Seit einer Woche ist Avowed nun draußen und kommt bei der Spielerschaft offenbar recht gut an. Beim Kritikerportal Metacritic steht Obsidians neuestes Werk aktuell bei einer soliden 80; auch bei Steam zeichnen die zu 77 Prozent positiven Rezensionen das Bild eines grundsoliden Fantasy-Rollenspiels.
Auch die Verkaufszahlen scheinen sich für das Entwicklerstudio wohl auf einem zufriedenstellenden Niveau zu bewegen. Das deutet zumindest ein Interview des amerikanischen Nachrichtenportals Bloomberg mit Game Director Carrie Patel an. Konkrete Zahlen wurden zu Avowed bislang aber nicht veröffentlicht.
13:23
Avowed hat das »Open« in Open World verstanden - obwohl es eigentlich gar keine hat
Im Gespräch mit Bloomberg-Journalist Jason Schreier sagte die Chefentwicklerin im Hinblick auf Obsidians nächste Projekte: Jetzt, wo wir diese wunderbare Welt erschaffen haben und auch die Teamstärke und das Muskelgedächtnis um den Inhalt und das Gameplay in dieser Welt aufgebaut haben, würde ich gerne sehen, wie wir mehr daraus machen.
Zwar wollte Patel noch keine konkreten Versprechungen machen, allerdings wird deutlich, dass die Entwickler darüber nachdenken, Avowed entweder fortzusetzen oder zu erweitern. Die Idee von etwas Neuem [einem neuen Spiel] sei zwar reizvoll, so Patel. Laut Schreiers Bericht sei es allerdings wahrscheinlicher, dass Obsidian auf dem Fundament von Avowed Erweiterungen oder Fortsetzungen realisieren wird.
Einen Zeitplan dafür gibt es allerdings noch nicht. Denn aktuell werkelt Obsidian noch fleißig an seinem nächsten großen Rollenspiel-Projekt The Outer Worlds 2, das ebenfalls noch 2025 erscheinen soll. Gut möglich, dass dafür nun einige Kräfte aus dem Avowed-Team abgezogen werden. Mit einem DLC ist somit erst nach dem Release des Weltraum-Sequels zu rechnen. Das letzte Wort in dieser Sache hat aber ohnehin Publisher Microsoft.
Insgesamt hat die Entwicklung von Avowed laut Patel rund sechs Jahre gedauert. Das Spiel wurde zwischendurch zudem mehrmals komplett umgekrempelt. Von einem Multiplayer-Konkurrenten zu Skyrim hin zum Singleplayer-Titel mit Hub-Welt und starkem Storyfokus.
Die guten Zahlen für Avowed sind übrigens alles andere selbstverständlich. Denn das Rollenspiel erschien direkt zum Launch im Game Pass. Abonnenten mussten Avowed also gar nicht extra kaufen.
Obendrein machte Publisher Microsoft vor Veröffentlichung kaum Werbung für das Rollenspiel - zumindest verglichen mit ähnlich großen Projekten. Dass Avowed so gut ankommt, dürfte für die Entwickler in solch wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein Segen sein.
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