Es klingt im ersten Moment etwas kurios, doch es gibt tatsächlich ein Unternehmen in Frankreich, das Prozessoren als Heizung einsetzt. Genauer gesagt stellt das Unternehmen Qarnot Cloud-Server bereit, die nun in 1.500 Sozialwohnungen in Bordeaux eingesetzt werden sollen und deren Abwärme künftig als kostenlose Wärmequelle für die Bewohner dienen wird.
Die Rechenleistung der Server wird von Qarnot genutzt, um beispielsweise Dienste wie die Berechnung von 3D-Grafik oder auch finanzielle Analysen über die Cloud anzubieten. Dieses Prinzip wird auch von anderen Firmen angewandt, etwa vom deutschen Unternehmen Aoterra unter dem Begriff »Cloud & Heat« (danke an unseren Leser Phaeton für den Hinweis dazu).
Ryzen ersetzt Core i7
Qarnot ist natürlich an einem möglichst guten Verhältnis zwischen CPU-Kernen, Leistung und Abwärme interessiert und stellt aktuell seine Produkte von den bisher verwendeten Core-i7-Prozessoren von Intel auf Ryzen-Pro-CPUs von AMD um. Laut einem Blogbeitrag von Qarnot produzieren die AMD-Prozessoren die gleiche Abwärme wie vergleichbare Intel-CPUs, die bisher genutzt wurden, bieten aber doppelt so viele CPU-Kerne. Auf diese Weise hat Qarnot eine Leistungssteigerung von 30 bis 45 Prozent erreicht.
Die Umstellung auf Ryzen erfolgt also nicht, wie manche im Web nun spotten, weil AMD besonders gute Heizungen herstellt, sondern weil die Ryzen-Prozessoren ebenso gut heizen wie Intel-CPUs – bei mehr verfügbarer Leistung für Qarnot. Entsprechend sorgen die AMD-Prozessoren nun für eine »grünere Cloud«.
Das Unternehmen sieht sich die aktuellen AMD-Produkte inklusive Grafikkarten auch an, um beispielsweise in Zukunft heißes Wasser oder Pool-Heizungen anbieten zu können. Das wäre eine Möglichkeit, die Abwärme auch im Sommer sinnvoll zu nutzen.
7:53
Ryzen 7 1700 vs. Core i7 7700K - Acht Kerne oder vier Kerne?

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.