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Vor 15 Jahren nutzte die CIA eine Star-Wars-Fanseite für Spionage – mit tödlichen Folgen

Eine Star-Wars-Fanseite diente jahrelang als geheimes Kommunikationsnetzwerk der CIA - mit tödlichen Konsequenzen für zahlreiche Informanten.

Eine harmlose Star-Wars-Fanseite entpuppte sich als geheimes Spionagewerkzeug. Eine harmlose Star-Wars-Fanseite entpuppte sich als geheimes Spionagewerkzeug.

Stellt euch vor, ihr surft gemütlich auf einer Star-Wars-Fanseite, lest über Lichtschwerter, LEGO-Sets und die besten Spiele der Galaxis – und ahnt nicht, dass ihr damit mitten in einen der größten Geheimdienstskandale der letzten Jahre stolpert.

Doch genau das ist passiert: Die CIA hat tatsächlich eine Star-Wars-Fanseite betrieben – und das nicht aus Liebe zu Yoda und Darth Vader, sondern als geheimes Kommunikationsnetzwerk für Spione und Informanten weltweit.

Star Wars als Teil eines Spionagenetzwerks

Die Seite starwarsweb.net wirkt auf den ersten Blick wie jede andere Fanseite aus den 2010ern: News zu aktuellen Star-Wars-Spielen, Merchandise-Links, alberne Yoda-Sprüche und Werbung für LEGO-Sets.

So präsentierte sich die CIA-Star-Wars-Seite im Dezember 2010. So präsentierte sich die CIA-Star-Wars-Seite im Dezember 2010.

Doch hinter dieser scheinbar harmlosen Oberfläche lauerte ein raffiniertes – oder besser gesagt: erschreckend schlampig aufgebautes – Kommunikationssystem. Wer das richtige Passwort in die Suchleiste eingab, öffnete ein verstecktes Log-in-Fenster und konnte mit den passenden Zugangsdaten direkt mit CIA-Agenten in Kontakt treten.

Die Star-Wars-Seite war dabei kein Einzelfall: Sie war Teil eines weitverzweigten Netzwerks aus Hunderten CIA-Webseiten, getarnt als harmlose Fanseiten zu Comedyserien, Extremsport oder brasilianischer Musik.

Das Ziel: Überall auf der Welt, von China bis Iran, ein unsichtbares Kommunikationsnetz aufzubauen, über das Informanten dem US-Geheimdienst heimlich ihre Informationen übermitteln konnten.

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Warum flog das Ganze auf?

Die CIA begann dabei allerdings gravierende technische Fehler. Viele der Seiten nutzten aufeinanderfolgende IP-Adressen und ähnliche Quellcodes, was ein gefundenes Fressen für gegnerische Geheimdienste war.

Wer eine Seite enttarnte, konnte mit wenig Aufwand das gesamte Netzwerk aufdecken. Und genau das passierte: Bereits vor über zehn Jahren entdeckten iranische Behörden das System, was später auch zu einer dramatischen Verhaftungswelle und der Hinrichtung zahlreicher CIA-Informanten in China führte.

Das Ganze wurde übrigens vom brasilianischen Sicherheitsforscher Ciro Santilli aufgedeckt. Ursprünglich interessierte er sich für chinesische Politik und stieß dabei auf Berichte über verhaftete CIA-Informanten. Mithilfe von ein bisschen Detektivarbeit entdeckte er schließlich nicht nur die Star-Wars-Seite, sondern ein ganzes Netzwerk von CIA-getarnten Fanseiten.

Offizielle Kommentare seitens der CIA gibt es zu dieser Sache übrigens nicht, aber dass die Seiten heute auf die offizielle CIA-Webseite weiterleiten, spricht Bände.

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