Farbe für Vielleser: Warum der Kindle Colorsoft für mich jetzt unverzichtbar wird

So macht mir Lesen doppelt Spaß: Der erste Kindle-Reader mit Farb-Display ist seinen Vorgängern einiges voraus.

Ich bin großer Kindle-Fan und bin sehr gespannt auf den ersten Kindle-Reader mit Farb-Display. Bild: Amazon. Ich bin großer Kindle-Fan und bin sehr gespannt auf den ersten Kindle-Reader mit Farb-Display. Bild: Amazon.

Als ich vor mehr als 10 Jahren das erste Mal voller Misstrauen einen Kindle in der Hand hatte, wusste ich bis jetzt nicht, dass ich irgendwann die Features des Kindle Colorsoft herbeisehne. Der erste Kindle mit Farb-Display ist wie für mich gemacht, denn ich halte als Vielleser nicht nur (E-)Bücher in den Händen.

Martin Moch
Martin Moch

Wenn Martin nicht gerade liest, dann nur um über das Lesen zu schreiben oder zu sprechen. In seinem Podcast führt er Interviews mit Autoren, rezensiert Bücher und gibt Tipps zum kreativen Schreiben.

Seinen Kindle Paperwhite hat er öfter in Hand als ein Arzt sein Stethoskop. Der Kindle Colorsoft hat das Potential ihm den Rang abzulaufen.

Endlich Graphic Novels unterwegs entspannt lesen

Darauf freue ich mich allerdings nicht, weil es mir peinlich sei, die großen Comic-Bücher in der Öffentlichkeit zu lesen. Liebhaber wissen schließlich, dass Graphic Novels schon lange nicht nur Kids, sondern auch Erwachsene ansprechen.

Viel mehr freue ich mich darauf, da sie so endlich in meinen Rucksack passen.

Links ein Manga, rechts ein Taschenbuch: Die Graphic Novel ist fast vier Mal so groß wie beide. Links ein Manga, rechts ein Taschenbuch: Die Graphic Novel ist fast vier Mal so groß wie beide.

Der Vorteil des einfachen Kindles, dicke Schinken nicht mehr mit sich herumschleppen zu müssen, werden hier wunderbar übertragen. Wie ihr auf dem Bild seht, erscheinen Graphic Novels in großen Formaten.

Dass ich gerne in der S-Bahn lese, habe ich euch hier bereits verraten:

Einen Manga in der Bahn, im Bus oder im Wartezimmer zu lesen ist kein Problem, aber die Graphic Novels sind oft so groß, dass ich sie mir auf den Schoß legen muss. Bei wenig Platz links und rechts wird’s schnell unbequem.

Nicht nur ein logistisches Problem wird durch das Farb-Display gelöst.

Das Kindle Colorsoft besiegt den natürlichen Feind der Graphic Novel: direktes Licht

Graphic Novels haben einen satten Farbauftrag auf entsprechend starkem Papier.

  • Vorteil: Die Bilder sind sehr groß und in guter Qualität.
  • Nachteil: Direktes Licht wird reflektiert und das stört beim Lesen.

Links: Seite wird direkt vom Licht angestrahlt.
Rechts: Seite im Schatten.
Quelle: Plastik, erschienen bei Cross-Cult. Links: Seite wird direkt vom Licht angestrahlt. Rechts: Seite im Schatten. Quelle: Plastik, erschienen bei Cross-Cult.

Durch das Licht des Displays reicht wenig bis kein Umgebungslicht aus, um die Bilder zu genießen. Reflektionen werden sich dadurch im Alltag auch nicht zu 100 Prozent vermeiden lassen, jedoch wird man deutlich seltener verrenken müssen, um die richtige Position zu finden. Abends im Bett bräuchte ich nicht mal mehr meine Leselampe für die Comic-Bücher. Auch bei anderen Medien sehe ich Vorteile für mich.

Magazine anders erleben

Ich lese gerne Magazine, um über den Tellerrand zu schauen. Diese sehen im Regal leider nicht so gut aus und blieben dann auf dem Tisch liegen, bis ich es übers Herz gebracht habe, sie wegzuschmeißen.

Das hat den Charme von Wartezimmer beim Arzt. Das hat den Charme von Wartezimmer beim Arzt.

Gebrauchte Magazine verkaufen sich bei Anbietern wie Momox und Rebuy nicht so gut; weitergeben ist schwer, da sich im Freundeskreis niemand für sie interessiert. Mittlerweile stelle ich sie in den nächsten öffentlichen Bücherschrank und hoffe, dass sich jemand darüber freut.

Da es sich für mich nicht lohnt, jedes Mal wegen eines Hefts loszulaufen, werden die Hefte eben gesammelt und verbrauchen so lange Platz.

E-Magazine waren bisher keine Option, da ich ungern „Genusslesen“ am Handy oder PC betreibe. Die Magazine am Kindle Colorsoft zu lesen wäre eine ideale Lösung, weil

  • ich so weniger Papiermüll erzeuge,
  • sie zu Hause nicht mehr herumflattern.

Außerdem kann ich sie auf dem Gerät kaufen und lesen, das 24/7 in Reichweite ist – in Farbe. Was in meinem physischen Bücherregal nicht funktioniert, macht dafür im digitalen einiges her.

Interessante Themen zum Kindle-Reader:

Das Farb-Display bringt Farbe in die trostlose Bibliothek

Das bisherige schwarz/weiß-Kindle-Display lässt mich sogar beim aufregendsten Cover gähnen. Die Bücher in der digitalen Bibliothek gehen in der Masse unter, auch im Shop kommt wenig Stimmung auf. Nichts springt einem ins Auge!

Nichtssagende Werbung So eine Werbung kann man sich sparen. Auch wenn mich die Bücher interessieren würden, bliebe mein Blick nirgends haften.

Bibliothek Zum Glück sind die Bücher nicht so trist wie die Startseite auf meinem Paperwhite.

Unauffälliger Shop Auch im Kindle-Shop springt einem nichts ins Auge.

Aber bitte mit Farbe Farbe macht die Bibliothek gleich viel lebendiger. Bild: Amazon.

Wenn ich durch den digitalen Shop scrolle, achte ich meist nur auf die Autorennamen. Im Laden lasse ich mich gerne von einem aufregenden Cover bezirzen und probiere Bücher aus, die ich sonst nicht auf dem Schirm hätte.

Alle Infos zum Kindle Colorsoft haben wir für euch festgehalten. Er erscheint am 30.10.2024 - vorbestellen könnt ihr den E-Reader mit Farb-Display schon jetzt.

Mein Fazit

Ich freue mich auf den Kindle Colorsoft, da er neben den klassischen E-Books auch weitere Medien für mich bereithält. Das Farb-Feature würde mein Lesevergnügen ideal ergänzen.

Was mir Bauchschmerzen bereitet, ist allerdings der Preis. Der ist nämlich der einzige Grund, aus dem ich mit dem Konkurrenzprodukt liebäugle, obwohl ich bisher immer sehr zufrieden mit meinem Kindle war.

Für die Farbe greift Amazon ziemlich tief in eure Tasche. Mit rund 290 Euro ist der Colorsoft knapp 140 Euro teuer als der Tolino shine color.

Was haltet ihr von dem neuen Kindle Colorsoft? Lest ihr Graphic Novels? Oder sind Comics nur was für Kinder? Welches Feature fehlt euch auf eurem E-Book-Reader? Seid ihr Team Tolino oder Team Kindle? Seid ihr Oldschooler und lest nur gedruckte Bücher?

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