Aktuell gibt es bei Amazon einen OLED-Monitor zu einem relativ »günstigen« Preis. Genauer gesagt handelt es sich um den Xeneon Flex von Corsair, auf den ich schon länger ein Auge geworfen habe.
Generell bin ich momentan ziemlich angetan von dieser Art von Monitoren. Ich hätte nie gedacht, dass es beim Spielen einen so großen Unterschied macht, aber ich habe mich eines Besseren belehren lassen.
Fast hätte ich also zugeschlagen, konnte der Versuchung aber widerstehen. Eine Erkenntnis bleibt: Solche Angebote sind (für mich) gefährlich. Vor allem, wenn die Produkte maßlos überzeugen. Deshalb stelle ich mir vor dem Kauf 5 Fragen und beachte eine wichtige Regel, bevor das Produkt im Einkaufswagen landet.
OLED-Monitore sind super und haben einen saftigen Preis
OLED-Bildschirme sind einfach eine tolle Sache. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass sie beim Zocken ein echter Gamechanger sind.
Die fetten Kontraste und satten Schwarzwerte machen was her - vor allem bei Blockbustern wie Cyberpunk 2077 und Diablo 4. Zwei Spiele, denen ich in den vergangenen anderthalb Monaten besonders viel Freizeit gewidmet habe.
Mein Kollege Peter aus der Spiele-Redaktion tut sich dagegen schwer mit Cyberpunk. Warum, lest ihr in seiner Plus-Kolumne:
Mit einem entsprechenden OLED-Bildschirm ist es für mich jedes Mal ein Vergnügen gewesen, eines dieser Spiele zu starten. Ich kann mich daran einfach nicht sattsehen.
Nachdem ich wieder auf meinen LG-Monitor (34-Zoll-IPS-Monitor, UWQHD) gewechselt bin, fällt der krasse Unterschied umso deutlicher auf.
So schaue ich hin und wieder neidisch auf so ein Teil. Das Problem: Die Preise sind von einem anderen Stern.
Je nach Angebot zahlt man für den Corsair Xeneon Flex mehr als 2000 Euro. Der Samsung Odyssey OLED G9 mit einem 49-Zoll-Display ist je nach Angebot für rund 1900 Euro zu haben. Dieser Monitor hat mich ebenfalls im ersten Hands-On vom Hocker gehauen.
Darüber hinaus bescheinigen Testberichte dem flexiblen Monitor der Marke Corsair ein lohnenswertes Produkt zu sein, das seine Stärken sehr gut ausspielt.
- Techradar schreibt über eine ausgezeichnete Bildqualität mit reichen Farben und tiefem Schwarz.
- Tom‘s Hardware berichtet über ein atemberaubendes Bild, das den User mit einer Krümmung von bis zu 800R voll einnimmt. Klingt verlockend.
Wie kann ich da beim jetzigen Angebot von rund 1500 Euro widerstehen? Indem ich mir meine fünf Fragen stelle und eine wichtige Regel befolge, die mich persönlich vor einem Fehlkauf schützt.
Noch etwas, das euch vor Fehlkäufen schützen kann ist unsere Kaufberatung über die besten Gaming-Monitore.
So schütze ich mich: Fünf Fragen und eine Regel
Die Tatsache, dass ich mit dem Gedanken gespielt habe, den OLED-Monitor zu kaufen und mir diese Fragen durch den Kopf gehen, zeigt mir wieder einmal, wie schnell ein »gutes« Angebot zum Kauf verleiten kann.
Die Fragen mögen für den einen oder anderen selbstverständlich sein. Aber es hilft mir sehr, mir die Fakten noch einmal vor Augen zu führen und nicht einem schnellen Impuls nachzugeben.
1. Löst das Produkt ein (akutes) Problem?
Sicher kennt jeder von euch diese Situation. Man steht im Alltag vor einem Problem und sucht online nach einer geeigneten Lösung.
Ein Beispiel aus meinem Alltag: Mein Home Office befindet sich in meinen eigenen vier Wänden im Keller, in einem Raum, in den zu keiner Tageszeit die Sonne scheint - kein Witz.
Zum Arbeiten ist das alles andere als optimal, denn der Raum ist sehr dunkel. Meine Lösung: Die oben erwähnte Monitorlampe, die bis heute mein Problem löst und meine Augen beim Arbeiten schont.
