Der Autor von Das Lied von Eis und Feuer
oder Feuer und Blut
hat die Rechte an seinen Werken an HBO verkauft. Seitdem scheffelt der US-Sender mit Serien-Adaptionen wie Game of Thrones oder House of the Dragon eine Menge Geld. Bei diesen Projekten ist George R.R. Martin mal mehr, mal weniger stark involviert.
In den letzten Monaten kristallisierte sich zum Beispiel heraus, dass Martin bei House of the Dragon kaum (mehr) etwas mitzureden hat. Das erklärt in den Augen vieler Buchleser zumindest schon mal, warum sich die TV-Serie teilweise so massiv von der Vorlage unterscheidet.
George R.R. Martin vs. House of the Dragon
Und das stört nicht nur die Fans von Feuer und Blut. Erst vor wenigen Wochen veröffentlichte George R.R. Martin einen Post auf seinem persönlichen Blog, in dem er nicht nur bestimmte Story-Entscheidungen von Staffel 2 kritisierte. Der Autor ließ sich ebenfalls über Abweichungen von seiner Vorlage aus, die in kommenden Seasons erst bevorstehen.
Kurz darauf entfernte George R.R. Martin besagten Blogpost bereits wieder. Fans spekulierten, dass der Schriftsteller möglicherweise gegen eine Verschwiegenheitserklärung verstoßen hatte, indem er Plot-Punkte der anstehenden Staffeln thematisierte.
2:19
House of the Dragon: Der offizielle Trailer zu Staffel 2
Kein Grund zur Sorge für den HBO-Chef
Was genau sich aktuell hinter den Kulissen abspielt, lässt sich nicht beurteilen. Fest steht aber zumindest schon einmal: HBO-Chef Casey Bloys spielt gegenüber der Öffentlichkeit die Kritik von George R.R. Martin runter.
Von Deadline darauf angesprochen, dass Staffel 2 von House of the Dragon nicht bei allen Mitgliedern der Community gut ankam, antwortete Bloys zuerst: Ich bin mir nicht sicher, ob sich Fans bezüglich Staffel 2 uneins sind.
Daraufhin spielte Redakteurin Nellie Andreeva auf die Kritik von George R.R. Martin persönlich an, was Bloys wie folgt abtat:
Ja, vielleicht war ein Fan [unzufrieden]. Aber nein, die Serie hat sich richtig, richtig gut geschlagen.
Im weiteren Verlauf des Interviews bekräftigt Bloys, dass er in Staffel 2 von House of the Dragon eine Menge Emmy-Potenzial sieht. Die Adaption von Feuer und Blut soll sich an der Seite anderer HBO-Produktionen - wie zum Beispiel White Lotus oder The Penguin - behaupten.
Herablassend und respektlos
Unter Fans sorgt diese Reaktion von Bloys für Stirnrunzeln und hochgezogene Augenbrauen. Manch User geht soweit, Bloys Reaktion als herablassend und respektlos
zu bezeichnen - wie zum Beispiel lostqueer.
Nachdem die Stimmung im Subreddit zu House of the Dragon ohnehin schon ihren Kipppunkt überschritten hat, hält sich die Vorfreude gegenüber neuen Staffeln spürbar in Grenzen. Beispiele dafür gibt es genug.
Link zum Reddit-Inhalt
Ob sich das dann auch in den Zuschauerzahlen zeigt, bleibt abzuwarten - schon bei Staffel 2 ließen die Quoten einen merklichen Rückgang verzeichnen. George R.R. Martin freut sich währenddessen auf eine andere Serie basierend auf seiner Arbeit.
Gegenüber A Knight of the Seven Kingdoms: The Hedge Knight zeigte sich der 75-jährige Autor unmissverständlich optimistisch - wahrscheinlich, weil er hier bei kreativen Entscheidungen stärker involviert ist. Und auch bei einer weiteren TV-Serie hat Martin mehr als nur ein Wort mitzureden: Das neue Projekt, das sich um die Eroberung von Westeros durch Aegon - nun ja - dem Eroberer dreht.
The Hedge Knight startet irgendwann 2025. Die Serie ist bereits abgedreht und es gibt schon erste Szenen dazu zu sehen. House of the Dragon wird dann wiederum mit einer dritten Staffel 2026 fortgesetzt. Darüber hinaus hat HBO eine ganze Palette an neuen TV-Serien in Planung, die sich in das Universum von Game of Thrones einfügen.
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