AMDs Zen-2-Prozessoren - Aggressive Intel-Reaktionen schon eingeplant

AMD will Intel Stück für Stück mehr Marktanteile abnehmen und hat bei der für 2019 geplanten Architektur »Zen 2« auch aggressive Reaktionen der Konkurrenz eingeplant.

von Georg Wieselsberger,
22.06.2018 08:11 Uhr

AMD hat heftige Gegenwehr von Intel bereits eingeplant.AMD hat heftige Gegenwehr von Intel bereits eingeplant.

In einem ausführlichen Artikel der Webseite Nextplatform kommen mehrere führende AMD-Mitarbeiter zu Wort und sprechen über die Rückkehr von AMD in das Prozessorengeschäft. Auch wenn sich der Text vor allem auf die Server-Prozessoren der Epyc-Serie bezieht, liefert er doch einen guten Einblick in die neue CPU-Strategie von AMD.

So sollten die aktuellen Epyc-Prozessoren mit dem Codenamen Naples nur eine Art Türöffner sein, mit der AMD wieder der Einstieg in den Server-Markt gelingt und so auch Vertrauen in die Leistung der eigenen Produkte entsteht. Aus den früheren Reaktionen von Intel auf gute AMD-Server-CPUs habe man gelernt.

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Planungen berücksichtigten Intels Möglichkeiten

Nach den ersten Opteron-Modellen habe Intel »wie verrückt« neue Prozessoren auf den Markt gebracht und dabei auch versucht, seinen Vorteil bei den Produktionsprozessen zu nutzen. Trotzdem hatte AMD mit der zweiten Generation der Opteron-Prozessoren noch mehr Erfolg und gewann weitere Marktanteile. Bei Epyc geht AMD nun ähnlich vor und hat dabei berücksichtigt, wie Intel vermutlich reagieren wird.

Die AMD-Pläne für weitere Epyc-Generationen gingen davon aus, dass Intel erneut eine sehr aggressive Roadmap verfolgt und waren darauf ausgerichtet, mit allem, was Intel bieten kann, konkurrieren zu können. »Und dann stellen wir fest, dass sie gar nicht in der Lage sind, das zu tun was wir für möglich gehalten haben. Also haben wir eine unglaubliche Gelegenheit«, so Forrest Norrod, General Manager des Unternehmensbereichs von AMD.

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Zen 2 hat schwächere Konkurrenz als gedacht

Die Zen-2-Prozessoren der Epyc-Serie mit dem Codenamen Rome wurden laut Norrod so entworfen, dass sie selbst gegen die im 10-Nanometer-Verfahren hergestellten Ice-Lake-Xeons von Intel konkurrieren könnten. Doch nun wird Rome gegen weiterhin im 14-Nanometer-Verfahren produzierte Cascade-Lake-CPUs antreten, während die AMD Prozessoren auf einen fortschrittlicheren 7-Nanometer-Prozess setzen.

Entsprechend begeistert ist Norrod. Der Wiedereinstieg in den Markt sei gelungen, die Unterstützung durch Kunden vorhanden und die kommenden Prozessoren in einer unglaublichen Position. Da die Desktop-Prozessoren von AMD auf die gleichen Prozesse setzen, dürften das auch gute Nachrichten für PC-Nutzer sein, die AMD-CPUs verwenden.

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