Das Heybike EC 1-ST ist ganz klar für die Straße gemacht und fühlt sich auf Offroad-Strecken aufgrund der fehlenden Federung überhaupt nicht wohl. Dafür ist es leicht und macht auf asphaltierten Straßen einen guten Eindruck. Ich bin das Bike für eine Woche täglich gefahren und zeige euch die Stärken und Schwächen.
Mein 3.500 Euro E-Bike: Vier Jahre Premium-Erfahrung
Mein bisheriges E-Bike ist ein hochwertiges Modell von Haibike. Das S-Duro Trekking 7.0 begleitet mich seit knapp vier Jahren. Ich nutze es für Strecken durch den Wald und auf Straßen, um Freunde zu besuchen oder einfach kleinere Ausflüge zu machen.
Das Heybike machte mich neugierig - schon alleine wegen der Ähnlichkeit beim Namen. Ich fahre mit meinem E-Bike etwa 500 bis 1.000 Kilometer im Jahr. Am liebsten natürlich in den warmen Monaten, aber auch bei Schneefall war ich damit schon unterwegs.
Ich schätze an meinem Haibike den starken Bosch Performance CX-Motor mit 250 Watt und 75 Newtonmeter Leistung. Stark genug, um mich auch an steilen Hängen nach oben zu bringen.
Der Akku hat 500 Wattstunden. Damit schaffe ich im Durchschnitt (je nach Einstellung der Unterstützung) etwa 80 Kilometer, bevor ich das Bike zur Sicherheit wieder auflade. Unter optimalen Bedingungen ist die Reichweite höher, aber wann hat man schon mal optimale Bedingungen?
Mit einer Federgabel vorn und recht breiten Reifenprofilen ist der Fahrkomfort für mich sehr gut. Ich fahre gern damit. Dennoch bin ich neugierig, wie viel Komfort und Fahrspaß ich im Jahr 2025 bekomme, wenn ich nur
1.000 Euro auf den Tisch lege.
Das 1.000 Euro E-Bike: Erste Eindrücke und Alltagstauglichkeit
Der Zusammenbau des Heybike EC 1-ST verlief recht einfach. Mithilfe der Montageanleitung hatte ich in etwa einer Stunde das Fahrrad so weit zusammengebaut, dass ich damit fahren konnte. Lediglich die Plastikschutzbleche forderten bei mir etwas Geduld beim Schrauben, da sie nach dem Transport leicht verbogen waren und zunächst am Reifen schleiften. Aber das war eine Kleinigkeit.
Was direkt auffällt: Das Heybike ist mit seinem Gewicht von etwa 20 Kilogramm spürbar leichter als mein Haibike mit stolzen 25 Kilogramm.
Optisch ist das Heybike schlicht, ohne große Merkmale. Typisch für ein E-Bike für den Stadtverkehr.
Die erste Fahrt: Schon bei der ersten Probefahrt fiel mir auf, dass der Motor recht träge reagiert. Beim Anfahren gibt es eine spürbare Verzögerung, bis der Motor eingreift und hilft. Das ist am Berg etwas unbequem, wenn das Fahrrad erst eine halbe Pedal-Umdrehung aus eigener Kraft bewegt wird und plötzlich ein Ruck aus dem Hinterradnarben-Motor kommt.
Nach dem Treten läuft der Motor oft noch für einen Moment weiter, was bei plötzlichem Bremsen auf mich gefährlich wirkt. So müssen die vorderen und hinteren Scheibenbremsen auch noch kurz gegen die Motorleistung kämpfen. Hier würde ich mir einen unmittelbaren Stopp wie bei meinem Haibike wünschen: Sobald ich aufhöre zu treten, setzt der Motor sofort aus.
Das EC 1-ST nutzt einen Trittfrequenzsensor und keinen Drehmomentsensor. Es erkennt damit, ob die Pedale bewegt werden und aktiviert den Motor entsprechend. Bei meinem Haibike ist ein Drehmomentsensor verbaut. Er misst die auf die Pedale ausgeübte Kraft und passt die Motorunterstützung entsprechend an, was zu einer natürlicheren Fahrdynamik führt.
Alltagstauglichkeit: Mit seinem geringen Gewicht eignet sich das EC 1-ST ausgezeichnet beim Fahren in der Stadt, denn es ist schön wendig. Der Motor ist mit seinen 250 Watt und 37 Newtonmeter Leistung eine angenehme Unterstützung.
