Ich arbeite immer öfter unterwegs – im Hotel, in Bahn und Flugzeug, in Messe- und Eventhallen.
Jeder dieser Orte bringt ein eigenes Problem mit: Im Zug oder der Halle ist es gern mal zu laut zum konzentrierten Arbeiten, mal fehlt eine (funktionierende) Steckdose für den zur Neige gehenden Handyakku, und mal braucht es höherwertige Qualität für Aufnahmen.
In diesem Artikel stelle ich euch die Technik vor, die meine Bedürfnisse abdeckt, warum ich sie mitnehme, welche Schwächen sie hat und worauf ihr beim Kauf achten solltet.
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Der Arbeitsplatz im Rucksack
Natürlich ist der Laptop Teil der absoluten Basics, aber ohne Grundlage geht nichts. Generell ist die Wahl des richtigen
Notebooks mit zwei Kriterien schnell erfüllt: möglichst leicht und möglichst ausdauernd müssen unsere mobilen Arbeitsplätze sein.
Im Kontext der Akkuleistung gab es in den jüngsten CPU-Generationen mehr als ordentliche Fortschritte: Seit Intel Lunar Lake (Core Ultra 200) und AMD Strix Point (Ryzen AI 300) versprechen die Hersteller teils Laufzeiten von über 25 Stunden.
- Meine Wahl fiel auf das Lenovo ThinkPad X9 15 Gen 1, das mit seinen 12,9 Millimetern in der Dicke bei einem Gewicht von 1,4 Kilogramm mehr als nur tragbar ist.
- Bei der Laufzeit lässt sich das Herstellerversprechen von bis zu 21 Stunden zwar nicht einlösen. Die rund 13 Stunden, die das Notebook bei mir durchhält, reichen aber locker für meinen Arbeitstag aus – Überstunden für spontane Eilmeldungen eingerechnet.
Moderne Laptops bezahlen die flache Bauweise indes mit dem Preis von weniger werdenden Anschlüssen. Für meinen Geschmack sind das auch beim Lenovo-Modell zu wenige. Das ThinkPad bringt zwar HDMI 2.1 und einen USB-A-Port mit, doch sobald ein USB-C-Anschluss am Netzteil hängt, wird es eng.
Deshalb führe ich noch einen zusätzlichen USB-C-Hub mit mir, das neben einem integrierten Kartenleser (den brauchen wir später) auch eine Strom-Durchleitung sein Eigen nennt, womit ich im Zweifel auch bei mehreren am Laptop hängenden Kabeln weiter laden kann.
- Wenn ihr ein Notebook für unterwegs sucht, vergleicht Akkus in Wattstunden statt in Herstellerlaufzeiten – letztere hängen stark vom Testverfahren ab.
- Weil der Arbeitsspeicher bei schlanken Modellen häufig aufgelötet ist, wählt die Größe gleich passend.
- Beim Hub zählen Strom-Durchleitung mit einer Wattzahl, die zum Notebook-Netzteil passt, und Anschlüsse, die ihr wirklich nutzt – etwa ein Kartenleser.
ANC an, Umgebung aus
Active Noise Cancelling ist in meinen Augen (oder Ohren) die beste Entwicklung der Audiosparte, die in diesem Jahrtausend geschaffen wurde. Ich kann Lärm schlicht nicht ab, beim Arbeiten gleich doppelt nicht.
Entsprechend habe ich mir den nach einhelliger Testmeinung aktuell besten ANC-Kopfhörer gesichert: Das Sony WH-1000XM6 setzt auf zwölf Mikrofone und den QN3-Prozessor, die im Verbund den Umgebungslärm erfassen, den passenden Gegenschall erzeugen und so im Großen und Ganzen auslöschen.
Die Laufzeit liegt bei rund 30 Stunden Musikwiedergabe, und dank Multipoint – also der gleichzeitigen Bluetooth-Verbindung zu zwei Geräten – hängt der Kopfhörer parallel an Notebook und Smartphone.
- Multipoint lohnt sich, wenn ihr häufig zwischen Notebook und Smartphone wechselt.
- Bei der Laufzeit zählt, ob die Angabe mit eingeschaltetem ANC gilt.
Zur Ruhe gehört auch die Pause: Die Nintendo Switch 2 ist bei mir beruflich ohnehin dabei und dient im Zug nebenbei als Pausenfüller.
Und Nintendo scheint endlich mit dieser Spielgeneration so richtig loszulegen; Fire Emblem: Fortune's Weave hält mich inzwischen seit über einem Monat und 120 Spielstunden bei Laune – und ich bin nicht mal fertig ...
