50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Anno 117: Layout-Guide - So baut ihr schön und effizient

Den begrenzten Platz einer Insel optimal nutzen – das ist in jedem Anno der Schlüssel zu einer starken Wirtschaft. Layouts helfen dabei enorm. Hier erfahrt ihr, was das überhaupt ist und bekommt Beispiel-Layouts an die Praetoren-Hand!

Ganz ehrlich: Ich liebe Effizienz und Optimierung – diagonale Straßen hin oder her! Auch wenn ich mit der neuen Baumethode nun wunderschöne Metropolen zusammenzimmern könnte, das ist nicht meins. Meine Stadt muss vor allem eins sein: bis zum letzten Sardinenfischer durchoptimiert. Nur bei einer durchweg grünen Statistik und ohne Warnsymbolen über Gebäuden entfährt mir ein zufriedenes Grunzen. Dabei helfen: Layouts!

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Update vom 15. Dezember: Die Struktur des Artikels wurde überarbeitet.

Video starten 2:40 Anno 117: Schönbauen vs Effizienz vs Militär? Im Launch-Trailer streiten die wichtigsten Anno-Statthalter miteinander

Was sind Layouts?

Ein Layout ist im Grunde eine Bauvorlage für Warenketten oder Innenstädte. An ihnen orientiert ihr euch, wenn ihr möglichst effiziente Warenkreisläufe auf möglichst wenig Bauplatz errichten wollt. Layouts gibt es für die Vorgänger von Anno 117 zuhauf – Webseiten wie Annolayouts.de haben umfangreiche Rechner für die optimale Gebäudeaufteilung der Warenketten, und in separaten Tools wie AnnoDesigner quetscht ihr das letzte Quadrat-Quäntchen Produktionsplatz aus vorgegebenen Plätzen heraus.

Damit ihr euch erstmal ans Thema herantasten könnt, habe ich euch ein paar Beispiel-Layouts für ganz verschiedene Warenketten in Latium und Albion zusammengepuzzelt.

Dieses Start-Layout
nutze ich gerne für
den Anfang in Latium. Dieses Start-Layout nutze ich gerne für den Anfang in Latium.

Das Brot-Layout

Produktionszeiten

Für die Brotproduktion gilt ein Layout von 2:1:2 (+ Köhler). Ihr braucht also zwei Farmen, eine Mühle, zwei Bäckereien. Warum? Weizenfarmen produzieren in einer Minute eine Tonne Weizen, eine Mühle braucht aber nur 30 Sekunden zum Mahlen einer Tonne Mehl – erst zwei Weizenfarmen decken also den Bedarf einer Mühle.

Bäckereien benötigen hingegen wieder eine Minute, um eine Tonne Mehl zu einer Tonne Brot zu verbacken – auf jede Mühle kommen also zwei Bäckereien. Und die wiederum benötigen Brennstoff von einer Köhlerei. Wollt ihr den Bedarf größerer Städte decken, setzt ihr direkt ein 4:2:4+2-Layout ein – ihr baut vier Weizenfarmen, zwei Mühlen und vier Bäckereien sowie zwei Köhler.

Arbeitskräfte

Für die Brotproduktion mit vier Weizenfarmen, zwei Mühlen, vier Bäckereien, zwei Köhlern sowie einem Lagerhaus und einer Feuerwache benötigt ihr 30 Liberti-Arbeitskräfte und 34 Plebejer- Arbeitskräfte.

Flussplätze

Mühlen müssen auf Flussplätzen errichtet werden. Stampft euer Brot-Layout also in der Nähe eines Flusses aus dem Boden oder versorgt die Mühle per Lagerhaus mit Weizen.

Felder

Felder könnt ihr in einem großen Rechteck anlegen und mit einer Straße umgeben. Alternativ eignen sich Felder hervorragend als Füller für unebene Stücke eurer Insel. Deshalb lassen sich Weizenfarmen hervorragend an Klippen oder Flüssen errichten. Achtet nur darauf, dass ihr nicht eure Flussbauplätze zupflastert (das ist mir nie passiert, ehrlich!). Weizenfarmen benötigen ohne Boni 140 Felder für ihre maximale Produktivität.

