Ich liebe mein iPhone. Nicht, weil ich Apple-Jünger bin – im Gegenteil –, sondern weil’s schlichtweg ein gutes Handy ist. Seit Jahren nutze ich es, habe mich an iOS gewöhnt und weiß, wohin ich tippen muss.
Und seit Jahren vermisse ich eine absolute Billig-Funktion, die Apple auch in der 18. Iteration seines OS nicht geschafft hat, zu implementieren.
Warum, im Namen von Steve Jobs, kann ich meine verdammte Uhr auf dem Sperrbildschirm nicht verschieben?
Die Uhr ist ein Kasus Knaxus
Ich bin jemand, der gerne zeigt, was er mag. Ich trage T-Shirts und Cappys mit Motiven aus der Filme-, Spiele- und Anime-Welt. Ich habe sogar ein Full-Sleeve-Tattoo von JoJo’s Bizarre Adventure, der Geschichte, die mich zum Schreiben gebracht hat. Völlig klar, dass mein Handy-Sperrbildschirm auch mit Nerd-Kram zugeklatscht ist.
Jetzt ist es nun mal so, dass Menschen ihr Gesicht meistens am Kopf tragen – und genau da macht mir die beknackte Uhr einen Strich durch die Rechnung! Aber seht selbst:
Egal, wie ich es bei den von mir präferierten Hintergründen drehe und wende: Die Uhr ist immer im Weg.
- Mal im Auge.
- Mal auf der Stirn
- Mal zerstört sie die gesamte Komposition des Bildes.
Das Bild verkleinern, damit es nach oben hin ausläuft, nur damit die Uhr Platz hat, will ich nicht. Das macht nicht nur das Design kaputt, es ist allerhöchstens ein Notbehelf und das bei einem Problem, das gar nicht existieren müsste.
Ich höre die Zweifler schon sagen: Nutz doch einfach den Tiefeneffekt. Das würde ich sofort tun, funktioniert aber nicht, wenn das Objekt (in meinem Fall meistens ein Kopf) zu groß ist. Das Einzige, was mir bleibt, ist, die Ziffern so schmal zu machen, wie es iOS zulässt.
Es ist ärgerlich, dass man die Uhr nicht wie bei Android verschieben oder kleiner machen kann. Ein bisschen reicht doch eigentlich schon.
Android: Warum nicht wie bei der Konkurrenz?
Bevor ihr jetzt zu eurem Galaxy- oder Pixel-Handy greift: Auf Android-Phones kann man die Uhr auch nicht gnadenlos auf dem Display überallhin verschieben. Ihr habt allerdings viele Möglichkeiten, das Chronometer anzupassen: Klein, groß, eine Zeile, digital, analog und noch mehr.
Und bei iOS? Uhr dick oder Uhr dünn. Oh, ach ja, und Uhr dezent transparent oder lieber ein bisschen Farbe, damit sie noch mehr auffällt? Werft eure Augen auf diese Gegenüberstellung.
Wie schwer kann es also sein, uns iPhone-Nutzern mehr Freiheit zu geben? Dabei brauche ich nicht mal all die Möglichkeiten von Android. Lasst mich wahlweise …
- … die Uhr auf der x-Achse verschieben.
- … die Uhr verkleinern.
- … die Uhr auf eine feste Position an den unteren Rand setzen.
Und, Obacht, ich habe eine ganz wilde Idee: Gebt mir doch einfach die Möglichkeit, die Uhr einfach auszuschalten. Ein Toggle: Uhr an, Uhr aus. Wie viele Menschen habe ich sowieso eine Smartwatch am Handgelenk, die Uhrzeit auf dem Handy brauche ich nicht zwingend.
Achtung, ich setze noch einen drauf: Apple macht es sogar selbst besser, bloß nicht auf dem Handy.
Apple Watch: geht doch!
Ich will ja nicht immer der Mecker-Maxe sein, drum möchte ich diese Kolumne auf einer positiven Note enden lassen.
Ich muss euch nicht erzählen, dass ich auf meiner Apple Watch auch Nerd-Gelumpe zeige. Da war Apple bis zu watchOS 11 auch seltsam zugeknöpft, was das Zifferblatt bei Foto-Watchfaces angeht. Was ich da nach dem Update neulich allerdings erblickte, ließ mich vor Freude fast aufheulen. Seht selbst:
Ich veräppele euch nicht: Man kann fünf (als Zahl: 5) unterschiedliche Positionen der Uhr auswählen, inklusive der Möglichkeit, die Ziffern auch untereinander zu stellen. Ein Traum für jeden Zifferblatt-Min-Maxer wie mich! Bitte macht das auch auf dem iPhone und ich bin selig.
Also, Apple, ich guck' auf die Uhr: Schafft ihr es mit den nächsten Updates, dass ich meine Uhr verschieben oder ausblenden kann? Wenn ja, feiere ich, wenn nicht, lest ihr ein Update dieses Artikels spätestens zu iOS 19, da könnt ihr den Wecker danach stellen.
Seid ihr eigentlich auch auf Kriegsfuß mit einer Funktion eures Handys? Was für Kleinigkeiten fehlen euch? Teilt eure Erfahrungen gerne mit mir in den Kommentaren.
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