Blood of Dawnwalker ist ein tolles Storyspiel, aber es bremst mich da aus, wo es besonders weh tut

Meine rund 60 Stunden mit The Blood of Dawnwalker habe ich sehr genossen, aber manchmal fehlt es mir im Rollenspiel an Möglichkeiten, kreativ zu sein.

Coen kann leider nicht schleichen, dabei würde das perfekt zu ihm passen! Coen kann leider nicht schleichen, dabei würde das perfekt zu ihm passen!

Coen aus The Blood of Dawnwalker ist eigentlich nur ein besorgter Bruder und Sohn, der seine Familie zurückhaben möchte. Coen ist aber auch ein mächtiges Dämmerblut, das übernatürliche Vampirkräfte besitzt und zusätzlich auch noch Magie wirken kann.

Obwohl ich die Geschichte von Dawnwalker liebe, passen diese beiden Dinge für mich nicht so richtig dazu, dass Coen in Quests fast immer nur die offene Konfrontation kennt: Für mich bräuchte das Rollenspiel unbedingt eine Art Schleichsystem!

Tillmann Bier
Tillmann Bier

Tillmann ist eigentlich kein großer Schleich-Fan. Zwar bleibt er in Spielen wie Assassin's Creed oder Dishonored so unauffällig wie möglich, oft ist er aber schlicht zu ungeduldig und oft auch zu ungeschickt, um unbemerkt zu bleiben. Dass er sich in The Blood of Dawnwalker ein Schleichsystem herbeisehnt, verwundert ihn daher sogar selbst etwas. Aber es gibt einfach zu viele gute Gründe!

Coen, das Trampeltier

Zum ersten Mal kommt mir dieser Gedanke bei einer der ersten Quests in der Open World. Coen ist gerade zum Dämmerblut geworden und hat seine ersten Gegner besiegt, da bekommt er eine unmöglich erscheinende Aufgabe. Er soll einen Widerstandskämpfer aus einem gut bewachten Kerker inmitten eines Soldatenlagers befreien.

Ein Frontalangriff wäre Wahnsinn, was soll Coen allein gegen ein ganzes Bataillon von Soldaten anrichten? Also versuche ich es auf die freundliche Art: Mit Silberzunge und ein paar Goldstücken schaffe ich es dann auch ins Lager und kann sogar ungehindert mit dem Gefangenen sprechen. Ihn da herauszuholen wird aber deutlich schwieriger.

Video starten 5:50 Immerhin einen Weg gibt es, den Rebellen möglichst unauffälig zu befreien.

Also komme ich nachts wieder, da sollten schließlich die meisten Soldaten schlafen. Natürlich spaziere ich nicht einfach zum Tor hinein, sondern nutze meine Vampirkräfte, um direkt auf den Turm zu klettern, in dem sich der Kerker befindet. Ich fühle mich richtig schlau - bis DING, DING, DING eine Glocke ertönt und das ganze Lager aufweckt. Ich muss etwas falsch gemacht haben!

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