Ich bin Content Creator und für die Rode Wireless Go 2 habe ich sogar meine PS4 verkauft

Meinung: Alle YouTuber haben sie und ich weiß, warum. Ich mache keine Videos mehr ohne meine Rode Wireless Go 2 Mikros.

Mich haben diese Mikrofone absolut überzeugt. Mich haben diese Mikrofone absolut überzeugt.

Wer sich durch Youtube klickt oder durch Instagram-Reels scrollt, hat sie bestimmt auch schon bemerkt - die kleinen rechteckigen Mikrofone. Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, mir Mikrofone zu kaufen, um meine Videos ein wenig aufzuwerten.

Wieso dann nicht diese hier, wenn sie alle benutzen? Wer Rode kauft, muss etwas tiefer in die Tasche greifen, doch das lohnt sich. Meine Videos klangen noch nie so gut.

Rode Wireless Go 2 #1 Die kleinen Mikrofone machen ganz schön was her.

Rode Wireless Go 2 #2 Sie machen ihren Job auch gut auf Kapuzen oder Kragen. Da wackelt nichts.

Was ist an den Rode Go 2 besser als an meinen alten Lavalier-Mikrofon?

Lavalier-Mikrofone, oder Ansteckmikrofone, werden an der Kleidung fixiert, nehmen die Stimme auf und senden das Signal an einen Empfänger, der am Endgerät angeschlossen ist. Das kann ein Handy, eine Kamera oder ein Laptop sein. Für meine Projekte verwendete ich früher ein Boya BY-M1 für ungefähr 23 Euro.

Hier drohen Kabelsalat und leere Batterien. Hier drohen Kabelsalat und leere Batterien.

Die Qualität ist für diesen Preis nicht schlecht. Ich habe damit sogar Podcast-Aufnahmen gemacht und war sehr zufrieden. Allerdings werden die Nachteile sofort deutlich, sobald man die Vorteile der Rode Wireless Go 2 kennenlernt.

Falls ihr plant mit einem Podcast durchzustarten, hat mein Kollege Benjamin etwas für euch:

Kabel adé – Es lebe die Funkstrecke

Zu meinem Rode-Set gehören zwei Sender und ein Empfänger, die über Funk kommunizieren. Ein Spielraum von 200 Meter Distanz zwischen den beiden wird versprochen. Ich muss nicht mehr darauf achten, ob ein Kabel durchs Bild fliegt oder ob ich drüber stolpere.

Ein kurzer Knopfdruck auf dem jeweiligen Gerät reicht, um eine Verbindung herzustellen. Ein kurzer Knopfdruck auf dem jeweiligen Gerät reicht, um eine Verbindung herzustellen.

Der eingebaute Akku ist Goldwert

Für das Boya musste ich mir noch Knopfzellen-Batterien kaufen und beten, dass der Saft bis zum Ende der Aufnahme reicht. Jetzt kann ich im Empfänger sehen, wie viel Akku jedes Mikro noch hat.

Bis der Akku müde wird, habe ich 7 Stunden Zeit. Dann lade ich ihn über ein USB-C-Kabel auf.

Auf dem kleinem Display sehe ich jederzeit, was Phase ist. Auf dem kleinem Display sehe ich jederzeit, was Phase ist.

Keine Klinke? Kein Problem!

Wer über ein Kabel mit zwei USB-C-Anschlüssen verfügt, kann den Empfänger auch ans Smartphone anschließen. Das ist allerdings nicht nötig, denn die Mikrofone verfügen über einen internen Speicher. Bis zu 42 Stunden sind hier sicher.

Das gilt allerdings nur für komprimierte Aufnahmen, bei unkomprimierten sind es ca. 7 Stunden. In der App bestimme ich, welche Aufnahmequalität ich haben möchte. Dazu gleich mehr.

Das Aufnahmelimit habe ich bislang noch nicht ausgereizt. Ich gehöre zu denen, die ihr Material nach beendeter Aufnahme vom Gerät ziehen, so dass es bei der nächsten Aufnahme wieder komplett leer ist.

Leider verraten einem weder Anleitung noch die Packung, dass es eine App braucht, um den internen Speicher zu aktivieren. Auf der Packung steht zwar »free software download«, aber nicht wofür es diese braucht.

