Ich dachte ja eigentlich, ich wäre mit Game of Thrones fertig. So sehr ich Das Lied von Eis und Feuer liebe, so frustrierend waren für mich als treu ergebener Fan die letzten Jahre.
Die achte und letzte Staffel von Game of Thrones war zweifellos eine herbe Enttäuschung. Dann wurde House of the Dragon spätestens mit seiner zweiten Season storytechnisch so doll gegen die Wand gefahren, dass selbst Autor George R.R. Martin der Kragen platzte. Und dass die letzten beiden Romane The Winds of Winter und A Dream of Spring jemals erscheinen, habe ich mir längst abgeschminkt.
Jetzt steht mit A Knight of the Seven Kingdoms die mittlerweile dritte in Westeros angesiedelte TV-Serie in den Startlöchern und die macht so einiges anders: Epische Schlachten? Gibt es nicht. Riesige Drachen? Alle tot. Politische Ränkespiele? Fehlanzeige.
Die Geschichte des Heckenritters Duncan und von seinem Knappen Egg backt viel, viel kleinere Brötchen. Und statt auf nackte Tatsachen oder blutige Gewaltexzesse setzt A Knight of the Seven Kingdoms vor allem auf eins: Humor.
Das klingt in euren Ohren wie eine Katastrophe mit Ansage? Ich kann euch beruhigen: Tatsächlich ist das komplette Gegenteil der Fall. Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte: A Knight of the Seven Kingdoms ist das Beste, was HBO seit Staffel 4 (und damit stolzen 12 Jahren) zu Game of Thrones hervorgebracht hat!
Um was geht es in A Knight of the Seven Kingdoms?
Aber kommen wir erstmal zur Story. Die Geschichte der neuen GoT-Serie dreht sich nicht um den Konflikt zweier rivalisierender Häuser, der einen ganzen Kontinent in den Krieg stürzt. Und auch nicht um den Streit einer uralten Drachenreiter-Familie, der - nun ja - genau auf dasselbe hinausläuft.
Stattdessen konzentriert sich die Handlung um einen bettelarmen Heckenritter namens Ser Duncan der Große (Peter Claffey), der sich in seiner Eröffnungsszene mitten auf einem Feld die Seele aus dem Leib scheißt und damit prompt Ramin Djawadis epischen Intro-Song abwürgt. Nun.
Für meinen persönlichen Geschmack vielleicht etwas arg gewollt und plakativ, doch die Szene erfüllt definitiv ihren Zweck: Spätestens damit sollte wirklich jedem Zuschauer glasklar sein, dass sich A Knight of the Seven Kingdoms von den beiden vorangegangenen Serien unmissverständlich abgrenzen möchte.
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