Ihr habt gedacht, Andor sei teuer? Dann liegt ihr vollkommen richtig. Jetzt stellt sich heraus, dass die beste aller Star-Wars-Serien aber nochmal mehr Geld verschlungen hat, als ursprünglich angenommen. Fast 60 Millionen US-Dollar mehr, um genau zu sein.
So viel hat Andor wirklich gekostet
Das hat Forbes in Erfahrung gebracht: Nachdem ursprünglich die Rede davon war, dass Andor auf ein Budget von nur
645 Millionen US-Dollar gekommen sei (für zwei Staffeln und insgesamt 24 Episoden), hat das Branchenmagazin eine neue Rechnung aufgestellt.
Und dabei kommt heraus: Insgesamt hat Andor sage und schreibe 698,3 Millionen US-Dollar beansprucht!
Beachtet hierbei jedoch: Disney und Lucasfilm haben nicht tatsächlich so viel für Andor ausgegeben. Denn die Produktion hat laut Forbes von massiven Steuerbegünstigungen durch die britische Staatsregierung in der Höhe von 142,3 Millionen US-Dollar profitiert.
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Der finale Trailer zu Andor Staffel 2 bringt die Erinnerungen an den ersten Todesstern zurück
Echte Kulissen, viel Personal, lange Drehzeiten
Warum Andor so teuer war? Die Entwicklung der TV-Serie hat sich über mehrere Jahre hinweg gezogen und wurde dabei unter anderem von der Corona-Pandemie und dem großen Autorenstreik in Hollywood unterbrochen.
Ebenso hat Tony Gilroy vor allem auf Dreharbeiten an realen Orten (und nicht im Studio) gesetzt, bei denen entsprechend viel Personal im Einsatz war. So wurde zum Beispiel für die Darstellung des Planeten Mina-Rau mindestens ein riesiges Kornfeld ausgesät, das dann aufgrund einer streikbedingten Unterbrechung doch nicht wie geplant genutzt werden konnte.
Laut der Forbes-Recherche waren 2023 fast jeden Monat um die 500 Menschen an der Produktion von Andor beteiligt – ohne, dass hier freie Mitarbeiter, Zeitarbeitskräfte und Subunternehmen berücksichtigt wurden. Die finale Anzahl dürfte sich auf über 1.000 Personen belaufen.
Insgesamt sollen sich alleine die Personalkosten von Andor auf 85,5 Millionen US-Dollar summieren und damit einen signifikanten Anteil des Gesamtbudgets ausmachen.
Die Kosten von Andor im Vergleich
Die finalen Kosten für Andor stellen natürlich jede andere Star-Wars-Serie und sogar die Kinofilme in den Schatten. Hier ein direkter Vergleich zu den jeweiligen Budgets in US-Dollar.
Die Kinofilme
- Episode 7 – Das Erwachen der Macht: 638,9 Millionen
- Rogue One: 327,5 Millionen
- Episode 8 – Die letzten Jedi: 414,6 Millionen
- Solo: 365,7 Millionen
- Episode 9 – Der Aufstieg Skywalkers: 593,7 Millionen
Die TV-Serien
- The Mandalorian: 360 Millionen
- The Book of Boba Fett: 105 Millionen
- Obi-Wan Kenobi: 90 Millionen
- Ahsoka: circa 100 Millionen (geschätzt, weil keine konkreten Infos vorhanden)
- The Acolyte: 231 Millionen
- Skeleton Crew: 136 Millionen
Ob sich die teuerste aller Star-Wars-Serien für Disney gelohnt hat, ist nicht bekannt. Fest steht aber zumindest schon einmal, dass es sich um ein echtes Prestigeprojekt handelt.
Denn nachdem sich die meisten Sternenkrieg-Filme und -Serien unter dem Mäusekonzern viel Kritik gefallen lassen mussten, sind sich bei Andor so gut wie alle Fans und Kritiker einig: Tony Gilroys hat ein richtiges Brett abgeliefert, an dem sich jetzt jeder nachfolgende Star-Wars-Release zu messen hat!
Wie es jetzt mit Star Wars weitergeht? Tatsächlich haben Disney und Lucasfilm ihren Output an teuren Live-Action-Serien schon spürbar reduziert – eine Maßnahme, die auch Marvel betrifft. Jetzt rücken wieder mehr große Kinofilme in den Fokus, wo The Mandalorian & Grogu und Star Wars: Starfighter den Anfang machen.
Mehr dazu könnt ihr unter den Links oben nachlesen.
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