Seit der Ankündigung von Arc Raiders hat sich das Spielprinzip grundlegend gewandelt. Was als Koop-Kampf gegen riesige Maschinen aus dem All begann, ist heute ein Extraction-Shooter, in dem die größte Gefahr oft von anderen Spielern ausgeht.
Doch nicht jeder Fan der ersten Stunde ist mit dieser Neuausrichtung glücklich. Die Rufe nach einem entspannteren Modus ohne die ständige PvP-Bedrohung durch menschliche Gegner sind laut.
Aleksander Grøndal von den Embark Studios stellte sich im Interview unseren Fragen und erklärte, warum dieser Schritt für das Studio notwendig war – und wie die Chancen für reine PvE-Inhalte in der Zukunft stehen.
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Warum das reine PvE gestrichen wurde
Laut Grøndal war die Entscheidung, PvP-Elemente hinzuzufügen, keine leichte, aber eine notwendige Maßnahme für das Spieldesign. In den frühen Tests des ursprünglichen Koop-Konzepts stellte das Team fest, dass dem Spiel eine entscheidende Zutat fehlte: Spannung.
Zwar funktionierten die Mechaniken im Kampf gegen die Arcs, doch die Begegnungen wurden schnell zu berechenbar. Es fehlte das Element der Ungewissheit, das in einem dauerhaften Service-Game für Langzeitmotivation sorgt. Erst durch die Einführung anderer Spieler als unberechenbare Variable entstand laut Grøndal jene »Bedrohung«, die das Gameplay von Arc Raiders heute ausmacht.
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Der größte Wunsch der Fans wäre der Todesstoß für ARC Raiders!
Das sagt der Entwickler zur PvE-Zukunft
Auf die konkrete Frage, ob ein reiner PvE-Modus damit komplett vom Tisch sei, reagierte Grøndal jedoch nicht mit einem absoluten »Nein«, sondern ließ eine Hintertür offen. Aktuell liegt der Fokus des Teams zu 100 Prozent auf der Roadmap und der PvPvE-Erfahrung, da man die Balance und die Spannung des Hauptspiels nicht verwässern möchte.
Dennoch sieht er Potenzial für die Zukunft. Im Interview sagt er:
»Ich glaube durchaus, dass wir Erlebnisse im Spiel haben können, die mehr auf eine PvE-Erfahrung ausgerichtet sind. [...] Aber ich bin mir nicht sicher, wann genau wir dazu kommen werden, uns das anzusehen. Das müsste also etwas für die Zukunft sein.«
Das Hauptproblem bei der Umsetzung eines solchen Modus sei es, die fehlende Spannung durch menschliche Gegner adäquat zu ersetzen. Man könne die PvP-Elemente nicht einfach abschalten, ohne dass sich das Spiel plötzlich leer oder zu einfach anfühle.
Sollte Embark in Zukunft reine PvE-Inhalte – etwa in Form von Events oder speziellen Modi – anbieten, müssten diese speziell dafür designt werden, um die fehlende Gefahr durch andere Spieler auszugleichen.
Wenn ihr euch das komplette Interview mit Aleksander Grøndal ansehen wollt, in dem er auch über Anti-Camping-Maßnahmen und das »Vespa-Punk«-Setting spricht, findet ihr die Aufzeichnung unserer neuen GameStar Morning Show auf unserem Twitch-Kanal. Dort erfahrt ihr auch mehr über die Hintergründe des ungewöhnlichen Süditalien-Settings und das Progressionssystem.
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