Bereichseffekte

Bäckereien erhöhen das Einkommen umliegender Gebäude um +3, aber auch das Brandrisiko um 2. Ist die Brandsicherheit in eurer Stadt hoch genug, könnt ihr eine Bäckerei auch ohne Probleme mitten in eure Stadt setzen, sie mit einem Lagerhaus verknüpfen und so euer Einkommen stark erhöhen.

Ist die Brandsicherheit hingegen negativ, wie in meiner Stadt etwa, errichtet ihr die Bäckerei lieber etwas außerhalb bei den restlichen Produktionsgebäuden und ergänzt noch die Vigiles- Feuerwache oder einen Brunnen.

Das Toga-Layout

Produktionszeiten

Hier ist eine gute Abstimmung extrem wichtig. Flachshof und Schneckenzucht produzieren nämlich eine Tonne ihrer jeweiligen Ressource in 1:30 Minuten. Die Weiterverarbeitung der Weber und Färber dauert allerdings zwei Minuten. Der Webstuhl näht die Togen in einer Minute. Die Farbe aus den Purpurschnecken benötigt ihr später auch für die Liegen der Patrizier – plant also etwas mehr Platz für weitere Schneckenzuchten und Färberwerkstätten ein. Das Layout ist also 3:3:4:4:2.

Arbeitskräfte

Für das Toga-Layout benötigt ihr 30 Liberti-Arbeitskräfte und 102 Equites-Arbeitskräfte. Fruchtbarkeiten Da sowohl Flachs als auch die Schnecken eigene Fruchtbarkeiten voraussetzen, müsst ihr vielleicht eineProduktion auf eine andere Insel auslagern. Hier bietet es sich an, Flachshöfe oder Zuchten auszulagern, da ihr so nur Liberti als Arbeitskräfte auf der jeweiligen Insel benötigt.

Felder

Die Felder der Flachsfarmen könnt ihr wie im Layout rechteckig anlegen und mit einer Straße umgeben, oder damit Ecken und Kanten eurer Insel auffüllen. Das funktioniert genau wie bei den Weizenfarmen. Flachsfarmen benötigen ebenso 140 Felder für ihre maximale Produktivität.

Bereichseffekte

Die Toga-Warenkette bietet zwei Bereichseffekte, einen Bonus und einen Malus. Der Malus kommt von der Färberwerkstatt – sie verringert die Zufriedenheit der umliegenden Gebäude um satte -3. Baut sie also unbedingt nur im Layout und haltet genügend Abstand zu anderen Gebäuden.

Ich ergänze außerdem gerne ein Custodia, um den Malus auszugleichen. Das Endgebäude der Toga-Warenkette, der Webstuhl, gewährt den umliegenden Gebäuden +2 Einkommen, ganz ohne Malus. Lasst ihn also entweder im Layout oder bringt einen Webstuhl für einen ordentlichen Einkommensturbo in eurer Stadt unter.

Das Fibeln-Layout

Produktionszeiten

Die Fibeln-Warenkette ist im Verhältnis 1:2:4 + 2 Köhler aufgebaut. Als Grundlage benötigt ihr eine Silbermine, sie produziert in 30 Sekunden eine Tonne Silber. Eine Silberschmiede benötigt eine Minute, um eine Tonne Silber zu verarbeiten, ihr benötigt also zwei Silberschmiede. Das Fibularium setzt dem Ganzen die silberne Krone auf: Es benötigt zwei Minuten, um eine Fibel herzustellen. Das heißt, ihr benötigt ganze vier Fibularien, um die Warenkette optimal abzuschließen. Zusätzlich wollen Silberschmiede und Fibularien mit Kohle versorgt werden – ihr braucht für die Warenkette also noch zwei Köhler.

Arbeitskräfte

Für die komplette Fibeln-Warenkette benötigt ihr 42 Mercatoren-Arbeitskräfte und für die Köhler zusätzlich 10 Wanderer-Arbeitskräfte.

Eine Mine, eine Mine!

Die Silbermine muss, ihr ahnt es schon, an einem Gebirgsplatz errichtet werden.

Bereichseffekte

Die Fibeln-Warenkette ist brandgefährlich – im wahrsten Sinne des Wortes. Sowohl die Silberschmiede als auch die Fibularien mit ihren heißen Feuerstellen und Öfen verringern die Brandsicherheit der umliegenden Gebäude um -2. Dazu kommen noch die notorisch und quasi berufsmäßig zündelnden Köhler, die ebenfalls mit -2 an eurer Brandsicherheit rumkokeln.

