Left 4 Dead im Test
Zombiefilm zum Selberspielen
Fazit der Redaktion
Left 4 Deaf
Michael Obermeier: Mein Einkaufszettel für Ende November wird in etwa so aussehen: Einmal Left 4 Dead, einmal ein Großpaket Oropax, einmal eine Familienpackung Halstabletten. Denn ich weiß es schon jetzt: Ich werde wieder schreien. Viel schreien. Und kreischen, grölen, jubeln. Ab spätestens der zweiten Karte werde ich es den Spielfiguren gleichtun und wieder selbst lautstark Boss-Zombies ansagen. Werde wie ein kleines Mädchen um Hilfe kreischen, wenn ein Hunter mich quer über die Straße verteilt. Grölen, wenn der Hinterhalt im Versus-Modus glückt. Und jubeln, wenn die letzte Schrotladung den Tank am Heliport fällt. Ach ja, die Oropax sind übrigens für meine Nachbarn - denn so schnell wird die nächste Left-4-Dead-LAN nicht vorbei sein.
Aaaaah!
Petra Schmitz: Gähn, dumme Zombiehorden umpusten! So dachte ich, bevor ich Left 4 Dead selbst spielen konnte. Und dann stellt sich dieses Spiel doch als so fordernd heraus, dass ich spätestens nach zwei Runden im Versus-Modus um eine Pause winsele, um meine angespannten Glieder zu lockern und mal durchzuatmen. Zwar ist das Spiel fast schon unverschämt kurz, besitzt aber einen hohen Wiederspielwert. Gerade der Versus-Modus hat’s mir sehr angetan. Welch ein Triumphgefühl es ist, als Zombie die vier Menschen kurz vor einem Sicherheitsraum doch noch alle zu erwischen, lässt sich nur per Jubelgebrüll adäquat ausdrücken. Und probieren Sie unbedingt mal den Koop-Modus auf »Experte«. Aber nur mit verlässlichen Freunden und mindestens mit Headset, besser noch im Netzwerk. Andernfalls ist die Partie nach etwa 20 gelaufenen Metern schon wieder vorbei.