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Benchmarks zu Meltdown und Spectre - Wie groß ist der Leistungsverlust?

Die ersten Windows- und BIOS-Updates gegen die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre sind da. Wir testen mit Benchmarks, ob und wenn ja wie stark die Performance in Spielen & Co darunter leidet.

von Nils Raettig,
19.01.2018 16:02 Uhr

Wir testen, welchen Einfluss die Windows- und Microcode-Updates gegen Meltdown und Spectre auf die Leistung betroffener Prozessoren haben können.Wir testen, welchen Einfluss die Windows- und Microcode-Updates gegen Meltdown und Spectre auf die Leistung betroffener Prozessoren haben können.

Seit Anfang des Jahres wissen wir, dass fast alle momentan relevanten Prozessoren von den Sicherheitslücken Meltdown und insbesondere Spectre betroffen sind. Wie groß das Risiko genau ist, lässt sich nach wie vor schwer einschätzen (siehe auch unseren Übersichtsartikel »Meltdown und Spectre – Schützen schwer gemacht«), inzwischen gibt es aber immerhin die ersten Windows- und BIOS/UEFI-Updates.

Wir haben Benchmarks durchgeführt, die die Gaming Performance und Anwendungsleistung von Prozessoren vor und nach der Installation der Patches miteinander vergleichen. Dabei beschränken wir uns aus zwei Gründen zunächst auf Modelle von Intel: Einerseits sind AMD-CPUs inklusive der aktuellen Ryzen-Prozessoren wie etwa dem Ryzen 5 1600 laut offiziellen Angaben nicht von Meltdown betroffen. Die Gegenmaßnahmen im entsprechenden Windows Update greifen hier also nicht.

Andererseits gab es zum Testzeitpunkt für die von uns verwendeten AMD-Mainboards noch keine Microcode-Updates, die sich Spectre widmen würden. Erste Gegentests auf AMD-Systemen mit den neuesten Windows-Updates zeigten erwartungsgemäß keine Leistungsunterschiede. Hier lohnt es sich also erst nach der Veröffentlichung von Microcode-Updates, genauer hinzusehen.

Auf unseren PCs sind wir dabei bislang übrigens von Boot-Problemen und anderen Schwierigkeiten verschont geblieben, die im Zuge der jüngsten Windows-Updates mit AMD-Systemen auftreten können. Betroffenen soll auch das Update KB4073290 helfen können, das nur für AMD-PCs bereitgestellt wird.

Wo bekomme ich die Updates her?

Unter Windows 10 bringt das Update KB4056892 Gegenmaßnahmen zu Meltdown mit sich. Auch für Windows 8.1 und Windows 7 sind entsprechende Updates erschienen.Unter Windows 10 bringt das Update KB4056892 Gegenmaßnahmen zu Meltdown mit sich. Auch für Windows 8.1 und Windows 7 sind entsprechende Updates erschienen.

Bevor wir uns den Benchmarks widmen noch ein kurzer Blick darauf, von welchen Updates wir hier genau reden, wie ihr sie selbst finden könnt und auf welchem Weg ihr herausfindet, ob sie erfolgreich installiert wurden.

Gegen Meltdown, das primär Intel-CPUs und einige wenige ARM-Prozessoren betrifft, hat Microsoft Updates für Windows 10 (KB4056892), Windows 8.1 (KB4056898) und Windows 7 (KB4056897) veröffentlicht, die seit dem 09.01.2018 regulär über die Update-Funktion verteilt werden.

Auf all unseren Testsystemen läuft inzwischen Windows 10, der passende Patch wurde hier stets über die Windows-Update-Funktion ohne weiteres Zutun von uns installiert. Gleiches sollte auch für ältere Windows-Versionen gelten, über den offiziellen Update-Katalog und die folgenden Links ist im Zweifel aber auch der manuelle Download möglich: Windows 10Windows 8.1 Windows 7.

Bei Spectre gestaltet sich die Situation etwas unübersichtlicher, auch da die Sicherheitslücke in verschiedenen Varianten auftreten kann. Neben Software-Updates für das Betriebssystem und für Anwendungen wie vor allem Browser sind als Gegenmaßnahme auch Microcode-Updates für die Hardware notwendig.

BIOS/UEFI Updates gegen Spectre / Meltdown

Im Falle von Desktop-PCs mit aktuellen Intel-CPUs der Generationen Coffee Lake (Core i 8000), Kaby Lake (Core i 7000) und Skylake (Core i 6000) gibt es inzwischen für viele Mainboards auf den Support-Seiten entsprechende BIOS- beziehungsweise UEFI-Updates, die sich mit den Anleitungen der Hersteller und passenden Tools meist leicht installieren lassen.

Wir haben dazu immer den Weg über einen USB-Stick gewählt, auf dem die entsprechende Update-Datei gespeichert werden muss. Anschließend öffnet man beim Booten des PCs das UEFI (in der Regel per Druck auf die »Entfernen«-Taste), startet dort das Update-Tool (oft hilft ein Blick in das Handbuch, schnelle Websuche) und wählt die Datei auf dem Stick aus. Der Update-Vorgang dauert unserer Erfahrung nach meist weniger als eine Minute.

Auf manchen PCs kann es in Zuge dessen passieren, dass der Rechner ungewollt neu startet, was Intel auch offiziell bestätigt. Man arbeitet bereits an einer Lösung und stellt neue Microcode-Updates in Aussicht. Für eine höhere Sicherheit rät Intel aber dazu, dennoch die neuesten BIOS-Versionen mit Spectre-Gegenmaßnahmen zu installieren und sie nicht etwa wieder zu deinstallieren.

Auf unseren PCs sind uns diese Probleme bislang nicht begegnet, festgestellt wurden sie laut der Intel-Meldung in Zusammenhang mit Sandy Bridge, Ivy Bridge, Haswell, Broadwell, Skylake und Kaby Lake – also allen CPU-Generationen von Intel seit dem Core i7 2600K mit Ausnahme der neuen Coffee Lake-CPUs wie dem Core i7 8700K.

BIOS/UEFI-Update: Gigabyte 370 Aorus Ultra Gaming Um die Microcode-Updates für höhere Sicherheit zu installieren, haben wir Update-Tools im BIOS genutzt, hier am Beispiel des Gigabyte 370 Aorus Ultra Gaming zu sehen.

Dateiauswahl Das Tool nennt sich in diesem Fall Q-Flash. Die Update-Datei haben wir nach dem Download auf der Support-Seite des Mainboards auf einen USB-Stick kopiert, um sie beim Installationsvorgang auswählen zu können.

Update-Vorgang Der Update-Vorgang selbst ist meist in weniger als einer Minute erledigt. Es kann allerdings sein, dass der PC danach zwei, drei Mal neu starten muss, bis alle Änderungen umgesetzt sind.

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