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Ärger um KI-Skins: Battlefield 6 macht sich mit Season 5 unnötig das Leben schwer

Die fünfte Season von Battlefield 6 ist gestartet, doch auf Social Media drehen sich die Gespräche nicht um die neuen Maps und Waffen, sondern um KI-Skins und Balance-Updates. Das müsste doch nicht sein.

»Ich soll D pushen? Machst du Witze? Da bekomme ich noch einen Fleck auf meine 24-Karat-Schutzweste aus Gold!« »Ich soll D pushen? Machst du Witze? Da bekomme ich noch einen Fleck auf meine 24-Karat-Schutzweste aus Gold!«

Ich bin frustriert: Season 5 von Battlefield 6 sah beim Anspielen richtig vielversprechend aus. Gleich zwei große All-Out-Warfare-Karten zum Start statt nur einer? Jede Menge neue Waffen und die Aussicht auf einen Serverbrowser im Dezember? Ich hatte gehofft, das bisher größte Inhaltspaket für den Shooter wäre ein positives Signal für die Fans. Doch stattdessen schießt sich Dice ins Knie - schon wieder.

Die alte Leier

Wer einen Blick auf X oder Reddit wirft, merkt schnell: Über die neue Season wird viel diskutiert, allerdings geht es dabei nur um eins: Schlechte Skins.

Denn Fans werfen den Entwicklern vor, bei den Konzepten und der Ausarbeitung der neuen Soldaten-Skins im Battle Pass KI-Unterstützung genutzt und das Ergebnis dann nicht einmal ordentlich kontrolliert zu haben. Hinweise darauf will man bei mehreren Skins gefunden haben:

Auch ein alter Streit flammt wieder auf. Vielen Spielerinnen und Spielern gehen einige der Skins außerdem viel zu weit über das hinaus, was sie als geerdet und realistisch empfinden. Dabei wird auch gerne der Design Director von Battlefield 6 zitiert:

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Es ist nicht das erste Mal, dass die Skins in Battlefield 6 für Diskussionen und Ärger sorgen. Schon in vorherigen Seasons gab es immer wieder Aufregung um extravagantere Skins, teilweise änderte Dice sogar noch nachträglich Soldatenuniformen, wenn der Aufschrei zu groß wurde.

Warum also begeht man denselben Fehler immer und immer wieder? Ja, mir ist bewusst, dass Dice wahrscheinlich die Skins erstellt, die sich am besten verkaufen. Aber dann hätte man vor Release nicht so ein deutliches Versprechen geben dürfen oder müsste den Spielerinnen und Spielern wenigstens im Nachhinein die Möglichkeit geben, unrealistische Skins abzuschalten. So war der ganze Ärger vorprogrammiert und vollständig vermeidbar.

Ich kann es nicht mehr sehen

Das alles wäre für mich weniger ärgerlich, wenn Battlefield 6 einfach ein schlechtes Spiel wäre, das ich ignorieren könnte. Aber mir bereitet der Shooter trotz mancher Probleme viel Freude und er ist meiner Meinung nach inzwischen auch besser geworden. Season 5 liefert mit Vegas Strip außerdem eine Karte ab, die schon jetzt zu meinen Favoriten gehört und macht alles richtig damit, gleich zwei neue Maps zum Seasonstart zu bringen.

Video starten 2:05 Battlefield 6 liefert in Season 5 zum ersten Mal drei Karten ab, jetzt gibt es einen ersten Blick auf Vegas und Area 51

Angesichts dessen ist es unendlich schade, dass es online nur um miese Skins geht und vielleicht noch um ein paar kontroverse Balancing-Änderungen. Die Verantwortung für diese Misere liegt natürlich bei Dice: Es muss den Entwicklern klar gewesen sein, welche Reaktion solche Skins auslösen würden. Es muss ihnen inzwischen auch deutlich geworden sein, dass ein zu ruckartiger Kurs bei der Balance für Unverständnis sorgt (so wurde etwa die Dauer einer Lasermarkierung von 9 auf 2 Sekunden reduziert).

Ich finde es aber auch sehr bedauerlich, dass sich überhaupt eine derart toxische Diskussionskultur um Battlefield 6 entwickeln konnte. Auch dafür lässt sich natürlich die Geschichte von Battlefield 2042 verantwortlich machen und die Fehler, die bei Battlefield 6 begangen wurden. Berechtigte Kritik an Skins sollte auch nicht unter den Teppich gekehrt werden.

Trotzdem frage ich mich: Machen wir nicht etwas falsch, wenn sich zum Release einer neuen Season fast alles nur um miese Skins dreht und Reaktionen auf die neuen Karten und Waffen kaum sichtbar sind? Geht es dann wirklich noch um das Spiel oder nur darum, sich gemeinsam mit anderen über etwas aufzuregen?

Als Battlefield- und Bethesdafan verstehe ich den Frust nur allzu gut, wenn sich Entwicklerstudios und Franchises verändern und man machtlos zusehen muss. Ich bin mir aber auch sehr sicher, dass es mir selbst schaden würde, mich ausschließlich auf das Negative zu fokussieren. Zu schnell rutschte ich dann in fatalistische Sichtweisen ab, die mir jegliche Freude und Hoffnung nehmen. Deshalb werde ich jetzt erstmal eine Runde Battlefield spielen - und Spaß haben.


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