Apple erhöht seine Preise drastisch – das Signal ist eindeutig: Wer jetzt kauft, steht am Ende besser da

Schließlich gilt dieses Signal längst nicht nur für Apples Produkte.

Ich sags nicht gerne: Der Kauf eines neuen Macs oder iPads kann sich jetzt lohnen. Für viele wird es jedoch nicht notwendig sein. (Bildquelle: Patrick S.GameStar Tech) Ich sag's nicht gerne: Der Kauf eines neuen Macs oder iPads kann sich jetzt lohnen. Für viele wird es jedoch nicht notwendig sein. (Bildquelle: Patrick S./GameStar Tech)

»Man weiß, dass es schlecht steht, wenn Apple die Preise erhöht.«

Wie The Verge passend schreibt, hat der Tech-Riese seine Kunden bislang von saftigen Preiserhöhungen verschont. Durch hohe Margen und große Einkaufsvolumen konnte Apple Preisschwankungen bisher stets souverän abfedern.

Damit ist nun Schluss, wie Tim Cook vor wenigen Tagen eingestehen musste. Der große Knall kommt jedoch plötzlich und betrifft vorerst Macs, iPads und Apple TV. Bis zu 400 Euro mehr müsst ihr für ein MacBook zahlen.

Dabei ist Apple nur das letzte Glied einer leidigen Kette. Dell, HP, Acer und Asus haben ihre Kundschaft längst auf die höheren Preise eingeschworen. Mit jeder dieser Mitteilungen scheint sich das Signal wie eine Dauerschleife zu wiederholen:

Wer jetzt kauft, steht am Ende besser da.

Patrick Schneider
Patrick Schneider

Patrick ist ein echter Glückspilz. Er hat teure Anschaffungen vor vereinzelten Preiserhöhungen getätigt und ist somit davon verschont geblieben. In den nächsten Jahren sieht er auch keinen zwingenden Bedarf für eine Neuanschaffung in den Bereichen Laptops, Gaming-Hardware oder Smartphones. Dennoch kann er es kaum fassen, mit welchen Preisen nun zu rechnen ist.

Also: besser jetzt kaufen?

Bitte versteht es nicht als persönlichen Aufruf zum Kauf. Die bittere Wahrheit steht aber bereits live auf apple.de. Für ein nagelneues MacBook Air werden nun stolze 1.400 Euro fällig, 200 Euro mehr als zuvor.

Ein iPad Pro mit 13 Zoll kostet jetzt sage und schreibe 1.650 Euro, also ebenfalls 200 Euro mehr. Auch das neue Lieblingsmodell MacBook Neo wirkt mit 800 Euro nicht mehr so richtig günstig.

Während einige Händler wie Otto die neuen Preise bereits übernommen haben, sind die Modelle im Netz noch zu vergünstigten Preisen zu finden. Die Frage lautet: Wie lange noch?

Der Prime Day befindet sich im Endspurt und die Auswahl an Restposten wird kleiner. Wer schnell ist, kann möglicherweise eine gute Stange Geld sparen. Und das betrifft nicht nur die Apple-Produkte.

Video starten 15:01 iPad (Pro) oder MacBook? Diese Unterschiede müsst ihr 2026 kennen

Vermutlich nicht die letzten Preiserhöhungen

Die goldene Stunde der PC-Handhelds ist längst vorbei. Das Steam Deck ist inzwischen deutlich teurer geworden, und die Konkurrenz bietet ihre neuen Modelle selbstbewusst im hohen vierstelligen Bereich an. Microsoft holt derweil zur weiteren Preiserhöhung für seine Xbox aus.

Und das werden mit Sicherheit nicht die letzten Meldungen dieser Art bleiben.

Der Chiphersteller Micron geht davon aus, dass die derzeitige Versorgungslage bis mindestens 2027 bestehen bleibt. Intels CEO Li-Bu Tan rechnet hingegen erst ab 2028 mit einer Entspannung der Lage (via Bloomberg).

Andere Analysten prognostizieren eine Entspannung erst für das Jahr 2030. Wer jetzt zögert, hat entweder keinen Bedarf oder muss mit noch höheren Preisen rechnen.

Ob das auch auf Apple zutrifft, weiß vermutlich nicht einmal das Unternehmen selbst.

Wann sich ein Mac-Upgrade vorrangig lohnt

Es gibt aber auch gute Nachrichten.

Ein Upgrade des Apple-Computers (egal ob iPad oder Mac) lohnt sich nicht immer. Selbst die Leistung eines fünf Jahre alten M1-Macs ist im Alltag mehr als ausreichend.

Der Sprung vom M1 Pro auf einen M5 mit 8-Core-GPU macht sich in meinem Alltag kaum bemerkbar, den Akku mal ausgeklammert. Lediglich beim Videoschnitt ist die bessere Leistung für mich ein Segen. Die Timeline lässt sich nicht nur geschmeidiger schneiden, auch der Export geht deutlich flotter.

Ein kurzer Vergleich:

  • Ein 8-minütiges Video in 4K braucht beim MacBook Pro mit M1-Pro-Chip rund 10:18 Minuten zum Exportieren.
  • Beim MacBook Air mit M5-Chip sind es hingegen nur rund 3:51 Minuten.

Kein anderes Gerät habe ich täglich so intensiv genutzt wie den Kollegen im Bild. Und das macht sich inzwischen bemerkbar: Nach etwa zwei bis drei Stunden kratzt der Akku an der 20-Prozent-Anzeige. (Bildquelle: Patrick S.GameStar Tech) Kein anderes Gerät habe ich täglich so intensiv genutzt wie den Kollegen im Bild. Und das macht sich inzwischen bemerkbar: Nach etwa zwei bis drei Stunden kratzt der Akku an der 20-Prozent-Anzeige. (Bildquelle: Patrick S./GameStar Tech)

Wer keine leistungszehrende Software nutzt, fährt weiterhin zuverlässig und spart Geld. Und wer einen neueren Apple-Computer besitzt, ist ohnehin gut versorgt.

Für die ganz alten Eisen mit Intel-Chips wird es hingegen eng. Mit macOS 27 ist Schluss. Neue Systemupdates wird es ab jetzt nicht mehr geben. Hier wird der Sprung in puncto Effizienz und Leistung zudem deutlicher ausfallen.

Ältere Modelle und Windows als Rettungsring

Seid ihr nicht an das Apple-Ökosystem gebunden, muss es nicht zwingend ein neuer Apple-Laptop sein – und erst recht nicht das neueste Modell.


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Ältere Macs sind im Internet günstiger zu haben und bieten, wie bereits erwähnt, eine ordentliche Leistung. Zwar sind auch Windows-Laptops teurer geworden, aber je nach Anforderungen gibt es deutlich günstigere Modelle.

Ob sich »jetzt schnell zuschlagen« für euch letztlich lohnt, hängt von eurem Gerät und den Anwendungen ab, die ihr nutzen wollt. Ob und wann die nächste Preiserhöhung kommt, weiß niemand, aber so viel ist sicher: Günstiger wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so schnell.


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