Die erste Beta von Battlefield 6 ist vorbei – und sie hat rekordverdächtige Zahlen erreicht: Allein auf Steam kamen in der Spitze mehr als 520.000 gleichzeitig eingeloggte Spieler zusammen. Der Ansturm sorgte vor allem zu Beginn für lange Server-Warteschlagen, demonstrierte aber auch das immense Interesse an BF6.
David Sirland, seines Zeichens Lead Producer bei DICE und schon seit Battlefield 2 dabei, zeigte sich gerührt von dem immensen Interesse. Bei X (früher Twitter) schreibt er: »Es ist so toll, die Open Beta deines eigenen Spiels zum ersten Mal auf deinem Privatrechner zu installieren und zu sehen, wie viele Leute zocken oder anstehen. Wow. Ich bin gerührt und glücklich.«
Zugleich nutzte Sirland auch die Gelegenheit, um auf Fan-Feedback zur Beta einzugehen und dringende Fragen zu beantworten. Wir fassen vier wichtige Aussagen zusammen.
1. Zu träge Hubschrauber
Ein Kritikpunkt, der in den sozialen Medien häufiger angesprochen wird, ist die Steuerung der Luftfahrzeuge. Insbesondere Hubschrauber fühlen sich etwas schwerfällig und nicht gut manövrierbar an.
Darüber hinaus stecken Helis nur extrem wenige Treffer weg, bevor sie kaputt gehen. Einige Fans äußerten zudem die Vermutung, das Flugmodell sei aus BF2042 übernommen.
Die Antwort von David Sirland:
Wir ziehen tonnenweise Lektionen aus der Open Beta. Auch zu Vehikeln. Die werden nach der Beta ganz besondere Aufmerksamkeit von uns bekommen […]. Die Helikopter-Physik stammt ursprünglich aus BF4. Wir haben sie stark umgebaut und es wird noch viel damit passieren. Aber es hat mit BF2042 gar nichts zu tun. Es gibt zum Beispiel auch wieder die Dive- und Hover-Modi aus BF4. Ich halte die Angriffshubschrauber auch noch für ein wenig zu schwach.
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2. Frustrierende Time to Death (TTD)
Viele Fans sehen die TTD-Erfahrung (also die Spielerfahrung, wenn man gekillt wird) in der Beta von BF6 kritisch. Oft fühlt es sich so an, als würde man in nur 1-2 Frames sterben, was kaum oder gar keine Zeit zum Reagieren lässt, während man selbst für Abschüsse mehrere Treffer braucht.
Diese gefühlt sehr schnelle Time to Death sorgt auch dafür, dass man manchmal noch stirbt, wenn man eigentlich längst in Deckung gegangen ist. Hier scheint der Netcode nicht wie geplant zu funktionieren.
Die Antwort von David Sirland:
Die TTD und dahinterliegende Netcode-Probleme, wenn man beschossen wird, sind hoch auf unserer Prioritätenliste. Wir beobachten sehr ähnliche Dinge, wie die Fans berichten. Die TTK im extremen Nahbereich ist vermutlich ein klein wenig zu schnell und die TTD hat ein paar Probleme und Bugs. Wir gehen das Thema an.
Phil Elsner: Ich bin heilfroh, wie transparent der führende BF-Entwickler hier spricht. Denn er beweist damit, dass man viele Sorgen und Konflikte in der Community rund um die Beta wirklich verstanden hat und ernst nimmt. Es ist ein Dialog auf Augenhöhe - anders als noch bei BF5 und der »Wenn's euch nicht gefällt, dann kauft es nicht«-Attitüde.
Dass er ganz persönlich auf individuelle Fragen eingeht und sehr transparent mit den Spannungen und Debatten rund um die BF6-Beta umgeht, werte ich als positives Zeichen und ein Signal der guten Absicht: DICE will es uns Spielern diesmal wirklich recht machen und nicht an der Kern-Community vorbei entwickeln.
Natürlich bedeutet das nicht, dass alle Versprechen am Ende auch eingelöst werden. Aber es bedeutet, dass wichtige Leute hinter dem Spiel ehrlich daran interessiert sind, uns Spielern zuzuhören. Dieser aufrichtige Umgang und der grundsätzlich extrem robuste Zustand der Beta stimmen mich ein Stückchen zuversichtlicher, dass wir im Oktober 2025 nach gefühlten Ewigkeiten endlich mal wieder einen halbwegs runden Battlefield-Release erleben könnten.
3. Zu kleine Maps
Unter Battlefield-Fans entbrennt eine hitzige Debatte darüber, ob die Maps von BF6 zu klein sind. Viele Nutzer empfinden die Karten als pures Infanterie-Schlachtfest mit zu wenig Platz zum Manövrieren – CoD-Vergleiche folgten natürlich auf dem Fuße.
Die Sorge ist groß, dass Battlefield 6 aufgrund zu kompakter Maps am Ende deutlich hektischer als die Vorbilder (vor allem BF3 und BF4) und weniger fahrzeuglastig als frühere BF-Teile werden könnte.
Die Antwort von David Sirland:
Ich glaube, ihr werdet die größeren Maps mögen. Aber wir wollen auch den kleineren Maps gerecht werden. Die besten kleineren und mittleren Karten der Reihe hatten ein gutes Design und haben genau deshalb funktioniert. Die Details und Besonderheiten von CQB [close quarters battle, dt. »Kampf auf kurze Entfernung«] zu ignorieren, sorgt eben nicht für gute Schlachten im größeren Format. Ihr werdet es später noch sehen.
4. Separater Server Browser
Ein großer Wunsch der Battlefield-Community ist ein Server Browser wie in der guten alten Zeit. Den wird es via Battlefield Portal auch wieder geben, aber vielen Fans geht das nicht weit genug - sie wünschen sich eine integrierte Lösung.
Zugleich kritisieren einige Spieler, dass Matchmaking mit Gruppen über vier Personen nicht möglich ist.
Die Antwort von David Sirland:
Der Portal Browser ermöglicht euch, mit größeren Gruppen zu joinen. Ihr werdet dort eine Liste von Servern mit Matches sehen – einige Custom und andere Verified. Ihr werdet natürlich auch eigene Server aufsetzen können. Zur Klarstellung: Das sind Server für das Hauptspiel, kein separater Portal-Client. Ihr findet den Server Browser direkt im Hauptmenü und voll integriert. Es ist nicht mehr das alte Portal, das ihr kanntet. Wir machen bald einen Testlauf, dann könnt ihr es selbst probieren.
Was sagt ihr zu David Sirlands Antworten? Stimmt euch das Feedback des BF6-Chefentwicklers zuversichtlich oder bleibt ihr skeptisch, ob der Shooter die letzten Baustellen noch vor Release in den Griff bekommt? Schreibt uns eure Meinung unten in die Kommentare!
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