Notebook-Nutzer bringt sein altes MacBook für den Akkutausch zu Apple – der Hersteller schenkt ihm stattdessen ein Riesenupgrade

Ein Nutzer berichtet von seiner unglaublichen Erfahrung an der Apple Genius Bar, die zu einem überraschenden Upgrade führte. Was ist da genau passiert?

Nach erfolgloser Reparatur, hat ein Reddit-Nutzer ein neues MacBook Pro M4 für sein sechs Jahre altes Apple-Notebook bekommen. (Quelle: Reddit) Nach erfolgloser Reparatur, hat ein Reddit-Nutzer ein neues MacBook Pro M4 für sein sechs Jahre altes Apple-Notebook bekommen. (Quelle: Reddit)

In der Welt der Unterhaltungselektronik sind Reparaturgeschichten meist von Frust geprägt: lange Wartezeiten, hohe Kosten oder die Erkenntnis, dass sich eine Instandsetzung für ein veraltetes Gerät kaum noch lohnt. Doch ein aktueller Fall aus Großbritannien zeigt, dass der Besuch an Apples Genius Bar in seltenen Augenblicken einem Lottogewinn gleichen kann. 

Ein Nutzer eines acht Jahre alten MacBook Pro staunte nicht schlecht, als er den Apple Store nicht mit seinem reparierten Altgerät, sondern mit einem brandneuen High-End-Modell im Wert von 3.249 Pfund (entspricht rund 3.746 Euro) verließ und dafür nicht einen Penny bezahlen musste.

Das alte MacBook überlebt die Reparatur nicht

Die Geschichte begann dabei denkbar unspektakulär: Der Reddit-Nutzer otto-mate stellte bei seinem 15-Zoll MacBook Pro aus dem Jahr 2018 fest, dass die Batterie langsam aber sicher das Ende ihrer Lebensspanne erreicht hatte. 

Da ein Drittanbieter für den Austausch stolze 200 Pfund (rund 230 Euro) verlangte, entschied er sich für den offiziellen Weg über Apple, wo der Service mit lediglich 45 Pfund (rund 52 Euro) veranschlagt wurde. Dass das mit der Reparatur nicht ganz so einfach wie gedacht werden würde, konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. 

Zunächst mussten die passenden Ersatzteile bestellt werden, was die Reparatur um eine Woche verzögerte. Als die Teile schließlich eintrafen, folgte die Hiobsbotschaft: Während des Reparaturversuchs gab das MacBook Pro komplett den Geist auf. 

Keine Frage, das MacBook Pro mit M4 Chip ist ein deutliches Upgrade zum 2018er Modell. (Quelle: Apple) Keine Frage, das MacBook Pro mit M4 Chip ist ein deutliches Upgrade zum 2018er Modell. (Quelle: Apple)

Auch zwei weitere Versuche mit weiteren Ersatzteilen konnten das Gerät nicht wieder zum Leben erwecken. In solchen seltenen Fällen sieht das Protokoll des Tech-Riesen vor, dem Kunden ein Ersatzgerät anzubieten, das den Spezifikationen des ursprünglichen Modells möglichst nahekommt.

Apple lässt ein deutliches Upgrade springen

Doch was dann geschah, übertraf die Erwartungen des Kunden deutlich. Anstatt eines gebrauchten Austauschgeräts oder eines Modells der Mittelklasse bot Apple ein nagelneues 16-Zoll MacBook Pro mit M4 Chip an. 

Welche Konfiguration der Anwender genau erhalten hat, wird leider nicht erwähnt. Im britischen Apple Store bekommt man allerdings für exakt 3.249 Pfund ein 16-Zoll-MacBook Pro mit M4 Pro Chip, einer 1-TB-SSD und dem Display mit Nanotextur.  

Das dürfte die Konfiguration sein, die der Kunde von Apple für sein altes MacBook erhalten hat. (Quelle: Apple-Store) Das dürfte die Konfiguration sein, die der Kunde von Apple für sein altes MacBook erhalten hat. (Quelle: Apple-Store)

Selbst als der Kunde anbot, zumindest die Kosten für das Upgrade auf das spezielle Nano-Textur-Display zu übernehmen, winkte das Personal ab. Apple übernahm die gesamte Rechnung und übergab dem Reddit-Nutzer otto-mate ein Gerät, das technisch gleich mehrere Generationen überspringt.

Die Großzügigkeit hat ihre Gründe

In der Reddit-Community wird nun spekuliert, wie es zu dieser Großzügigkeit seitens Apple kommen konnte. Es wird vermutet, dass die Techniker das ursprüngliche Gerät beim Reparaturversuch beschädigt haben könnten, sodass ein eigentlich deutlich höherwertiges Gerät als angemessene Entschädigung betrachtet wurde. 

Damit hat der Hersteller in diesem Fall dann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen gibt es keinen unzufriedenen Kunden, während man auf der anderen Seite einer etwaigen juristischen Auseinandersetzung wegen des beschädigten Kunden-Laptops elegant aus dem Weg gehen konnte.

Ganz uneigennützig hat Apple in diesem Fall also vermutlich nicht gehandelt. Dem Kunden kann das aber egal sein, die Freude über das nachträgliche Weihnachtsgeschenk im Januar dürfte bei Weitem überwiegen.

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