Deswegen ist das Layout um die Vigiles herum errichtet – die antiken Feuerwehrleute bekommen bestimmt etwas zu tun. Außerdem empfehle ich wenigstens einen Köhler an anderer Stelle zu platzieren, damit die Brandgefahr nicht noch weiter erhöht wird.

Wer schön sein will, muss leiden, das gilt auch in Anno 117: Denn zusätzlich verringert die Silbermine die Gesundheit ebenfalls um -2. Ein Medici darf hier also auch nicht fehlen. Die Fibularien bieten allerdings auch Boni: +1 Bevölkerung und +1 Einkommen. Ihr könnt also ein Fibularium in eurer Stadt positionieren – solltet das aber nur tun, wenn ihr die erhöhte Brandsicherheit ausgleichen könnt.

Das Streitwagen-Layout

Produktionszeiten

Beginnen wir mit dem Unterbau der Streitwägen – dafür benötigt ihr Schilf und Holz. Ein Schilfsammler produziert in einer Minute eine Tonne Schilf, ein Holzfäller in 30 Sekunden eine Tonne Holz. Ihr benötigt also zwei Schilfsammler und einen Holzfäller. Ponys werden von den Pferdefängern in 1:30 Minuten produziert, ein Unterbau wird von den Gestellbauern ebenfalls in 1:30 hergestellt. Der Wagenbauer dengelt einen Streitwagen in zwei Minuten zusammen, ihr benötigt also jeweils drei Pferdefänger, drei Gestellbauer und vier Wagenbauer. Das Layout ist deshalb 1:2:3:3:4

Arbeitskräfte

Wie in der echten Welt ist der Fahrzeugbau in Anno 117 arbeitskraftintensiv und ihr brauch jede Menge qualifizierte Mitarbeiter. Für das Streitwagen-Layout benötigt ihr 14 Wanderer-Arbeitskräfte und 111 Ältesten-Arbeitskräfte.

Haltet den Radius ein

Hier habt ihr Spielraum, da ihr die Radien der Pferdefänger und des Holzfällers einhalten müsst. Merkt euch, dass sich die Radien der Pferdefänger etwas überlappen dürfen – die benötigten Felder seht ihr im Gebäudemenü unten rechts. Ponys brauchen 140 Felder Auslauf.

Bereichseffekte

Die Bereichseffekte der Streitwägen sind übersichtlich – nur der Wagenbauer gewährt den Gebäuden in seinem Umkreis +1 Einkommen und +1 Ansehen. Quasi ein bisschen so, wie man in Ingolstadt von Audi oder in Zuffenhausen von Porsche profitiert. Diese Boni bekommt ihr allerdings ohne jedwede Malusse – ihr könnt ihn also ohne große Bedenken in eurer Stadt unterbringen. Allerdings nimmt er mit seinen 7x6 Feldern eine Menge Bauplatz ein. Schaut also, dass ihr ihn möglichst mittig platziert, damit ihr nicht zwei Wagenbauer gleichzeitig in eurer Stadt unterbringen müsst.

Auch Patrizier futtern Fische

Für Optimierungsliebende wie mich werden die Layouts in Anno 117 sogar noch wichtiger, denn nun wollen alle Bevölkerungsstufen auch alle Bedürfnisse der vorherigen Stufen erfüllt bekommen. Ihr erinnert euch: In Anno 1800 konnten schon Handwerker problemlos auf die Fische und Arbeitskleidung der niedrigeren Arbeiter verzichten, und Ingenieure und Investoren sowieso. In Anno 117 wollen Patrizier allerdings genauso Sardinen und Haferbrei auf ihrem Tisch haben wie der Liberti-Pöbel.

Das erhöht die strategische Bedeutung von Layouts natürlich beträchtlich – selbst frühe Warenketten ziehen sich nun durch den gesamten Spielverlauf. Entsprechend sinnvoll ist es, früh effektive Vorlagen zu erstellen. Allerdings kommen während eurer Partie Umbauarbeiten auf euch zu – dazu im Abschnitt Boni mehr.

Eure Buchten solltet ihr so effizient
wie möglich nutzen – bis ihr
die Meereshäfen erforscht habt. Eure Buchten solltet ihr so effizient wie möglich nutzen – bis ihr die Meereshäfen erforscht habt.

