Auch wenn ich inzwischen den Großteil meines Geldes mit Videospiel-Journalismus verdiene, habe ich zum Erstaunen aller meiner ehemaligen Lehrer selbst ein abgeschlossenes Lehramtsstudium. Im Rahmen dessen habe ich sowohl als Lehrkraft gearbeitet als auch diverse Praktika an Schulen absolviert.
Relevant ist das Jahr 2023, als in der sechsten Klasse eines Gymnasiums eine Unterrichtsreihe zum alten Ägypten durchgeführt habe. Wie war die Gesellschaft aufgebaut? Wie wurde geschrieben? Warum wurden die Pharaonen mumifiziert? Warum ist das wichtig? All das ließ sich mit herkömmlichen Unterrichtsmaterialien hervorragend beantworten und demonstrieren.
Anders sah es jedoch mit Pyramiden, Landschaften und dem Leben am Nil aus. Klar, es gab unendlich viele Schaubilder. Aber das war für viele Kinder zu abstrakt. Sie verstanden das Schaubild, aber das auf die eigene Lebensrealität zu übertragen, fiel manchmal schwer. Wirklich hängen bleibt dann meist wenig. Also musste ich kreativ werden, und mein Blick fiel auf die gute alte PlayStation, die ich zuvor nur zum Prokrastinieren verwendet habe.
Historische Inhalte in Videospielen
Während meiner Ausbildung hatte ich ein Seminar, das sich mit historischen Inhalten in Videospielen und deren Vermittlung von historischem Wissen beschäftigt hat.
Dabei wurden dann Fragen beantwortet wie: Welche Potenziale und Gefahren bieten historische Inhalte in Videospielen? Welche Chancen bieten Videospiele im Unterricht?
Aber auch richtige Kontroversen: Dürfen Spiele wie Through the Darkest of Times, die den Schrecken der NS-Zeit beleuchten, überhaupt Spaß machen? Wie viel Historizität steckt in Alternate-History-Spielen wie Wolfenstein: The New Order?
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