BMW folgt Mercedes: Nach 4 Jahren wird es in Deutschland kein einziges Auto mit Selbstfahr-Stufe 3 mehr geben

Weil es kaum jemand nutzt, verzichtet wohl auch BMW zukünftig auf das Level-3-System.

Der nächste 7er-BMW kommt wohl ohne Level-3-System. (Bild: BMW) Der nächste 7er-BMW kommt wohl ohne Level-3-System. (Bild: BMW)

Erst im Januar 2026 war durchgesickert, dass Mercedes bei der neuen S-Klasse auf das Level-3-System verzichtet. Nun zieht offenbar auch BMW nach. Bei der nächsten Generation der 7er-Serie wird es demnach keinen »Personal Pilot L3« mehr geben.

Keine Level-3-Autos aus Deutschland

Fahrzeuge mit der Level-3-Freigabe dürfen unter bestimmten Voraussetzungen komplett autonom fahren. Wer im Stau steht oder wenn der Verkehr nur im Stop-and-Go-Betrieb vorankommt, darf in einem solchen Auto einen Film schauen oder ein Buch lesen, muss allerdings aufmerksam bleiben.

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Da das dafür benötigte System aufwändig und teuer ist, kommt es nur in den absoluten Spitzenmodellen zum Einsatz. Die S-Klasse von Mercedes war 2021 übrigens das erste Serienauto der Welt, das die Level-3-Freigabe erhalten hat.

Im März 2024 führte BMW dann in der 7er-Serie den angesprochenen »Personal Pilot L3« ein. 6000 Euro Aufpreis werden fällig, wenn das System enthalten sein soll. Laut der Automobilwoche streicht BMW das System mit der neuen Generation, die Ende April erwartet wird.

Die Gründe sind dabei dieselben, wie auch bei Mercedes. Die Entwicklungskosten von Level-3-Systemen sind deutlich höher als etwa bei niedrigeren Leveln, gleichzeitig werden diese Kosten nicht durch eine entsprechende Nachfrage gerechtfertigt.

In Zukunft wird sich BMW daher genau wie Mercedes auf die Entwicklung von Systemen mit Level-2+- und Level-2++-Freigabe konzentrieren. Diese sind für den Hersteller und die Kunden deutlich günstiger und können so auch in günstigere Modellserien eingebaut werden.

Mit der neuen 7er-Generation wird es dann wohl überhaupt keine Autos mit Level-3-Freigabe aus Deutschland mehr geben. Möglicherweise ändert sich das aber noch 2026 schon wieder. VW soll nämlich ebenfalls an einem solchen System arbeiten.

Ford sieht die Zukunft hingegen weniger in Premium-Systemen, sondern in einem tatsächlich bezahlbaren E-Auto, für das aktuell alles in Bewegung gesetzt wird.

Grundsätzlich scheint das Interesse an autonom fahrenden Autos bei Privatnutzern eher niedrig zu sein.

Deutlich spannender sind solche Systeme für Taxiunternehmen, die so eine selbstfahrende Flotte mit 24-Stunden-Service aufbauen können.

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