Mit Bitcoin erschuf der Erfinder Satoshi Nakamoto eine kryptografische Währung, deren Hauptmerkmal ihr dezentraler Charakter ist. Keine Zentralbank oder Regierung sollte die vollständige Kontrolle über die Währung erhalten.
Bisher konnte sich Bitcoin nicht als weltweite Währung oder als Alternative für das bestehende Finanzsystem durchsetzen. Auch wenn dies der Popularität bisher nicht geschadet hat, wird Bitcoin immer weiter in bestehende Finanzsysteme einbezogen.
Das ist passiert: Eine Studie von Glassnode hat die Verbreitung, Schwankung und Marktkapitalisierung von Bitcoin untersucht.
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Das überraschende Ergebnis: Bitcoin wird immer mehr von institutionellen Anlegern dominiert. Mehr als 30 Prozent aller Bitcoins werden von einer kleinen Gruppe von Anlegern gehalten.
Laut Glassnode halten 216 Anleger über 30 Prozent der Kryptowährung. Unterteilt werden diese in verschiedene Gruppen wie Regierungen, Fonds, Tauschbörsen oder Firmen.
Seit 2015 haben sich die gehaltenen Bitcoins dieser Gruppe fast verzehnfacht. Von einer Summe von weniger als 600.000 Bitcoin im Jahr 2015 zu mehr als sechs Millionen Bitcoin.
Unterstützt wird die Studie von früheren Berichten. So berichtete Bloomberg bereits im Jahr 2021, dass 10.000 Investoren rund ein Drittel aller Bitcoins kontrollieren würden.
Bei den Bitcoin-Minern kontrollieren die Top 0,1 Prozent rund 50 Prozent der Kapazitäten. Damit würde die Gefahr eines sogenannten 51-Prozent-Angriffs steigen, mit dem unter anderem neue Transaktionen verhindert werden könnten.
Experten wie Burak Aras halten solch einen Angriff aufgrund hoher Kosten und der Netzwerkgröße aber für sehr unwahrscheinlich.
Der Einfluss der Politik steigt ebenfalls
Die Studie belegt auch, dass staatliche Finanzverwaltungen die Märkte ebenfalls beinflussen. Dies geschieht unter anderem durch passive Bestände, rechtliche Beschlagnahmungen und strategische politische Signale.
Die deutsche Regierung kam 2024 durch Beschlagnahmungen in den Besitz von Bitcoin, veräußerte diese allerdings bis zum darauffolgenden Jahr wieder.
Positive Auswirkungen der Veränderung
In der Studie werden auch positive Auswirkungen genannt.
- Die Volatilität, also die Schwankungsbreite des Preises, hat abgenommen. Es gibt demnach weniger große Preisschwankungen. Auch die Akzeptanz steigt durch diese Entwicklung.
- Der größte Teil des Handels mit Bitcoin wird mittlerweile über zentrale Börsen und ETFs abgewickelt. Dies gibt Anlegern mehr Sicherheit und reduziert die Risiken bei der Anlage.
Was Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamato zu der Verteilung und der Entwicklung sagen würde, ist allerdings unklar.

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