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Seite 2: Chromagun im Test - Bunte Mischung

Eine Wand sieht rot

Befinden sich mehrere gleichfarbige Wände in der Nähe eines Droiden, dann verhalten sich diese wie Magneten auf metallische Objekte. Zwei Wände ziehen "stärker" als eine und diese Kräfte, der Winkel und die Abstände entscheiden darüber, wo die Kugel zum Stehen kommt. Manipulieren können wir diese Position dann durch Hinzufügen von weiteren Farbwänden oder dem Umfärben von bereits auf die Kugel wirkenden Flächen - oder wir ändern gar die Farbe der Kugel selbst, falls diese kein Schutzschild besitzt.

Eingefärbte Kampfroboter jagen uns, allerdings werden sie von farblich passenden Wänden angezogen. Eingefärbte Kampfroboter jagen uns, allerdings werden sie von farblich passenden Wänden angezogen.

Haben wir eine für die Lösung entscheidende Wand mal falsch eingefärbt, hilft nur der Gang über das Menü um den Level neu zu starten. Keine Wand mit einer der drei Mischfarben Grün, Lila und Orange kann jemals wieder zu ihren beiden Eltern-Farben zurückkehren. Eine Putz- oder Undo-Funktion gibt es nicht. Da die meisten Rätsel nur einen eindeutigen Lösungsweg besitzen, ist aufmerksames Studieren der Ausgangslage dem simplen Trial-&-Error-Ansatz deutlich vorzuziehen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die Testkammern nicht mit einem Zeitlimit versehen oder erfordern ein besonderes Timing. Chromagun erlaubt ruhiges und entspanntes Rätseln ganz ohne Stress.

Grün ist die Farbe der Hoffnung

Nach einigen sehr einfachen Tutorialmissionen werden die beiden Grundmechaniken auch zunehmend anspruchsvoller und komplexer eingesetzt. Die Rätselanforderungen steigen durch undurchlässige Glaswände, größere Levelareale, einfärbbare Bodenplatten und komplexere und größere Levelabschnitten und werden sehr abwechslungsreich durchmischt und einfallsreich erweitert. Lediglich der stark schwankende Schwierigkeitsgrad hat uns etwas irritiert. Mal folgen auf richtig knifflige Level wieder sehr einfache und auf den ersten Blick sofort eindeutige Rätsel.

Die Farbmagnetmechanik benötigen wir, um Schalter zu aktivieren, die uns daraufhin Türen öffnen. Die Farbmagnetmechanik benötigen wir, um Schalter zu aktivieren, die uns daraufhin Türen öffnen.

Die Geschichte der Welt von Chromagun hat uns im Gegensatz zum Rätseldesign nicht wirklich überzeugen können. Erst nach etwas mehr als der Hälfte der rund fünfstündigen Kampagne gibt es eine interessante Entwicklung in der Story, die dann aber nach wenigen Leveln nicht konsequent weitererzählt wird. Bis zum etwas unspektakulären Finale verläuft diese Wendung außerdem komplett im Sand und wirkt dadurch aufgesetzt und beliebig. Insgesamt bleibt die Welt sehr mechanisch und wenig abwechslungsreich - das Setting ist die ganze Spieldauer nur Mittel zum Zweck.

Zwischendurch fällt das Licht in der Forschungsanlage aus und wir bahnen uns unseren Weg durch die Dunkelheit. Zwischendurch fällt das Licht in der Forschungsanlage aus und wir bahnen uns unseren Weg durch die Dunkelheit.

Der sarkastische Sprecher (wahlweise in deutscher oder der etwas besseren englischen Sprachausgabe) gibt sich redlich Mühe, an den Stil und Humor von GLaDOS anzuknüpfen, scheitert daran aber letztlich. Wer jedoch gerne aus der Egoperspektive rätselt und clevere, wenn auch nicht allzu schwere Puzzles löst, wird in Chromagun zwar kein neues Portal, ein paar sehr unterhaltsame Stunden guter Rätselkost finden. Und auf der Switch gibt es mangels Portal-Portierung ohnehin keine Alternative.

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