Amazon hat gestern einen neuen Echo Dot vorgestellt. Der kleine Lautsprecher bekommt mehr Bass, einen leistungsfähigeren Chip und erstmals einen vollwertigen Smart-Home-Hub. Vor allem aber Alexa bekommt hier ein ganz besonderes Update spendiert.
Für mich persönlich wird der Echo Dot damit jetzt erstmalig wirklich interessant, denn plötzlich kann er viel mehr als das Wetter vorhersagen und Musik abspielen.
Hier findet ihr den neuen Echo Dot bei Amazon!Der neue Echo Dot: Das kann die neue Generation mit Alexa+
Gestern, am 28. Oktober, hat Amazon den neuen Echo Dot vorgestellt und direkt in den Handel gebracht. Optisch bleibt sich Amazon treu: Der neue Dot ist weiterhin eine kleine Kugel mit Stoffbezug. Im Vergleich zur Vorgeneration ist er aber ein bisschen puristischer geworden - ich mag das. Die größten Veränderungen findet ihr aber wie immer unter der Haube:
Die Neuerungen auf einen Blick:
- 50 Prozent mehr Bass als beim Vorgänger, laut Amazon
- AZ3-Prozessor mit KI-Beschleuniger für bessere Sprachverarbeitung
- Vier Mikrofone und verbesserte Sprechererkennung
- Integrierter Smart-Home-Hub mit Zigbee, Matter und Thread
- Temperatur- und Anwesenheitserkennung über Omnisense
- eero-WLAN-Extender, der ein vorhandenes eero-Netzwerk erweitern kann
Wer sich etwas intensiver mit Smart Home beschäftigt, kennt das sicherlich: Ihr kauft eine smarte Lampe, ein Thermostat und einen Bewegungssensor – und plötzlich benötigt jedes zweite Gerät seine eigene Bridge. Im schlimmsten Fall steht neben dem Router irgendwann eine kleine Sammlung blinkender Kunststoffkästchen.
Der neue Echo Dot unterstützt nun erstmals selbst Zigbee, Thread und Matter. Zigbee und Thread sind besonders stromsparende Funkstandards für Geräte wie Sensoren, Lampen und Thermostate. Matter ist dagegen ein herstellerübergreifender Verbindungsstandard, der die Zusammenarbeit unterschiedlicher Smart-Home-Produkte erleichtert.
Damit könnt ihr viele kompatible Geräte direkt mit dem Echo verbinden, ohne für jedes System eine eigene Zentrale kaufen zu müssen. Das finde ich nun schon mal eine der spannendsten Neuerungen. Der Echo Dot ist damit also nicht nur ein Zusatzgerät, sondern eine echte Base für ein Smart Home.
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ChatGPT, Gemini und Claude kennt vermutlich jeder von euch und schätzungsweise verwenden auch viele von euch mindestens einen der KI-Assistenten. Alexa ist ja schon lange das Sprach-Overlay und die Steuerung für Amazons Smart Home-Welt. Aber so richtig schlau war sie bisher noch nicht.
Das will Amazon jetzt mit Alexa+ ändern. Die neue Version basiert auf generativer KI. Statt starrer Sprachbefehle versteht Alexa nun natürliche Gespräche, kann Zusammenhänge berücksichtigen und sich Informationen merken. Ihr könnt also nun locker mit ihr ratschen und hört nicht ständig: Das habe ich leider nicht verstanden
.
Statt „Alexa, stelle das Wohnzimmerthermostat auf 22 Grad“ soll künftig beispielsweise ein einfaches „Alexa, mir ist kalt“ genügen. Oder ihr bittet Alexa, abends die Beleuchtung gemütlicher zu machen, und sie steuert mehrere kompatible Lampen entsprechend.
Auch Routinen lassen sich per Sprache erstellen. Der neue Echo Dot kann zudem erkennen, ob sich jemand im Raum befindet, und darauf reagieren. Amazon schließt hier also technisch zur Konkurrenz auf, nur eben mit dem Vorteil, dass ihr jetzt im riesigen Alexa-Ökosystem zuhause seid.
Meine Meinung und mein Fazit
Alexa+ ist in Deutschland bereits seit Mai im Early Access verfügbar. Käufer des neuen Echo Dot bekommen Zugang; während der Testphase ist der Dienst kostenlos. Anschließend soll Alexa+ für Prime-Mitglieder ohne Aufpreis enthalten sein. Ohne Prime werden dagegen 22,99 Euro monatlich fällig.
Und dann wäre da natürlich noch der Datenschutz: Wer eine KI dauerhaft im Wohnzimmer stehen hat, sollte sich bewusst machen, dass für viele Funktionen Daten in der Cloud verarbeitet werden. Immerhin lassen sich die Mikrofone hardwareseitig deaktivieren - wichtig!
Für mich ist der neue Echo Dot trotzdem erstmals richtig spannend. Nicht wegen seiner angeblich 50 Prozent zusätzlichen Bässe. Für Musik habe ich ohnehin lieber richtige Lautsprecher und so richtig geil klingt auch der neue Echo Dot nicht. Aber dass er jetzt endlich mehr kann und als Smart Home-Hub dient sowie echte KI mitbringt, macht ihn für mich jetzt zum ersten Mal so relevant, dass ich überlege, selbst einen zu kaufen.
Holt euch jetzt den neuen Echo Dot bei Amazon und testet Alexa+ als KI-Assistent für euer Zuhause!