Der Corsair-Monitor löst kein akutes Problem. Mein 34-Zoll-Monitor funktioniert immer noch einwandfrei. Es wäre nur eine spürbare Verbesserung.
2. Kann es warten?
Mit der Frage in der Zwischenüberschrift meine ich drei wichtige Punkte:
- Funktioniert der aktuelle Monitor noch einwandfrei?
- Wann habe ich das Gerät gekauft?
- Spare ich Geld, wenn ich Geduld habe?
Alle Fragen sind in meinem Fall relativ einfach zu beantworten. Mein LG-Monitor funktioniert noch einwandfrei und ist erst anderthalb Jahre alt.
Ein Neukauf ist also weniger sinnvoll, auch wenn ich meinen Bildschirm verscherbeln könnte. Außerdem spare ich beim Kauf eines neuen OLED-Monitors Geld, wenn ich warte.
Wie bei allen Neuerungen ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Geräte zu einem attraktiven Preis erhältlich sind.
3. Wie werde ich in 6 Monaten über den Kauf denken?
Ein echter Klassiker aus meiner Vergangenheit: Ein Produkt gekauft und nach ein paar Monaten nicht mehr angefasst. Mit Demon's Souls habe ich eine wirklich schöne Weihnachtszeit auf der Playstation 5 verbracht und das war's (fast).
Für 570 Euro (Konsole + Spiel) könnte ich mich heute noch ohrfeigen.
Mit einem OLED-Bildschirm hätte ich bestimmt mehr Spaß. Momentan bin ich wieder öfter am PC und hole ältere Spiele wie Cyberpunk 2077 oder The Witcher 3 nach.
In Zukunft werde ich auch die eine oder andere Diablo 4-Season spielen und der kommende Blockbuster Starfield steht ebenfalls auf meiner Liste.
Und danach? Danach wird es dünn auf meiner Spieleliste und ich werde mich wahrscheinlich wieder mit dem Steam Deck auf die Couch verkriechen oder Hearthstone am PC zocken - und dafür braucht es nun wirklich keinen OLED-Monitor.
4. Lässt sich das Produkt »leicht« wieder entsorgen?
So ein 45-Zoll-Monitor ist alles andere als ein kleines Gerät, das sich in einer kleinen Ecke verstauen lässt, wenn es in ein paar Jahren nicht mehr funktionieren sollte.
Gibt es schließlich keine Möglichkeit, den Monitor zu reparieren, bleibt am Ende die Entsorgung. Bei einem solchen Kaliber schmerzt es gleich doppelt.
5. Welche Alternativen gibt es?
Für viele mit hoher Wahrscheinlichkeit eine logische Schlussfolgerung, auch für mich. Allerdings kann es nicht oft genug betont werden, über den Tellerrand hinauszublicken oder seine Ansprüche nach unten zu schrauben.
Schließlich ist Corsair nicht der einzige Anbieter von OLED-Monitoren. Samsung ist ein prominenter Vertreter in diesem Bereich, vor allem was Größen jenseits von 27 Zoll betrifft. Auch LG und Alienware bieten Modelle an, die in Tests gut abschneiden.
Abgesehen davon: Muss es denn wirklich 34 Zoll und größer sein? Nach meinem letzten Test des Corsair-Monitors reichen mir auch 27 Zoll mit OLED. Zudem ist der Preisunterschied zwischen diesen Bildschirmgrößen eklatant.
Eine wichtige Regel
In der Vergangenheit ist mein Bankkonto durch Impulskäufe stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Deshalb warte ich mindestens 24 Stunden oder schlafe eine ruhige Nacht darüber.
Meistens kommt dann am nächsten Morgen die Vernunft und der Kauf ist vom Tisch.
Wer sich das Angebot zum Corsair-Monitor anschauen möchte, findet es hier:
Jetzt interessieren mich eure Meinungen und Erfahrungen. Welche Anschaffungen von Hardware aus der Vergangenheit bereut ihr aus heutiger Sicht noch? Und welche Käufe gehören zu den besten, die ihr je getätigt habt? Seid ihr anfällig für Angebote wie beim Amazon Prime Day oder lässt euch das alles völlig kalt? Schreibt es gerne unten in die Kommentare!

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