21 Teraflops - Detaillierte Specs zu Nvidia's RTX 3080 Ti Ampere aufgetaucht

Ein angeblicher Leak zu Nvidia's neuen High-End-Grafikkarten sorgt derzeit für Aufsehen, stößt aber auch auf Kritik. Was ist dran an neuesten Informationen?

von Alexander Köpf,
13.05.2020 12:35 Uhr

Am morgigen Donnerstag soll es handfeste Informationen zu Nvidias Ampere-Architektur geben, aber voraussichtlich nicht im Spieler-Bereich. Am morgigen Donnerstag soll es handfeste Informationen zu Nvidias Ampere-Architektur geben, aber voraussichtlich nicht im Spieler-Bereich.

Nvidia's kommendes Spieler-Flaggschiff Geforce RTX 3080 Ti auf Basis der Ampere-Architektur soll 21 Teraflops Rechenpower und mehr liefern. Das und weitere detaillierte Informationen gehen aus einem aktuellen Beitrag des Youtube-Kanals Moore's Law Is Dead hervor.

Der angebliche Leak stößt allerdings auch auf Kritik: Laut 3DCenter handle es sich im Wesentlichen um bereits bekannte Gerüchte, die lediglich ausgewertet wurden. Was ist also dran an den jüngsten Informationen und was davon ist wirklich neu?

Moore's Law Is Dead beruft sich eigenen Angaben zufolge neben Aussagen eines Nvidia-Ingenieurs auch auf »unabhängige« Quellen. Damit könnten die bekannten Hardware-Leaker KittyKitties (ehemals CorgiKitty) und kopite7kimi gemeint sein, die bereits vor einiger Zeit Details zu mehreren Ampere-Chips nannten.

Was sagt der angebliche Leak zur RTX 3080 Ti?

  • Shader-Einheiten & Leistungsaufnahme: Der Vollausbau des GA102-Chips soll über 5.376 CUDA-Kerne verfügen. Ein Engineering-Sample der RTX 3080 Ti habe zudem 220 bis 230 Watt Leistung aufgenommen.
  • Taktrate & Teraflops: Mit der Karte sei eine Boosttaktrate von 2,2 GHz erreicht worden. Somit sollte sogar die beschnittene Variante des GA102-Chips 21 Teraflops Rechenleistung übertreffen.
  • RTX 3080 & RTX 3070: Die möglicherweise für kleinere Modelle gedachten Chips GA103 & GA104 sollen sogar mit 2,5 GHz boosten. Das habe der Ingenieur allerdings nicht bestätigt und werde lediglich erwartet. Moore's Law Is Dead resümiert, dass 4K damit als Standard in der Mittelklasse angekommen sein dürfte und nur noch die CPU der Flaschenhals bei 1080p- & 1440p-Auflösung sei.
  • Videospeicher: Es soll GDDR6 mit 18 Gbps (18 GHz effektiver Speichertakt) und einem 384 Bit breiten Interface zum Einsatz kommen. Damit werde eine Speicherbandbreite von 864 GB/s erzielt. Die RTX 2080 Ti würde somit um 40,3 Prozent übertroffen.
  • Vergleich mit RTX 2080 Ti: Die RTX 3080 Ti soll die Rasterisierungs-Performance der RTX 2080 Ti bei 4K-Auflösung im »schlechtesten Fall« um 40 Prozent übertreffen. Für gewöhnlich sei der GA102-Chip 50 Prozent schneller als der TU102 der 2080 Ti, in einigen Spielen sogar um 70 Prozent.
  • Raytracing: Die Zahl der sogenannten RT(Raytracing)-Kerne soll nicht zwingend angehoben werden, dafür aber werde die Performance der einzelnen Kerne deutlich gesteigert. Moore's Law Is Dead spricht davon, dass die Intersections viermal schneller abgearbeitet werden können als mit der Turing-Architektur (RTX-2000). Dazu soll Ampere in der Lage sein, alle gängigen Raytracing-Effekte wie Globale Beleuchtung, Schatten und Reflektionen gleichzeitig zu berechnen und dabei weniger Performance kosten als das mit den RTX 2000 der Fall ist.

Weiterhin werden noch einige Details zur Ausstattung der RTX 3080 Ti genannt:

  • vereinfachtes Design mit weniger Schrauben
  • 3x DisplayPort 2.0
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x USB-C
  • PCI Express 4.0

Wie neu und plausibel ist der Leak?

Mit Blick auf die Leistungsmerkmale ist dabei tatsächlich nur die Angabe zur Raytracing-Leistung und zum Videospeicher wirklich neu. Bislang war die Rede von einer Verbesserung der Performance bei aktivierter Echtzeitstrahlenverfolung und von GDDR6 mit 16 Gbps (16 GHz effektiv). Dennoch sind die Informationen relativ ausführlich und Moore's Law Is Dead beruft sich explizit auf eine Quelle bei Nvidia.

Insgesamt wirken die meisten der Spezifikationen plausibel - mit Ausnahme der doch recht hoch klingenden Boosttaktraten des GA103- und GA104-Chips. Sie sollten aber trotzdem mit der gebotenen Vorsicht genossen werden.

Mehr und vor allem Handfestes zur Ampere-Architektur wird im Rahmen der nachgereichten Keynote zur aufgrund der Corona-Krise abgesagten GPU Technology Conference (GTC) 2020 erwartet, zu der Nvidia CEO Jensen Huang ein ungewöhnliches Teaser-Video veröffentlicht hat:

Die Keynote könnt ihr am morgigen Donnerstag (14.05.) ab 15 Uhr auf dem Youtube-Kanal von Nvidia sehen. Dabei wird es zwar aller Voraussicht nach um Profi-Karten respektive Server-Produkte gehen, gewisse Rückschlüsse auf neue Spieler-GPUs könnten aber möglich sein.

Wir fassen alle wichtigen Infos zu der Keynote im Nachgang für euch auf GameStar.de zusammen.

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