Durch die fehlende Federgabel ist das Radeln nur auf asphaltierten und ebenen Straßen und Radwegen angenehm. Kleinere Steigungen sind mit der Motorunterstützung kein Problem - an steilen Bergen muss man als Fahrer aber selbst ordentlich mitmachen.
Sollte es über unbefestigte Wege gehen, lässt der Komfort zu wünschen übrig. Die schmalen Reifen (700C*40C) mit 40 mm Breite sind auch eher für befestigte Wege gedacht, sollen laut Hersteller aber pannensicher sein.
Bei einer längeren Tour entlang asphaltierter Fahrradwege schlug sich das EC 1-ST relativ gut und zeigt, dass hier das Einsatzgebiet des E-Bikes liegt: Ein Urban-E-Bike für die Stadt und kleinere Touren.
Laut Hersteller schafft das Bike eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern, in der Praxis liegen die Werte in meinem Test zwischen 45 und 70 Kilometern. Der Akku mit seinen 360 Wattstunden wird nach etwa 5 Stunden von knapp 0 auf 100 Prozent geladen.
Die Ausstattung: Das EC 1-ST verfügt über hydraulische Scheibenbremsen, integrierte Beleuchtung und Schutzbleche. Einen Gepäckträger könnt ihr auf Wunsch beim Bestellvorgang bestellen (allerdings ohne Halteklappe). Ihr bedient das E-Bike mit einem LCD-Display und einer Steuerung am Lenker. Wer will, kann sich eine App herunterladen und damit Fahrten aufzeichnen oder auch den Akkustand ablesen.
Premium vs. Budget: Der direkte Vergleich
| Haibike Sduro Trekking 7.0 | Heybike EC 1-ST | |
| Preis | Damals 3.500 €, heute ab 2.200 € | 999 € |
| Motor | Bosch Performance CX, 250 W, 75 Nm | Heckmotor, 250 W, 37 Nm |
| Akkukapazität | 500 Wh | 360 Wh |
| Reichweite (Praxis) | Etwa 80 km | Etwa 50-60 km |
| Gewicht | Etwa 25 kg | Etwa 20 kg |
| Schaltung | Shimano mit 11 Gängen | Shimano mit 7 Gängen |
| Federung | Suntour Modi 25 mit Druckstufen-Einstellung | Nicht vorhanden |
| Bremsen | Hydraulische Scheibenbremsen | Hydraulische Scheibenbremsen |
| Reifen | 27,5 Zoll mit 58 mm Breite | 26 Zoll mit 40 mm Breite |
| Display | Bosch Intuvia | LCD-Display mit App-Support |
| Beleuchtung | Integriert | Integriert |
| Gepäckträger | Serienmäßig mit Federklappe | Optional erhältlich (ohne Klappe) |
| Besonderheiten | Hohe Markenqualität, langlebig | Leicht, wendig, günstig |
| Einsatzgebiet | Alltag und Touren (auch Offroad) | Stadtverkehr und kürzere Touren auf Asphalt |
Falls ihr Interesse an dem Heybike EC 1-ST bekommen habt, erhaltet ihr mit dem Rabattcode Gamestartech100 einen Rabatt von 100 Euro. Den Code könnt ihr beim Kauf an der virtuellen Kasse im Shop von Heybike eingeben (hierbei handelt es sich um einen Affiliate-Link). Das Rad ist regelmäßig für 999 Euro im Shop von Heybike im Angebot, heruntergesetzt von 1.699 Euro.
Fazit: So viel E-Bike bekommt ihr für 1.000 Euro
Bei einem E-Bike für knapp 1.000 Euro erwartet man Abstriche. Doch das Heybike EC 1-ST zeigt, dass sich der Markt verändert hat. Für diesen Preis bekommt ihr ein alltagstaugliches, leichtes und durchaus solides Urban-Bike, das auf ebenen Straßen Spaß macht.
Es fehlen Dinge wie Federung, eine perfekte Motorabstimmung oder ein hochwertiger Akku – aber wer damit leben kann, bekommt hier ein überraschend brauchbares Gesamtpaket. Für Stadt, Asphalt, kurze Touren und den Einstieg in die E-Bike-Welt reicht das.
Für 1.000 Euro bekommt ihr im Jahr 2025 ein echtes, nutzbares E-Bike. Nicht perfekt – aber erstaunlich funktional. Und das ist mehr, als ich vor ein paar Jahren erwartet hätte.
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