50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Die größte DnD-Gruppe der Welt hat gerade die Spielregeln fürs »langweilige« Aufleveln geändert und die Leute sind begeistert

Critical Role setzt in der vierten Kampagne auf einen neuen Dungeon Master. Und der hat spannende eigene Regeln fürs Aufleveln eingeführt. Schluss mit langweiligem Rumgerechne!

Mit einem neuen DM kommen meistens auch neue Regeln ins Spiel. Bild: Critical Role Wizards of the Coast Mit einem neuen DM kommen meistens auch neue Regeln ins Spiel. Bild: Critical Role / Wizards of the Coast

Critical Role hat eine große Neuerung gewagt: In der vierten Kampagne der weltgrößten Rollenspielgruppe sitzt zum ersten Mal nicht mehr Matt Mercer hinterm Spielleitungsschirm. Stattdessen hat Brennan Lee Mulligan die DM-Kappe auf. Das führt natürlich automatisch zu einigen Neuerungen – schließlich hat jeder Meister eigene Gewohnheiten und Hausregeln.

Eine davon sorgt bei Fans für viel Lob und Aufsehen. Vielleicht ist es auch eine Idee für eure eigene Gruppe, völlig egal ob ihr Critical Role verfolgt oder nicht. Mulligan macht aus dem sonst so mechanisch-langweiligen Aufleveln ein narratives Meisterstück. Wie geht das?

Stufe 3 auf Stufe 4 hat auf einmal Bedeutung

Die meisten DnD-Kenner sind mit dem Aufleveln vertraut: Man wählt die neu freigeschalteten Fähigkeiten und Zauber via Klick in D&D Beyond (oder markiert sie ganz klassisch auf dem Papierbogen, so man den denn noch benutzt). Neue Lebenspunkte, neue Skills aus einem vorgegebenen Pool, und weiter geht’s. Eine narrative Rechtfertigung, warum der Zauberer auf einmal einen neuen Spruch beherrscht oder der Schurke nun mehr Schaden bei Magiern verursacht, ist in DnD nicht vorgesehen.

Die Gruppe »Soldiers« hat nach Episode 9 als erstes ein Level-Up erreicht. Bild: Ciritical Role Die Gruppe »Soldiers« hat nach Episode 9 als erstes ein Level-Up erreicht. Bild: Ciritical Role

Genau da setzt Mulligan mit seiner eigenen Auflevel-Methode an. Die Spielgruppe würfelt im Vorhinein die Bonus-Lebenspunkte aus und bereitet mehrere Skill-Optionen für ihre Charaktere vor – aber dann wird noch nicht gleich auch wirklich aufgelevelt.

Stattdessen dürfen die Spielerinnen und Spieler selbst entscheiden, an welchem erzählerisch passenden Punkt sie ihr nächstes Level erreichen und welche Fähigkeiten aus ihrem Klassen-Pool sie dann tatsächlich aussuchen. Erst dann bekommen sie auch den Lebenspunkte-Zuschlag. Heldenhafte Momente in größter Verzweiflung sind damit vorprogrammiert.

Zum Beispiel könnte ein Zauberer in einem aussichtslosen Augenblick aus Verzweiflung so eine neue magische Kraft (sprich, die aufgelevelten Magie-Skills) freischalten. Oder ein Barbar entfesselt neue Kräfte, um einen Freund in Not zu retten. Ergibt atmosphärisch mehr Sinn als »Ich bin nach einer langen Rast aufgewacht, halte mehr aus und kann jetzt besser zaubern«, und ist für eine Show wie Critical Role auch deutlich spannender fürs Publikum.

Die Vorbereitungen fürs Aufleveln erledigt die Gruppe vor den Augen der Zuschauer in einem eigenen Video, unter dem sich viele begeisterte Kommentare sammeln.

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Ich liebe, wenn Spielmechaniken ins Rollenspiel integriert werden

ikeekieeki

Was für eine tolle Idee, das Level-Up zu einem Story-Moment zu machen. Da muss man seinen Spielern wirklich vertrauen, damit das funktioniert.

PianoMyHeart

Womit auch schon das größte Risiko angesprochen wird: Um solche Momente passend und fair zu gestalten, braucht die Spielgruppe großes Vertrauen zueinander und sollte ein sicheres Gespür fürs übergeordnete Narrativ haben. Bei Critical Role ist das natürlich gegeben, immerhin handelt es sich um eine professionelle Produktion mit Schauspiel- und Improvisations-Veteranen, die teilweise seit Jahrzehnten zusammenarbeiten.

Am heimischen Spieltisch empfiehlt sich, diese Methode genau abzusprechen und ein paar Grundregeln festzulegen. Dass es Zeitlimits gibt, zum Beispiel. Oder wie viele Charaktere im gleichen Kampf aufleveln dürfen, um sich nicht gegenseitig die Glorie zu klauen. Wie viel Wahlfreiheit man wirklich lässt – darf etwa spontan auch ein Punkt in einer anderen Klasse gewählt werden? Muss man sich vorher auf bestimmte Zauber festlegen?

Jede Gruppe muss da selbst erspüren, wo es anecken könnte und wie viel Klärungsbedarf besteht. Dann könnte diese Vorgehensweise eine wunderbare Bereicherung sein, um dem trockenen Rumgerechne zu entkommen.

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