Ein bisschen Nostalgie schadet nie. Zumindest, wenn es um eher triviale Dinge oder Technikärger aus der Vergangenheit geht.
Deshalb nehme ich euch in diesem Artikel mit auf eine kleine Zeitreise in die zurückliegenden Zeiten des PC-Gamings. Meiner Meinung nach ein gutes Beispiel dafür, dass früher eben doch nicht alles besser war.
Kommt mit und schwelgt gemeinsam mit mir in Erinnerungen – oder schüttelt den Kopf über das, was die armen Älteren unter uns so alles ertragen mussten.
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Unsere (und eure) größten Tech-Fails
1. Kugelmaus von Staub befreien
Ja, man kann auch mit einer Kugelmaus und auf einem US-Server per 56K-Modem Spaß mit Counter-Strike 1.6 haben, wenn man sonst nichts hat. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Schießt man allerdings nicht deshalb daneben, weil man einen 300er-Ping hat, sondern weil die kleinen Rädchen in der Maus, die die Bewegungen der Kugel erfassen, mal wieder voller Staub sind, dann ist das äußerst ärgerlich.
Deshalb hieß es damals regelmäßig: Maus umdrehen, Unterseite öffnen, Kugel entfernen und weg mit dem Staub! Zugegebenermaßen war es ein äußerst befriedigendes Gefühl, wenn danach alles wieder schön sauber war und die Kugel reibungslos rollte.
2. Disketten, CDs & DVDs wechseln müssen
Früher enthielten Spielverpackungen tatsächlich noch physische Datenträger statt simpler Spiele-Codes. Schließlich gab mal eine Zeit ohne dieses Internet
und Steam.
Den Plural verwende ich dabei ganz bewusst, schließlich reichte eine Diskette, CD oder DVD gerne nicht aus, um alle Spieldaten darauf unterzubringen.
Das nervte nicht nur, wenn man bei der Installation und während des Spielens immer wieder einen neuen Datenträger einlegen musste. Es erhöhte auch die Fehleranfälligkeit.
Davon kann ich ebenfalls aus eigener Erfahrung ein Liedchen singen, und das ausgerechnet in Bezug auf mein allererstes eigenes PC-Spiel.
3. Bildschirm entmagnetisieren
Wir sind es längst gewohnt, auf großen, breiten und dennoch flachen Monitoren zu spielen. Doch zu den Anfangszeiten des PC-Gamings waren klobige CRT-Bildschirme noch die einzige Wahl.
Sie haben zwar auch positive Aspekte, etwa die kaum vorhandene Anfälligkeit für Bewegungsunschärfe, die sehr niedrige Eingabeverzögerung und die native Darstellung verschiedener Auflösungen. Mit der Zeit konnte die Bildqualität aber durch die Technik im Inneren leiden.
Genau an dieser Stelle kam die Taste für das Entmagnetisieren ins Spiel. Einen Druck und ein Wummergeräusch später war im besten Fall alles wieder in Ordnung. Mehr zu den technischen Hintergründen erklärt euch unter diesem Link mein Kollege Alex (der noch älter ist als ich, no offense!).
4. Krafttraining für die LAN-Party machen
Wo wir gerade bei CRT-Monitoren sind: Mein lieber Herr Gesangsverein, war es nervig, die riesigen Klötze mitschleppen zu müssen, wenn man auf eine LAN-Party gehen wollte! Ein schlanker TFT kann dagegen das reinste Fliegengewicht sein und er lässt sich locker mit einer Hand tragen.
Klar, heute trifft man sich einfach online, um gemeinsam (oder gegeneinander) zu zocken. Aber es kann dennoch weiterhin sehr reizvoll sein, das gemeinsam mit anderen an einem geeigneten Ort zu tun, wie unsere Liebeserklärung für LAN-Partys beweist.
Nicht nur die Monitore sind dabei heutzutage deutlich schlanker, sondern auch die PCs. Tschüss, riesiger beigefarbener Big-Tower und hallo, kompakter und dennoch schneller Mini-ITX-PC! Oder Handheld.
Mehr zu der beliebtesten Gehäuse-Farbwahl von damals erfahrt ihr übrigens hier: Warum waren PCs früher fast immer beige? Die Spur führt nach Deutschland
.
26:04
Faszination LAN-Partys: Was lieben wir daran?
5. Stundenlang Netzwerk-Probleme lösen
Den Monitor und den PC zur LAN-Party zu bekommen, war längst nicht das einzige Problem. Einmal vor Ort und alles aufgebaut, konnte man absolut sicher sein, dass mindestens einer der Anwesenden nicht von den anderen im Netzwerk gefunden wird.
Heutzutage geht einfach jeder in das vorhandene WLAN und fertig. Damals musste man mit Dingen wie BNC-Kabeln, Netzwerk-Hubs und manuell zugewiesenen IP-Adressen herumhantieren, bis endlich alles lief.
Ein allzu großes Problem war das aber nicht, schließlich hatte man eh so viel Zeit zum Zocken wie nie, weil man die Nacht einfach durchgemacht hat.
Weiter geht es auf der zweiten Seite mit den nächsten fünf Technik-Ärgernissen von damals.
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