Mit der aktuellen Staffel geht das Game of Thrones-Spinoff House of the Dragon in seine mittlerweile dritte Runde. Bereits der Staffelauftakt in der vergangenen Woche hielt einige (unangenehme) Überraschungen für Zuschauer bereit. In der zweiten Folge macht Königin Rhaenyra (Emma D'Arcy) nun Nägel mit Köpfen und reitet nach Königsmund, um sich ihren Thron zurückzuholen.
Für viele Zuschauer sieht es aktuell so aus, als wäre Rhaenyra drauf und dran, den Targaryen-internen Bürgerkrieg zu gewinnen. Schließlich hat sie deutlich mehr Drachen auf ihrer Seite als die Grünen; einige ihrer mächtigsten politischen Gegner sind tot. Doch wie nah ist Rhaenyra dem Sieg wirklich? Denn Staffel drei ist noch lange nicht vorbei und eine vierte Staffel von House of the Dragon ist bereits bestätigt. Wir schauen uns die Fakten einmal an.
Achtung, Spoilergefahr: Der folgende Artikel behandelt wesentliche Handlungsdetails aus House of the Dragon Staffel 3. Wenn ihr die neuen Folgen noch nicht gesehen habt, lest ihr ab hier auf eigene Gefahr!
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House of the Dragon: Im neuen Trailer zu Staffel 3 wird das ganze brutale Ausmaß des Targaryen-Bürgerkriegs deutlich
Die Ausgangslage
In Staffel 3 wird der Bürgerkrieg um den Eisernen Thron mit unvermittelter Härte fortgeführt. Nachdem Rhaenyra in Staffel 2 bereits ihren wichtigsten Rivalen Aegon II. (vermeintlich) aus dem Weg räumen konnte, gelingt ihr im Staffelfinale der Abschluss eines Abkommens mit Alicent Hightower: Diese will ihren Sohn Aemond aus der Hauptstadt fortschicken und die Wachen anweisen, die Waffen niederzulegen, damit Rhaenyra die Stadt friedlich einnehmen kann.
Und so kommt es in Staffel 3, Folge 2 dann auch: Rhaenyra und ihre Drachenreiter machen sich auf nach Königsmund und können den Roten Bergfried unter ihre Kontrolle bringen. Die Königsgarde der Grünen wird entwaffnet; Rhaenyra sitzt endlich auf dem Eisernen Thron. Die größte Überraschung hält allerdings das Ende der Folge bereit. Denn mit Otto Hightower (Rhys Ifans) ist plötzlich einer von Rhaenyras einst mächtigsten Gegenspielern ihrer (Un-)Gnade ausgeliefert.
Hat Rhaenyra den Krieg gewonnen?
Man könnte also meinen, alles läuft für Rhaenyra nach Plan. Doch bei genauerer Betrachtung merkt man schnell, dass sich durch die Einnahme der Hauptstadt für Rhaenyra nur moralisch etwas geändert hat; eine bessere Position auf dem Schlachtfeld hat sie dadurch nicht erlangt. Denn die Hauptstadt ist durch Rhaenyras Seeblockade ausgehungert. Da König Aegon die Rattenfänger hat hinrichten lassen, breitet sich eine Rattenplage in der Stadt aus.
Wichtige Gegenspieler sind ihr durch die Finger gerutscht: Durch den Abzug der drei Drachensamen aus den Flusslanden konnte Aemond Targaryen (Ewan Mitchell) die Festung Harrenhal einnehmen. Der vermeintlich tote Aegon ist aus der Hauptstadt geflohen und tourt als Bettler getarnt durch Westeros und Alicents dritter Sohn Daeron weilt als Knappe bei Ormund Hightower, der somit einen Drachenreiter gegen Rhaenyra ins Feld führen kann.
Zudem ist Rhaenyras eigener Erbe Jace in der Schlacht an der Gurgel ums Leben gekommen, was psychisch sichtlich an der Königin zehrt. Und auch die Armee von Ser Criston Cole ist weiterhin gegen Rhaenyra aktiv. Fragt sich also, wie lange sich die rechtmäßige Königin auf ihrem Thron in der Hauptstadt halten kann. Denn in der Buchvorlage sagt ihr Alicent Hightower recht unverblümt: Du wirst die Stadt nicht lange halten. Mein Sohn Aemond wird mit Feuer und Blut zurückkehren.
Was sagen die Bücher?
Die Serienadaption von House of the Dragon nimmt sich bei der Aufarbeitung der Buchvorlage zwar einige – von Fans teils heftig kritisierte – Freiheiten. Im Großen und Ganzen läuft die Handlung aber auf dasselbe Ziel hinaus. Und in den Büchern gibt es noch weitere Hinweise darauf, dass Rhaenyras Herrschaft auf dem Eisernen Thron nur kurz sein wird: Denn bei ihrer Thronbesteigung soll sie laut Autor George Martin von den Schwertern des Throns geschnitten worden sein – in der Welt von Game of Thrones ein Zeichen für einen unwürdigen Herrscher.
Schon ihr Vater Viserys hatte sich häufig an den Schwertern verletzt und war dadurch an Lepra erkrankt. Auch die vermurkste Hinrichtung am Ende der zweiten Folge deuten nun viele Fans als schlechtes Omen für Rhaenyras Herrschaft: Wenn man schon das Schwert nicht richtig schwingen kann, wie soll man dann ein Reich lenken.
Insgesamt befindet sich Rhaenyra nach House of the Dragon Staffel 3 Folge 2 in einer gestärkten Position. Sie hat die Hauptstadt unter Kontrolle und einige wichtige Feinde beseitigt – unaufhaltsam ist sie dadurch allerdings nicht. Denn der Krieg ist weit davon entfernt, zu enden. Noch ziehen mehrere Armeen und Drachen gegen Rhaenyra zu Feld.
Und bis zur Auflösung des Konflikts dürfte es auch noch ein ganzes Weilchen dauern; denn House of the Dragon soll nach der aktuellen dritten Staffel noch nicht abgeschlossen sein. Voraussichtlich 2028 soll die Serie in Staffel 4 ihr großes Finale finden. Mehr aus der Welt von Game of Thrones erfahrt ihr in der obigen Linkbox.
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