2020 und 2021 haben viele Unternehmen Homeoffice ausrollen müssen, um die Umgangsregeln der Pandemie einhalten zu können, was weitestgehend super funktioniert hat.
Nun machen riesige Tech-Unternehmen, die eigentlich als Vorreiter in Sachen Arbeitsethik gelten sollten, reihenweise Rückzieher. Apple möchte seine Mitarbeiter vor Ort haben, und Google ganz genau so.
Um an dringend benötigte Fachkräfte zu kommen, sind sich Unternehmen allerdings auch nicht zu schade, beim Einstellungsprozess zu lügen, wie eine Story von Reddit zeigt.
Wie ein junger Mann spielend sogar mit zwei Jobs klarkommt, zeigt dieser Artikel:
Büroarbeit, wenn nötig
In einem Reddit-Forum hat der Redditor meghanerd seine Erfahrung mit einer Firma geteilt, die ihn zwar auf Basis von Homeoffice eingestellt, ihm selbiges aber verwehrt hat.
Wie die Person selbst sagt, hat das Unternehmen während des Einstellungsprozesses versprochen, dass meghanerd von Zuhause aus arbeiten können wird, außer eine bestimmte Arbeit erfordert seine Anwesenheit im Büro - für den Redditor ein fairer Deal.
Bloß stellte sich heraus, dass der Arbeitgeber die Anwesenheit mehrfach die Woche gefordert hat.
Als Beweis liefert der Thread-Ersteller sogar ein Gespräch zwischen ihm und seinem Chef.
Wenn nötig
, aber am liebsten täglich
Das ist passiert: In obigen Chat lässt der Redditor seinen Chef wissen, dass er erst um die Mittagszeit im Büro sein werde (und vorher im Homeoffice), und dass die Kollegen ihre Unterlagen doch bitte auf seinem Schreibtisch abstellen mögen.
Das führte zu Irritationen seitens des Chefs, der sich wundert, wieso meghanerd nicht im Büro ist, obwohl er dort eigentlich zu erscheinen hat.
Er habe wohl seine Jobbeschreibung missverstanden, was der Redditor damit konterte, dass sein Chef formale Änderungen der Berufsbeschreibung bitte offiziell vorlegen soll. Sprich: meghanerd handelt im Rahmen seines Arbeitsvertrages.
Der Redditor hat den Braten allerdings gerochen: nach Bedarf
ins Büro kommen hieß bei diesem Unternehmen wohl regulär
ins Büro kommen, was dem Arbeitnehmer so nicht versprochen wurde.
Als sein Chef einen letzten Appell an ihn richtet, bitte ins Büro zu kommen, reagiert meghanerd nur mit Nein, ich kündige
.
Selbst die ID-Karte und Schlüssel hat er nie zurückgegeben, weil sein Chef nicht fürs Porto bezahlen wollte.
Toxische Arbeitsplätze
In den Kommentaren applaudieren andere Userinnen und User - und teilen ihre ganz eigenen Erfahrungen. Von offensichtlich dämlichen Ausschreibungen, die Remote-Arbeit versprechen, dann aber verlangen, dass man im Büro Kaffee kocht, bis hin zu fast schon betrügerischen Maschen ist die Rede.
Hier wird laut Meinung der User ganz klar gelogen, um Fachkräfte anzulocken.
Ein Redditor berichtet sogar, dass er unterschrieben hatte, einen Tag in der Woche ins Büro zu kommen, das anderthalb Stunden entfernt gelegen sei. Doch dann habe die Firma einfach die Arbeitsrichtlinien geändert, sodass aus dem einen Tag drei wurden.
In einer Sache sind sich die Redditoren aber einig: Mit einem solchen Verhalten machen sich Firmen langfristig den Ruf kaputt. Wer versucht, so Arbeitskräfte in sein Unternehmen zu locken, kann kein guter Arbeitgeber sein.
Besonders Fachkräfte befinden sich in der Luxusposition, so lange den Arbeitgeber zu wechseln, bis sie einen gefunden haben, mit dem es passt.
Mit welcher Methode meine Kollegin Alana besonders effektiv arbeitet - auch im Homeoffice - verrät sie hier:
Homeoffice ist immer wieder ein Reizthema unter Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die einen möchten maximale Freiheit und Selbstbestimmung, die anderen glauben, man arbeite nur, wenn man Arbeitsplatz ist. Was sind eure Erfahrungen mit Homeoffice? Glaubt ihr, dass Telearbeit, wo möglich, die Zukunft ist? Tippt es gerne in die Kommentare.
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