Ein MacBook mit Touch-Unterstützung, ein faltbares iPhone und neue Smart-Home-Geräte: Für Apple-Fans dürfte das Jahr 2026 etwas Besonderes sein. Ich sitze dagegen ziemlich neutral gestimmt vor meinem Monitor.
Zumindest bis am Mittwoch, dem 28. Oktober, eine Pressemitteilung von Apple in meinem Postfach eintrudelte.
Ich lese Final Cut, ich lese MotionVFX, ich lese Update im November – und schließlich kann ich kaum glauben, was Apple mir da gerade vor die Nase hält.
Ohne zu übertreiben: Das Unternehmen feilt gerade an einem der größten Updates für sein Schnittprogramm seit Jahren.
MotionVFX landet in Final Cut Pro
Lasst mich kurz ausholen: Im März 2026 hat Apple das polnische Unternehmen MotionVFX übernommen. MotionVFX ist eine der weltweit führenden Entwickler spezialisierter visueller Effekte, Plug-ins und Vorlagen für die Videobearbeitung.
Sie sind deshalb so erfolgreich, weil Tausende professionelle Effekte quasi per Drag-and-Drop in das Videoprojekt eingefügt werden können. Dazu zählen auch Grafiken, Werkzeuge für Motion Tracking, Kino-Looks, Grafiken und vieles mehr.
Damit gelingen selbst kleinen Hobby-Creatorn ziemlich coole Videos mit schnieken Effekten und Übergängen, die nicht an den Windows Movie Maker erinnern.
Das ist Apples Software-Suite, in der auch Final Cut Pro enthalten ist. Sie ist quasi das Pendant zu Adobe. Skurrilerweise wird durch diesen Schritt MotionVFX für alle Mac-User deutlich günstiger.
- Kostenpunkt aktuell: 29 Euro, pro Monat!
- Kostenpunkt ab November: 13 Euro!
Das war jedoch noch nicht alles: On Top gibt es eine Art Content Hub, eine von Apple kuratierte Bibliothek mit Stockmaterial in Form von Videos, Fotos und Hintergründen.
Das Unternehmen hat auch an einen praktischen Workflow gedacht. So lassen sich Einzelbilder direkt aus der Timeline heraus in Pixelmator Pro (Bildbearbeitung) öffnen, bearbeiten und speichern.
Als fast schon nebensächlich, aber durchaus praktisch sind die weiteren Verbesserungen zu erwähnen: die Keyframe-Glättung, das freie Platzieren von Clips abseits der Primärhandlung sowie 23 neue Sprachen für automatische Transkription und Untertitelung.
In einem Satz: Das kommende Update für Final Cut Pro hat es verdammt nochmal in sich.
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Der Haken an der Sache
Ein kleines, aber fieses Haar gibt es in der schmackhaften Suppe. Das Update kommt nur für die Abo-Version von Final Cut Pro. Habt ihr euch wie ein gewisser Autor das Schnittprogramm für stolze 350,00 Euro gekauft, dann kommt ihr euch vielleicht auch … veräppelt vor.
Sei’s drum, ich mache das Beste daraus! Denn für 13,00 Euro ist die Integration von MotionVFX ein Deal, den ich sofort einschlagen werde. Und ganz nebenbei versuche ich mich mit Pixelmator Pro anzufreunden, um mich von Photoshop zu lösen.
Denn auch wenn der Wechsel von Abo zu Abo eine gewisse Ironie innehat und die Abhängigkeit nicht löst, spare ich so jeden Monat eine gute Menge Holz. Und darauf kommt es mir schließlich auch an.

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