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Über 130 Millionen Posts: Ein einziger Anglerfisch rührt gerade das Internet zu Tränen

Die tragische Geschichte hinter dem verirrten Anglerfisch-Weibchen sorgt für viel Mitgefühl auf Social Media.

Millionen von Usern auf Social Media haben Mitgefühl mit dieser Kreatur. Millionen von Usern auf Social Media haben Mitgefühl mit dieser Kreatur.

Stellt euch vor, ihr schippert nichtsahnend auf eurer Yacht entlang der Küste von Teneriffa und schlürft genüsslich euren Planters Punch. Die Sonne scheint, das Wasser glitzert und nichts kann euch den Tag vermiesen. Doch plötzlich wird die Idylle gestört und vor dem Bug des Schiffes taucht eine Kreatur auf, die niemand hier vermuten würde: ein waschechter Anglerfisch.

Ja, der Anfang der Story entspringt vielleicht einer Urlaubsfantasie, aber den Anglerfisch gibt es wirklich. Vor wenigen Wochen ist ein lebendiges Exemplar 1.000 Meter von seinem natürlichen Habitat entfernt aufgetaucht und lässt Social Media glühen.

Das Wesen aus der Tiefe

Auf Instagram teilte der spanische Account jara.natura Anfang Februar ein Video der seltsamen Entdeckung.

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Im Rahmen eines Forschungstrips, der eigentlich für die Untersuchung von Haien gedacht war, stieß die Crew von Condrik Tenerife beim Auftauchen auf den Tiefsee-Bewohner.

Bei der Aufnahme könnte es sich um die weltweit erste aufgezeichnete Sichtung eines lebendigen Anglerfisches handeln, der sich am helllichten Tag an der Wasseroberfläche aufhält. Zu sehen ist ein Weibchen, deutlich an der Angel zu erkennen, mit dem sie Beute jagen. Warum sich der Fisch so stark verirrt hat, ist noch nicht bekannt.

Die gruselig aussehenden Geschöpfe leben normalerweise in einer Tiefe von 300 bis 3.000 und nur die Larven sind in seichten Gewässern zu finden. Um zu verdeutlichen, wie tief das ist: Profi-Taucher erreichen mit Ausrüstung und viel Vor- und Nachbereitung 300 bis 600 Meter Tiefe. Dieser Umstand macht die Sichtung noch unglaublicher.

Da überrascht es auch nicht, dass der Tiefseeteufel seine Wellen auch auf Social Media schlägt.

Video starten 25:29 TikTok-Lifehacks im Check: Welche Tech-Tipps taugen wirklich was?

Wellen des Mitgefühls auf TikTok und Co.

In den sozialen Medien, allen voran TikTok, hat sich in den letzten Tagen eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Obwohl sich der Anglerfisch nicht unbedingt an der Spitze der Tierlist mit den niedlichsten Lebewesen bewegt, löst seine ungewöhnliche Reise in vielen Usern Mitgefühl aus.

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Hinter dem emotionalen Ausbruch steckt nicht nur die herzergreifende Musik, sondern auch die Tragik der tatsächlichen Geschichte. Dass der Anglerfisch überhaupt so nahe an der Wasseroberfläche war, deutet nämlich eher auf etwas Schlechtes hin. Kurz nach seinem Fund verstarb das Tier.

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In etlichen Kurzvideos verarbeiten die User auf Social Media, was passiert ist. So etwa in diesem Comic-Strip, der die letzten Gedanken des Fisches aufgreift:

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Es ist so wunderschön. Ich hätte es vielleicht nie erlebt.

Tiefsee-Abenteuer sind uns natürlich nicht fremd. Kultige Unterwasser-Filme wie Findet Nemo ließen seit jeher nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Auf unbeschwerte Weise und mit der richtigen Prise Rührseligkeit bringen sie uns die Unterwasserwelt näher. Die Geschichte des Anglerfisches bietet genug Raum für kreative Interpretationen, die gut zu einer ähnlichen Pixar-Produktion passen würden:

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In den Kommentaren unter den Clips sammeln sich etliche User, die dem Anglerfisch-Weibchen gedenken und ihm denkwürdige Zitate ins Maul legen.

Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, ein Licht zu tragen, dem niemand folgen konnte. Für meinen letzten Tag habe ich entschieden, dem Licht nachzujagen, das nicht von mir kam. - Anglerfisch

Ich muss mutig genug sein, das Licht zu sehen, sonst werde ich für immer bereuen, dass ich die Chance nie ergriffen habe. - Anglerfisch

Inmitten der Dunkelheit gab es bis heute nur ein Licht für mich. Heute, an meinem letzten Tag, sehe ich, dass das Licht für alle da ist – Anglerfisch

So schnell wurde ein grimmig aussehendes Anglerfisch-Weibchen zu einer Sympathieträgerin mit einer traurigen Hintergrundgeschichte.

Das Forschungsteam, das den Fisch fand, stellte noch während das Tier im Wasser war, eine Verletzung fest. Wenige Stunden später verstarb der Fisch. Das Team brachte den Körper ins Muna-Museum für Naturkunde und Archäologie in Santa Cruz, um die Ursachen für den Fund zu untersuchen.

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