Während viele ihre Fotos in sozialen Medien teilen, ist der letzte Schritt in meiner Fotografie-Pipeline der Druck. Dafür habe ich mich vor einigen Monaten auf die Suche nach einem Fotodrucker gemacht, der Ergebnisse liefert, wie ich sie auch vom Fotolabor oder der Drogerie kenne.
Nach etlichen positiven YouTube-Videos und Testberichten bin ich dann beim Canon Selphy CP1500 gelandet. Auf Amazon sprechen außerdem fast 3.000 Bewertungen und eine Gesamtwertung von 4,5 Sternen für sich. Jetzt habe ich den Drucker seit etwa drei Monaten im Einsatz und inzwischen über 500 Fotos damit gedruckt.
Der Drucker liefert genau das, was ich gesucht habe, doch zwei Dinge könnten für viele ein echtes No-Go sein.
Was ist der Canon Selphy CP1500?
Der Canon Selphy CP1500 ist ein kompakter Fotodrucker, der speziell für den Heimgebrauch konzipiert wurde. Er druckt Fotos im klassischen 10x15-Format und setzt dabei auf Thermosublimation statt Tinte, was für kräftige Farben und eine labortypische Qualität sorgt.
Dank WLAN, USB-C und SD-Kartenslot lässt sich der Drucker vielseitig ansteuern. So kann ich Fotos direkt vom Handy, PC oder von der Kamera ausdrucken. Der Drucker wird mit einem Stromkabel betrieben, aber es gibt einen separat verfügbaren Akku, falls man auch unterwegs Fotos drucken und teilen möchte.
Weil der Drucker kein integriertes Papierfach hat, besteht er aus zwei separaten Teilen, was den mobilen Einsatz für mich unpraktisch macht.
Der Drucker kostet typisch etwa 120 Euro.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen
Die Ergebnisse sind genau das, was ich mir gewünscht habe: 10x15-Abzüge bei mir daheim in Qualität und Haltbarkeit, wie ich sie vom Fotolabor oder von der Drogerie gewohnt bin. Laut Canon beträgt die Farbbeständigkeit 100 Jahre. Das kann ich offensichtlich nicht prüfen, aber die Fotos machen einen sehr haltbaren Eindruck.
Es ist außerdem möglich, mit Hochglanz oder mit einem matten Satin-Finish zu drucken. Weil ich die meiste Zeit schwarzweiß fotografiere, ist mir der matte Look lieber, weil Kontraste so schön zur Geltung kommen.
Der Druck von einem Foto dauert etwa 40 Sekunden. Wie in der Drogerie kann beobachtet werden, wie der Drucker in mehreren Schritten jede Farbschicht einzeln aufträgt – auch bei Schwarzweiß-Fotos.
Ich bin mit den Ergebnissen voll zufrieden – endlich kann ich daheim meine Lieblingsfotos in hoher Qualität ausdrucken.
Leider gibt es zwei große Haken.
Zwei Dinge stören mich gewaltig
Müll. Viel Müll: Eine neue Patrone reicht für 50 Fotos. In jeder Nachfüllpackung befinden sich zwei davon und 100 Blätter, was also für 100 Fotos reicht. Leider ist der Canon Selphy CP1500 alles andere als ökologisch:
- Die Patronen bestehen aus Kunststoff und sind nicht wiederverwendbar. Sie sind obendrein einzeln in Plastik verpackt.
- Die 100 Papierblätter sind auch in fünf einzelnen Packungen in Plastik verpackt.
- Bei jedem Foto müssen die Ränder links und rechts abgetrennt werden. Dadurch entsteht zusätzlicher Papiermüll.
Um den Müll zu reduzieren, würde ich mir wenigstens andere Verpackungsmaterialien für die Patronen wünschen. Die abtrennbaren Ränder lassen sich bei solchen Thermosublimationsdruckern wohl nicht vermeiden. Der Canon Selphy CP1500 druckt randlos und benötigt dafür einen gewissen Spielraum. Sie verhindern zudem, dass beim Druck unschöne Streifen durch den Papiereinzug entstehen.
Kosten: Eine Nachfüllpackung für 100 Fotos kostet etwa 30 Euro. Das bedeutet, dass ein Foto etwa 30 Cent kostet. Das ist im Vergleich zum Ausdrucken in der Drogerie deutlich teurer. Dort kostet ein Foto etwa 8 Cent. Ich bezahle also sehr viel für den Luxus, so ein Gerät zu Hause zu haben. Weil ich auch noch hauptsächlich analog fotografiere, summieren sich viele Kosten, die mit diesem Hobby zu tun haben.
Meine Empfehlung für euch
In der heutigen Welt, in der jeder und jede eine Kamera dabeihat, aber alle Fotos nur auf dem Speicher des Handys oder auf einer Festplatte abgespeichert werden, ist es auch mal wieder schön, Fotos auszudrucken, sie physisch zu teilen oder in ein schönes Album zu packen.
Mit dem Canon Selphy CP1500 kann ich das jetzt endlich von zu Hause aus, aber ich kann ihn nicht jedem empfehlen. Die laufenden Kosten sind sehr viel höher als beim Ausdrucken in der Drogerie und der Drucker produziert – neben den exzellenten Fotos – viel Müll.
Wenn ihr jedoch einen Fotodrucker mit hoher Qualität sucht, mit dem ihr gelegentlich eure Lieblingsfotos ausdrucken wollt, dann könnte er richtig für euch sein.
Wenn ihr hingegen nur gelegentlich kleine Fotos zum Teilen drucken wollt, sind Mini-Drucker wie der Instax Mini Link 3 oder Kodak Step die bessere Wahl: kompakter, akkubetrieben und mit integriertem Papierfach.

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