Auf der diesjährigen CES in Las Vegas hat Infinix ein neues Smartphone vorgestellt, das ich extrem spannend finde – und mich frage, warum andere Hersteller nicht auch solche Handys anbieten.
Infinix habt ihr noch nie gehört? Damit dürftet ihr nicht alleine sein. Der hierzulande noch unbekannte Hersteller gehört allerdings zu Tanssion Holdings, ein chinesisches Unternehmen, das zu den größten Smartphone-Herstellern der Welt zählt.
Allerdings ist das Unternehmen in erster Linie in Afrika, im Nahen Osten, Südostasien, Südasien und Lateinamerika aktiv. Daher ist es kaum verwunderlich, dass es hierzulande unter dem Radar fliegt.
Dennoch beweist Infinix mit seinem neuen Note 60, dass es sich nicht vor den globalen Playern wie Apple oder Samsung verstecken muss. Das Handy bietet einige Features, die endlich wieder für mehr Bewegung im Handybereich sorgen könnten (via Infinix).
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Satellitenverbindung nicht nur für Notfälle
Fangen wir mit der Konektivität an. Apple führte Satellitenverbindungen 2022 mit dem iPhone 14 ein – allerdings nur für Notrufe. Google und Samsung zogen nach, aber auch dort ist Satellit ein Not-Feature, keine alltägliche Kommunikation.
Infinix geht hier einen anderen Weg. Die Note 60 ist soll durchgehend über Satellit erreichbar sein. Das ist natürlich praktisch in Regionen mit Funklöchern und abseits der Nutzung in Notfällen.
Das System soll rund zwei Drittel der Erdoberfläche abdecken und mit einer Datenrate von rund 4 Kilobit pro Sekunde für HD-Telefonie und SMS gedacht sein. Das Smartphone wechselt automatisch zwischen Mobilfunknetz und Satellit.
Modulares Zubehör, das Funktionen hinzufügt
Erinnert ihr euch noch an die Motorola Moto Mods? Vor rund zehn Jahren war das der Versuch, Smartphones modular zu machen – mit Zubehörstücken für eine bessere Kamera, einen Projektor oder extra Batterie. Das war ein guter Ansatz, setzte sich aber nicht durch.
Infinix greift die Idee jetzt wieder auf. Das AI-Moduverse-Zubehör geht in eine ähnliche Richtung und bringt modulare Gadgets, die einen echten Mehrwert im Hinblick auf den Funktionsumfang liefern :
- SportsCam Modu ist eine kleine Gimbal-Kamera mit aktiver Bildstabilisierung.
- VlogCam Modu folgt automatisch eurem Gesicht und reagiert auf Gesten.
- Meeting Modu kombiniert eine Aufnahmefunktion mit KI-gestützter Übersetzung und automatischen Notizen.
- Mic Modu ist ein externes Mikrofon, das für gute Audioqualität bei Vlogs sorgen soll.
- StackPower Modu ist eine modulare Powerbank.
Eine Rückseite, die sich verändert
Und dann bietet Infinix bei seinem Handy auch noch eine außergewöhnliche Rückseite mit »Active Visual Backplate«.
Der Hersteller hat Rückseitencoverdesigns entwickelt, die sich verändern. Je nach Blickwinkel und Lichtverhältnisse zeigt das Handy fließende Farben, Animationen oder sogar 3D-Effekte an, ohne Strom zu verbrauchen.
Das funktioniert über optische Mikrostrukturen und neue Materialien wie thermochrome Tinte, die ihre Farbe mit der Temperatur ändert, oder photochromes Leder, das auf Licht reagiert. Ist das notwendig? Nein. Ist es trotzdem faszinierend? Ja!
Fazit
Infinix zeigt, dass es bei Smartphones durchaus noch Raum für Innovationen gibt. Die Note-60-Serie wird hierzulande wohl nicht erscheinen, daher hoffe ich, dass sich Hersteller wie Samsung, Apple, Google und Co. davon eine Scheibe abschneiden – und vielleicht sehen wir ja eines der Features bald auch in einer bekannten Smartphone-Serie.
Die dauerhafte Satelliten-Verbindung und das modulare Zubehör finde ich auf jeden Fall extrem spannend – die sich verändernde Rückseite dürfte vor allem für Design-Fans und Individualisten interessant sein.
Wie findet ihr das Konzept von Infinix? Spannend oder wieder Gimmicks, die ihr im Alltag niemals brauchen würdet? Schreibt mir eure Meinung gerne in die Kommentare.
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