Kurz gegoogelt, schon war ich klüger. Die App bietet folgende Möglichkeiten:

  • Dem »On«-Knopf weitere Funktionen zuordnen wie »stumm schalten«, »Aufnahme« oder »Markierung setzen«.
  • Aufnahmeeinstellung: Die Sender können dauerhaft aufzeichnen und als Backup mitlaufen oder erst auf Knopfdruck.
  • Die Aufnahmen können händisch runtergenommen werden oder überschreiben sich selbst, sobald der Speicher voll ist.

App #1 Die Benutzeroberfläche ist sehr minimalistisch gehalten.

App #2 Erst wenn hier eine Einstellung unter "Record" vorgenommen wurde, wird der interne Speicher genutzt.

Ein, zwei weitere Einstellungsmöglichkeiten zur Bit-Tiefe oder Sample-Rate gibt´s auch, aber für Hobby-Creator reichen die oben genannten völlig aus.

Mal eben zum Reporter werden

Rode bietet mit einem Handmikro-Griff ein nettes Extra an, das es für rund 30 Euro gibt.

Sender draufschieben, Aufnahme starten, Poppschutz drauf – sehr nützlich, wenn man nur ein Mikrofon hat und Interviews oder Umfragen aufnimmt.

Zusätzlich habe ich mir noch eine Mic-Flag (Mikrofonwürfel) bestellt und das Logo meines Podcasts aufgeklebt. Das ist nicht nur ein Hingucker, sondern schafft Wiedererkennungswert.

Auch bei Mic Flags gilt die Regel: Wer billig kauft, kauft zweimal. Meine passt sich an verschiedene Griffgrößen an. Auch bei Mic Flags gilt die Regel: Wer billig kauft, kauft zweimal. Meine passt sich an verschiedene Griffgrößen an.

Was macht das Go 2 besser als das Go 1?

Die größten Unterschiede sind wohl der interne Speicher und die Möglichkeit, über den Empfänger zwei Mikros gleichzeitig aufzunehmen.

Außerdem schafft das Go 1 nur eine Distanz von 70 Metern zum Empfänger– kein wirklicher Nachteil für Zuhause. Das Single-Set ist beim Vorgänger ca. 60 Euro günstiger.

Gäbe es günstigere Alternativen mit ähnlichen Funktionen?

Ja, die gibt es. DJI bietet ebenfalls eine Funkstrecke an, die im Handling ziemlich ähnlich ist. Diese sieht man auch oft auf Social Media. Hier gibt es zwei Mikrofone, einen Empfänger und eine Ladestation für knapp 250 Euro (Das Rode-Set hat mich rund 310 Euro gekostet).

Allerdings finde ich die »Stäbchen« von DJI optisch nicht so ansprechend wie die Rode-Quadrate. Da ich DJI eigentlich nur im Zusammenhang mit Drohnen kenne, hab ich mich lieber für Rode entschieden - hier befinde ich mich auf vertrautem Terrain.

Fazit der Redaktion

Martin Moch

Ich bin ein riesen Fan des Rode Wireless Go 2. Vermutlich würde mir die 1er Version auch reichen, aber der interne Speicher und der 2-Kanal-Empfänger sind für mich Luxus, den ich nicht missen möchte.

Bei Interviews ist das ein riesiger Vorteil, ich knipse sie mir und meinem Gesprächspartner an und fertig. Zudem kann ich beide Mikros separat über den Empfänger pegeln.

Die Geräte machen einen robusten Eindruck, sehen gut aus und ich kann ihnen vertrauen! Über das kleine Display weiß ich jederzeit, ob alles in Ordnung ist und das ist gold wert.

Der Preis hat es allerdings in sich. Ich wollte mein Set aber unbedingt und habe dafür sogar meine PS4 verkauft – rund 309 Euro hat es mich gekostet.

Der Klang ist es mir wert! Denn auch wenn das günstige, batteriebetriebene Mikro auch schon eine gute Tonqualität hat, trennen die beiden Welten. Die Aufnahmen sind wunderbar klar und das macht ein gutes Mikrofon aus.

Habt ihr euch schon mal ein Mikrofon in den Mund gesteckt? Seltsame Frage, ich weiß, aber mein Kollege Patrick hat ein Mikrofon entdeckt, das man sich tatsächlich in die Kauleiste schiebt.

Wie wichtig ist euch die Aufnahmequalität von Videoaufnahmen? Womit zeichnet ihr eure Stimme auf? Worauf achtet ihr, wenn ihr euch Mikrofone kauft. Was macht gute Tonqualität für euch aus? Welches Gadget würdet ihr euch sofort holen, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Was haltet ihr von Rode? Überbewertet oder das Non Plus Ultra?

zu den Kommentaren (1)

Kommentare(1)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.