Produktion in der Stadt

Eine Sache hat sich von der Neuzeit zur Antike grundlegend geändert: Die Produktionsgebäude in Anno 117 gewähren nun Boni und Malusse auf umliegende Gebäude. Das sind die sogenannten Bereichseffekte, die sich je nach Gebäude unterschiedlich ausgestalten und in verschiedenen Radien wirken.

Nehmen wir das Beispiel der Bäckereien: Die Bäckereibetriebe erhöhen euer Einkommen pro Gebäude in Reichweite um +3 – ja, dazu zählen auch Wohnhäuser! Das bedeutet: Ab mit den Backstuben mitten in eure Metropole… oder doch nicht? Manche Produktionsgebäude haben auch Malusse, die es teilweise ganz schön in sich haben. Bleiben wir beim Bäckerei-Beispiel: Die Mehlverarbeiter reduzieren die Brandsicherheit nahegelegener Gebäude um heftige -2.

Behaltet beim Bauen die Pfeile über Gebäuden im Blick. Sie zeigen an, ob das Gebäude einen Buff oder einen Malus bringt. Behaltet beim Bauen die Pfeile über Gebäuden im Blick. Sie zeigen an, ob das Gebäude einen Buff oder einen Malus bringt.

Dadurch erhöhen sie die Gefahr für eine Feuersbrunst in eurer Stadt signifikant und ihr müsst zwingend mit Vigiles, den antiken Feuerwachen, und den Brunnen dagegenhalten. Die meisten Warenketten besitzen wenigstens ein Gebäude, das einen Bereichseffekt aufweist, das Einfluss auf Einkommen, Zufriedenheit und weitere Attribute nimmt.

Das bringt automatisch Abwechslung ins Stadtbild, erschwert das Konstruieren von dezidierten Stadt-Layouts allerdings deutlich, da ihr nun viel mehr Gebäude einkalkulieren und eure Stadt beim Errichten neuer Warenketten überarbeiten müsst, um das Optimum herauszuholen.

Diagonal ist des Optimierers-Qual

Zugegeben, ich finde den neuen Diagonalbau auf seine Art natürlich schon auch hübsch. Allerdings machen die schrägen Straßen effizientes Bauen schwierig, denn an Kurven oder in engen Winkeln lassen sich Gebäude kaum sinnvoll anordnen.

Einzig Felder schaffen hier Abhilfe, mit ihnen füllt ihr die kleinen Eckchen wieder auf. Aber wenn ihr eure Insel ganz ohne Schrägbauerei mit praktischen Layouts und optimierten Produktionsketten zupflastern wollt, deaktiviert den Diagonalbau unten rechts im Baumenü – einfach das Häkchen wegtickern, und schon seid ihr zurück im gewohnten rechtwinkligen Baumodus.

Anno 117 ist ein schönes Spiel und sieht auch dann noch gut aus, wenn ihr auf ineffiziente, diagonale Straßen verzichtet. Anno 117 ist ein schönes Spiel und sieht auch dann noch gut aus, wenn ihr auf ineffiziente, diagonale Straßen verzichtet.

Glaube, Technologie, Spezialisten

Im Laufe einer Partie Anno 117 erlangt ihr durch Forschung und Glauben immer mehr Boni, die auch Einfluss auf eure Layouts nehmen. Betet ihr beispielsweise Ceres an, erhöht sie bei 4.000 Glauben die Zahl der Felder, die eine einzelne Farm unterstützen kann. Diese müsst ihr allerdings aktiv an die bestehenden Farmen anflanschen und so euer Layout anpassen.

Der Forschungsbaum versorgt euch ebenso mit nützlichen Technologien, die euch den Bau eurer Layouts erleichtern. So können Köhler und Holzfäller mit der passenden Technologie auch auf Weiden platziert werden, sie pflanzen die benötigten Bäume dann einfach selbst an. Das gibt euch deutlich mehr Spielraum, beispielsweise beim Fibeln- oder Streitwagen-Layout.

Neben der Religion und der Forschung können auch Spezialisten Einfluss auf eure Layouts nehmen – etwa, wenn sie die Produktivität gewisser Ketten erhöhen oder Malusse in Boni verwandeln. Sie können sogar Arbeitskräfte-Voraussetzungen verändern. Mit dem richtigen Spezialisten in einem Officium in der Nähe, dürfen in euren Salzkrautsammlern keine Wanderer sondern Mercatoren schuften.

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