Kein Apple Intelligence für mein iPhone: Mithilfe einer App habe ich meine Lieblingsfunktion aber einfach nachgerüstet

Apple Intelligence kann unter anderem störende Objekte aus Fotos entfernen. Da mein Handy das Feature aber nicht bekommt, habe ich mir eine App-Lösung gesucht.

Kein Apple Intelligence für mich – ein Feature habe ich mir deshalb einfach als App installiert. Kein Apple Intelligence für mich – ein Feature habe ich mir deshalb einfach als App installiert.

Bei den neuen KI-Funktionen von Android und iPhone finde ich besonders ein Feature praktisch: Das automatische Entfernen von Hintergrundobjekten in Fotos. Personen, Kabel von Strommasten und Co. verschwinden innerhalb weniger Sekunden aus dem Bild. Ich fotografiere gerne und empfinde die Funktion als sehr nützlich.

Bei Apple Intelligence nennt sich das entsprechende Feature »Bereinigen«. Aktuell gibt es die KI-Funktionen bisher nicht in der EU, allerdings startet Apple Intelligence hierzulande im April. Aber es kommen nicht alle iPhone-Nutzer in den Genuss der neuen KI-Features. Ausschließlich Besitzer vom iPhone 15 Pro sowie der iPhone 16-Reihe dürfen sich freuen.

Mein iPhone bleibt außen vor

Ich selbst nutze ein iPhone 13 Pro, also muss ich auf Apple Intelligence verzichten. Schade, denn über die Foto-Funktion hätte ich mich wirklich gefreut. Ich habe daher nach einer Lösung gesucht und sie für mich in Form einer eigenständigen App entdeckt.

In den App Stores gibt es diverse Apps dieser Art und auch bekannte Fotobearbeitungs-Programme wie Lightroom bieten eine solche Funktion an.

Aber: Gute und kostenlose Lösungen für das iPhone habe ich nicht gefunden. Ihr solltet daher selbst entscheiden, ob das Feature es euch wert ist, dafür zu bezahlen.

Meine Lösung: TouchRetouch

Die App »TouchRetouch« kostet monatlich 1,12 Euro, wenn ihr euch für das Jahres-Abonnement für 14,99 Euro entscheidet. Zudem gibt es eine kostenlose Testversion, sodass ihr die Software im Vorfeld ausprobieren könnt, ohne sie gleich kaufen zu müssen.

Das Programm bietet verschiedene Werkzeuge, um Objekte zu entfernen. Es gibt unter anderem ein spezielles Tool, wenn der Hintergrund komplexer ist durch Pflanzen, Muster oder Ähnliches. Ein weiteres Werkzeug ist spezialisiert auf Stromleitungen.

Die Bedienung von »TouchRetouch« ist einfach, die Ergebnisse sind wirklich gut. Die Bedienung von »TouchRetouch« ist einfach, die Ergebnisse sind wirklich gut.

Praktisch: Beim Markieren von zu entfernenden Objekten wird im Bildschirm eine Lupe eingeblendet. So sieht man direkt, wo der Finger gerade ist und man kann das Objekt feiner markieren. 

Es gibt darüber hinaus weitere KI-Funktionen, die Objekte im Bild automatisch erkennen und entfernen können. Beispielsweise kann ein Werkzeug Zäune erkennen und entfernen – das kann nützlich sein, wenn ihr Tiere im Gehege fotografiert.

Was mit an der Software besonders gefällt, ist einerseits die einfache Bedienung. Zudem stehen viele Tutorials für Anfänger bereit. Andererseits überzeugen mich auch die Ergebnisse. Nicht immer sind sie perfekt, gerade wenn Hintergründe schwierig sind. Aber letztlich gelingt das schon einwandfrei. 

Die App bietet daneben noch einige weitere Bearbeitungsfunktionen an. So lassen sich etwa Personen vom Hintergrund freistellen und gesondert bearbeiten. Auch das Ersetzen des gesamten Hintergrundes ist möglich.

TouchRetouch im Google Play Store herunterladen

TouchRetouch im App Store herunterladen

Empfehlenswerte Alternative: Adobe Lightroom

Adobe Lightroom hatte ich bereits angesprochen. Die Software richtet sich sowohl an Profis als auch Hobbyfotografen. Sie bietet zahllose Bearbeitungsfunktionen für Fotos an, darunter eben auch die Möglichkeit, Objekte aus Aufnahmen zu entfernen. 

Das Feature gibt es sowohl in der klassischen Desktop-Software als auch in den mobilen Versionen für Android und iPhone. Das Programm setzt ebenfalls auf ein Abomodell. Die mobile Variante gibt es ab 1,99 Euro pro Monat, die Kosten ändern sich je nach der Größe des gewählten Cloudspeichers.

Das »Generative Entfernen« in Adobe Lightroom liefert ebenfalls sehr gute Ergebnisse. Die Handhabung ist jedoch nicht ganz so gut wie bei TouchRetouch. Das »Generative Entfernen« in Adobe Lightroom liefert ebenfalls sehr gute Ergebnisse. Die Handhabung ist jedoch nicht ganz so gut wie bei TouchRetouch.

Lightroom hat gegenüber Retouch den Vorteil, dass es neben der Entfernungsfunktion noch deutlich mehr Werkzeuge zur regulären Fotobearbeitung besitzt. Allerdings ist es gerade für Anfänger nicht ganz so einfach zu bedienen und erfordert etwas Eingewöhnungszeit. 

Zudem gibt es keine Lupenfunktion beim Markieren. Der Finger überdeckt also den Bildschirm und ein genaues Maskieren ist so schwieriger. Insgesamt bietet TouchRetouch in Hinblick auf das Entfernen von Objekten auch deutlich mehr Werkzeuge und vor allem welche für verschiedene Anwendungszwecke.

Adobe Lightroom im Google Play Store herunterladen

Adobe Lightroom im App Store herunterladen

Wenn ihr allerdings eine App sucht, die sowohl Objekte entfernen als auch eure Fotos umfassend bearbeiten kann, dann lege ich euch Lightroom ans Herz – die Software ist zur Nachbearbeitung wirklich hervorragend.


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Ich habe noch weitere Anwendungen aus dem App Store getestet, kann sie jedoch nicht empfehlen. Die Ergebnisse waren zwar ebenfalls größtenteils gut. Die Preise lagen jedoch teilweise bei über drei Euro pro Woche und mehr – das ist mir persönlich für diese eine Funktion zu teuer.

Nutzt ihr eine spezielle App, um Objekte aus Fotos zu entfernen? Habt ihr eine kostenlose Lösung gefunden, die ihr empfehlen könnt? Teilt uns eure Meinung gerne in den Kommentaren mit!

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