Während zuletzt vorwiegend EA die Star-Wars-Fanbase mit neuen Singleplayer- und Multiplayer-Titeln versorgte – und demnächst auch Ubisoft mit Outlaws mitmischt – entstanden Star-Wars-Spiele vor 20 Jahren noch in der hauseigenen Schmiede.
Das Studio LucasArts probierte sich damals in diversen Genres aus – Adventures, Ego-Shooter, Simulationen – und lieferte sowohl Flops als auch Hits ab. Auch in das RTS-Gefilde haben sich die Entwickler vorgewagt: LucasArts lieh sich hierfür die Age-of-Empires-Engine bei Ensemble Studios und kreierte auf deren Basis seinen eigenen dimetrischen Schlachtensimulator. Das Ergebnis hieß Star Wars: Galactic Battlegrounds.
»Solider Überdurchschnitt« lautete damals das Urteil der GameStar zum Release im November 2001. Mehr als ein Re-Skin ohne eigene Ideen sei dieses Galactic Battlegrounds nicht.
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Schaut euch doch mal Heikos altes Testvideo zu Star Wars: Galactic Battlegrounds an!
Aber selbst wenn LucasArts’ Beitrag das Universum der Echtzeit-Strategie nicht erzittern ließ, ist der Titel heute immer noch ein gern gesehener Gast, wenn wir Empfehlungslisten für Star-Wars-Sales zusammenstellen. Galactic Battlegrounds ist also sozusagen kein Jar Jar Binks der intergalaktischen Videospiele, eher ein Anakin Skywalker: Mit der Zeit versöhnt man sich mit ihm und kann sich am nostalgischen Charme erfreuen.
Anders ist es bei der Modding-Gruppe Expanding Fronts, die schon damals das verborgene Meisterwerk im RTS gesehen hat und das Spiel seitdem wie ein geheimer Orden pflegt und verbessert. Ihre Version habe eine komplette Neubewertung verdient. Wir waren zu Besuch in ihrer Discord-Zentrale, um zu erfahren, warum.
Vom Schrottplatz bis zum Novadiamanten
Das Projekt Expanding Fronts wurde ursprünglich 2012 gestartet, aber seine Wurzeln reichen noch viel weiter zurück. Was besonders faszinierend ist: Nicht nur die Spiele, sondern auch die Modding-Communitys von Age of Empires und Galactic Battlegrounds sind miteinander verbunden.
Sie teilen sich nämlich einen historischen Durchbruch bei der Genie Engine (also der von Age of Empires), mit der Modder zuvor nur sehr eingeschränkt arbeiten konnten: »Um das Jahr 2005 herum gelang es einer Gruppe von Moddern (hier vor allem Ykkrosh) in den HeavenGames-Foren, eine Methode zu entdecken, mit der dem Spiel völlig neue Elemente hinzugefügt werden konnten.«, erzählt uns das Team.
»Dies ebnete schließlich nicht nur den Weg für Expanding Fronts, sondern auch für Forgotten Empires mit Age of Empires 2. Der Modder Sarthos, einer der Gründer des Expanding-Fronts-Projekts, veröffentlichte das, was er anfangs Uber Mod nannte; eine Zusammenstellung von über hundert Modpacks, die zuvor von der Community eingereicht worden waren.«

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