videospiel erlebt hat? bloss weil er eine schusswaffe zu hause rumliegen hat? das kann doch kein mensch ernsthaft glauben!?

aber es ist typisch für unsere moderne gesellschaft; die eigentlichen ursachen der probleme werden stets ignoriert, weil sie problematisch und unbequem sind. stattdessen stürzt man sich blind auf einen einfach zu benennenden sündenbock.

ich hoffe, die bleiben mit ihrer meinung weiterhin so isoliert wie bisher.
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Avatar Todde
Todde
#10 | 05. Jul 2010, 14:03
Da schraddelt die Gebetsmühle wieder...
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