Warum das Mikrofon vor der Kamera kommt
Im Rahmen meiner Arbeiten unterwegs habe ich inzwischen regelmäßig Interviewpartner vor der Nase. Heißt auch, dass sowohl Kamera als auch Mikrofon stimmen müssen. Erfahrungsgemäß ist hier der Ton wichtiger als das Video, weshalb ich zur Audioaufnahme auf eine externe und vor allem tragbare Lösung setze.
Da mein erstes Interview recht spontan absolviert wurde, musste ich hierfür auf ein Leihgerät eines Freundes zurückgreifen: Das Hollyland Lark M2S konnte mir gute Dienste erweisen, wenn es um stationäre Gespräche ging. Mit seinen zwei Sendern und einem USB-C-Empfänger hatte es für diesen Zweck genau das, was ich brauchte.
- Allerdings sollte ich a) das Teil mal wieder zurückgeben (sorry Sven) und b) war es für spontan entstehende Interviews unterwegs dann doch etwas zu fummelig, mich und den Gesprächspartner mit einem Sender auszustatten und dann alles einzurichten.
- Hier schiele ich auf die Content-Creator-Marke Elgato, die mit dem Wave Go jüngst eine eigene Fassung eines solchen Mobilmikros ankündigte, das sich mit einer »Smart Handle«-Funktion zu einer Handkeule bequem umfunktionieren lassen soll.
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Fürs Bild sorgt wiederum die eigentlich als Action-Kamera konzipierte Insta360 Ace Pro 2. Hier war mir wichtig, dass die kleine Kamera kompakt und unauffällig bleibt, während sie wahlweise für Messerundaufnahmen oder im Webcam-Modus am Laptop arbeitet.
Hinzu kommt das (separat erhältliche) Nahobjektiv, das Detailaufnahmen am Messestand erlaubt, die ein Kamerastativ ruhig hält.
- Schaut auf den Arbeitsabstand, den das Objektiv abdeckt – beim Nahobjektiv der Ace Pro 2 nennt Insta360 zehn bis 75 Zentimeter.
- Wer Detailaufnahmen plant, sollte ein Stativ gleich mit einkalkulieren.
- Beim Funkmikrofon lohnt der Blick ins Kleingedruckte: Die Reichweite gilt in Sichtlinie.
- Achtet außerdem auf den Empfänger – USB-C, Lightning oder 3,5-Millimeter-Klinke, je nach Gerät.
Wer einmal ein Foldable hat ...
Ich bin großer Foldable-Fan, schon seit der ersten Generation habe ich mich auf den faltbaren Formfaktor festgelegt und nie wieder zurückgeblickt.
Nach Jahren der Stagnation hat Samsung mit dem Galaxy Z Fold 8 ein fantastisches Format geschaffen, wie ich finde: Zugeklappt ist das Handy wunderbar handlich, während ich im aufgeklappten Zustand mehr als genug Displayfläche habe, um Arbeiten »auf die Schnelle« zu erledigen (oder im Hochformat Mangas zu lesen).
Wenn es einen Haken gibt, dann ist das die reale Akkulaufzeit, die im Dauereinsatz gerade so den Arbeitstag durchhält, weshalb sicherheitshalber eine Powerbank dabei ist.
In meinem Fall habe ich eine mit 20.000 mAh Kapazität – was dank neuer Flugbestimmungen durchaus ins Gewicht fallen kann, wie ich bei meinem letzten Trip mit der Lufthansa lernte.
- Die Obergrenze für mitgeführte Powerbanks liegt hier bei 100 Wattstunden; zudem darf man sie neuerdings an Bord nicht nutzen.
- Beim Kauf rechnet ihr Milliamperestunden selbst um: Kapazität mal Nennspannung (meist 3,6 bis 3,7 Volt) geteilt durch 1.000 ergibt die Wattstunden. Bleibt das Ergebnis unter 100, liegt die Powerbank innerhalb der Grenze.
Zum Glück waren meine bisherigen Flüge eher auf Kurzstrecke ausgelegt, sodass ich keinen akuten Bedarf für das Laden im Flug hatte. Schaut zusätzlich auf die Ausgangsleistung: Für Smartphones genügen 22,5 Watt; ein Notebook verlangt bei einer Powerbank deutlich mehr.
Schreibt uns gerne in die Kommentare, welche Technik bei euch unterwegs nicht fehlen darf!

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