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Battlefield 6: Der spannendste neue Modus fliegt zu Unrecht unter dem Radar – seine Zukunft bereitet mir aber Sorgen

Mit Gauntlet brachte Season 1 von Battlefield 6 einen neuen Modus, der sich mal etwas anderes traut - über den aber kaum jemand redet. Ein Gespräch mit den Entwicklern konnte meine Sorgen nicht abmildern.

Gauntlet ist ein guter Spielmodus, doch reicht das aus? Gauntlet ist ein guter Spielmodus, doch reicht das aus?

Der Release der ersten Season von Battlefield 6 sorgte für viele Diskussionen. Multiplayer-Spieler waren unglücklich mit der neuen Map und beklagten das Fehlen wichtiger Bugfixes. Der kostenlose Battle-Royale-Modus stieß auf gemischtes Feedback und sorgte nicht für einen dauerhaften Anstieg der Spielerzahlen.

Komplett links liegen gelassen wurde aber der zweite kostenlose Spielmodus, der im Battlefield-Ableger Redsec steckt. Über Gauntlet wird unter Spielerinnen und Spielern kaum diskutiert, der squadbasierte Eliminierungsmodus geht bislang komplett unter. Ich habe mit den Entwicklern darüber geredet, was Gauntlet ausmacht und wie es sich weiterentwickeln soll - und bin immer noch besorgt um seine Zukunft.

Gauntlet hätte Besseres verdient

Das ist wirklich schade, denn wenn Battlefield 6 etwas richtig gut gelungen ist, dann sind es neue Spielmodi. Escalation ist etwa eine gelungene Weiterentwicklung von Eroberung, die den klassischen Battlefield-Modus mit dem Spielgefühl der Operationen vereint und noch mehr Fokus auf das Erobern der Ziele legt.

Gauntlet ist dagegen etwas vollkommen Neues: Ein squadbasierter Modus, in dem ich eine Art Turnier bestreite. In jeder Runde wird einer von 12 Mini-Modi gespielt und nur die besten Teams kommen weiter, bis es einen Sieger gibt. Und selbst mir, der eher zu entspannteren Spielmodi wie Eroberung tendiert, macht das richtig viel Spaß. Denn Gauntlet schlägt eine Brücke zwischen dem klassischen Multiplayer und Battle Royale.

Video starten 2:37 Battlefield 6 RedSec - Erstes Gameplay zum brandneuen, kostenlosen Battle-Royale-Ableger

Ich habe hier zwar nicht den extremen Druck, dass ein Fehler das Ende meiner Runde (oder eine lange Auszeit) bedeutet. Aber trotzdem zählt meine Leistung und kann den Spielausgang beeinflussen, anders als in einer Eroberungs- oder Durchbruchsrunde, wo mein Squad zwar einen Unterschied machen kann, aber meist nicht allein über Sieg und Niederlage entscheidet.

Gauntlet ist perfekt, wenn ich ein festes Squad aus Freunden habe: Der Modus verlangt nach mehr Koordination und Taktik als der normale Multiplayer und die Risiken sind höher. Aber ich bekomme trotzdem jede Menge Action und einigermaßen kurze Runden im Vergleich zum Battle Royale.

Wie geht es weiter?

Egal, wie gut Gauntlet aber ist, momentan interessiert der Modus offenbar fast niemanden und das sollte sich ändern. Dessen ist sich auch Thomas Andersson, Creative Director bei den Battlefield Studios bewusst, glaubt aber an die Zukunft von Gauntlet. Aktuell sei der Modus noch sehr jung und es wäre nur natürlich, wenn Spielerinnen und Spieler sich zunächst dem zuwenden, was sie schon kennen.

Gauntlet wolle man aber auf lange Zeit unterstützen und sei schon jetzt sehr zufrieden damit, wie der Modus funktioniert. Wie man sich die Zukunft von Gauntlet vorstellt, erzählt mir Isabel Conde, Game Designer bei Ripple Effect:

  • Natürlich wird es neue Missionstypen für Gauntlet geben, die mehr Abwechslung in den Modus bringen. Am 18. November kommt etwa Rodeo dazu, eine Mission, bei der die Squads sich Panzer sichern und damit Abschüsse erzielen müssen.
  • Für den dritten Teil von Season 1 ist außerdem eine Art Eventmodus auf der Winterversion der Karte Empire State geplant. Der soll aus einer festen Abfolge von drei Gauntlet-Missionen bestehen und überraschenderweise auch Storyelemente enthalten.

Regelmäßig neue Missionen und Versionen für Gauntlet, die den Modus stetig wachsen lassen? Das klingt eigentlich gut und würde wahrscheinlich ausreichen, wenn der Spielmodus jetzt schon beliebt wäre. Doch ich habe das Gefühl, dass die Battlefield-Entwickler hier ein wenig zu sehr darauf vertrauen, dass Gauntlet seine Fans schon noch finden wird. Ich bezweifle, dass eine wie auch immer geartete Story in dem Spielmodus viele Spielerinnen und Spieler anziehen wird.

Natürlich kann es sein, dass man aktuell einfach nicht mehr verraten und sich in der Öffentlichkeit zuversichtlich zeigen will. Aber möglicherweise gibt es auch hier einen Mangel, der sich auch im Multiplayer bemerkbar macht:

Es fehlt schlicht an einer klaren Richtung, in die der Shooter sich entwickeln will. Entscheidungen werden anhand kurzfristiger Reaktionen und Daten getroffen, während es offenbar keinen konkreten Plan zu geben scheint, wo man in ein oder zwei Jahren stehen will. Ich hoffe wirklich, dass ich mich täusche, egal ob es um den Multiplayer oder Gauntlet geht. Aber das müssen die Entwickler erst noch beweisen.

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