In Battlefield 6 bekämpft ihr euch nicht nur mit Panzern, Helis und einem Arsenal aus Schusswaffen, sondern auch mit Granaten in allen Farben und Formen. Eine davon ist die Brandgranate, die euch ziemlich Feuer unterm Hintern machen kann.
Werdet ihr Opfer eines solchen Sprengkörpers und versucht, eure brennende Kluft mit Pool-Wasser zu löschen, bleibt der Erfolg allerdings aus. Haben die Entwickler da etwa ein wichtiges Detail übersehen? Tatsächlich nicht.
»Schlechtester Realismus, den ich je gesehen habe«
Auf Reddit regt sich ein Spieler genau darüber ziemlich auf und titelt in seinem Beitrag »Der schlechteste Realismus, den ich je in einem Spiel gesehen habe. Unspielbar.« [Anm. d. Redaktion: Es könnte sich hierbei auch um Ironie handeln]
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In dem Video des Spielers seht ihr, wie er von einer Brandgranate in Flammen gesetzt wird und anschließend in einen Pool hechtet. Die Flammen stört das allerdings wenig, die brennen erst einmal fröhlich weiter, bis sie irgendwann von allein ausgehen.
Gleich der oberste Kommentar bringt Licht ins Dunkel: »Das ist Thermit/weißer Phosphor. Wasser kann das Zeug nicht löschen. Lol« und auch weitere Nutzer stempeln diese Situation als »eigentlich ziemlich realistisch« ab, denn nicht jede Art von Feuer lasse sich mit Wasser löschen. Und damit liegen sie auch goldrichtig.
Die Brandgranaten in Battlefield 6 sind keine einfachen Molotov-Cocktails in Granaten-Form, sondern Sprengkörper, die durch eine heftige chemische Reaktion bei extrem hohen Temperaturen verbrennen. Dafür sind sie eben mit Thermit, weißem Phosphor und eingedicktem Brennstoff gefüllt.
12:40
Battlefield 6: Wir kämpfen auf der neuen Karte von Season 1 um ein Ölfeld im Sonnenuntergang
Wir streifen den Laborkittel über
Damit wir alle auch etwas lernen, haben wir uns mal in die Materie eingelesen: Thermit besteht im Grunde aus zwei feinen Metallpulvern. Wenn es sich entzündet, oxidiert ein Metall das andere weg, wodurch enorme Hitze freigesetzt wird.
Der weiße Phosphor hingegen reagiert mit Sauerstoff und brennt so lange, bis er verschwunden ist, wobei er nicht nur Flammen, sondern auch weißen Rauch erzeugt. Der eingedickte Brennstoff ist dazu da, das Feuer zu »binden«, damit man Gegner gezielt wegbrennen kann.
Insgesamt sind diese chemischen Reaktionen deutlich heißer als Wasser überhaupt wirken kann - es verdampft schlichtweg bevor es irgendwas kühlen könnte. In der Realität kann Wasser den Brand sogar noch deutlich gefährlicher machen, weil es sich bei hohen Temperaturen in Wasser- und Sauerstoff aufspaltet. Da Wasserstoff selbst auch brennbar ist, heizt es die Flammen weiter an.
Etwas Ähnliches passiert auch bei Speiseöl- und Fettbränden. Die solltet ihr auf gar keinen Fall mit Wasser löschen, da das Wasser unter das Fett sinkt, sich extrem schnell erhitzt und das brennende Öl nach oben katapultiert. Deckt den Brand stattdessen schnell mit einem Topfdeckel ab, sodass kein Sauerstoff mehr ran kommt. So viel zu unserem heutigen Überlebenstipp.
Ob Dice bei den Brandgranaten allerdings wirklich so realistisch wie möglich sein wollte oder die naheliegendste Möglichkeit zur Brandbekämpfung schlichtweg vergessen hat, wissen wir nicht. Auf Reddit bezweifeln jedenfalls einige User, dass die Entwickler überhaupt so weit gedacht und hier einfach einen Glückstreffer gelandet haben.
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