Für diesen Film wurden 40.000(!) Ölbilder gemalt und das macht ihn wirklich einzigartig

So einen Film-Look gibt es kein zweites Mal und er ist sogar komplett handgemacht!

Das ist tatsächlich kein Gemälde aus dem 17. Jahrhunderts, sondern eine Szene aus einem meiner liebsten Film-Geheimtipps. Das ist tatsächlich kein Gemälde aus dem 17. Jahrhunderts, sondern eine Szene aus einem meiner liebsten Film-Geheimtipps.

Ich garantiere euch: So einen Film wie diesen hier, habt ihr noch nie gesehen, denn der Look ist absolut einzigartig. Was auf den ersten Blick wirkt, wie ein halbwegs gut gemachter Instagram-Filter, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als mühevolle, bis ins kleinste Detail konzipierte Handarbeit, die jedes Lob verdient hat. Wenn ihr einen wirklich einzigartigen Film sehen wollt, der visuell völlig neue Wege geht, dann solltet ihr euch meinen Tipp zu Herzen nehmen.

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Wie dieser einzigartige Film entstanden ist

Meine Schwärmerei gilt dem Film The Peasants, bzw. Das Flüstern der Felder, wie der polnische Film auf Deutsch heißt. Und der einzigartige Look kommt durch sehr viel Mühe zustande: Zunächst wurde der Film ganz regulär mit den Schauspieler:innen gedreht und geschnitten. Anschließend haben etwa 100 Personen über mehrere Monate hinweg den in 40.000 Ölgemälden abgemalt und diese Bilder wurden anschließend wie ein Filter über das ursprüngliche Material gelegt. Keine Nachbearbeitung, keine KI, nur echte Kunst.

Der Stil orientiert sich dabei an einer polnischen Kunstrichtung mit dem Namen Junges Polen, das sich vor allem aus Ideen des Modernismus und Jugendstils orientiert und vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts populär war. Genau die Zeit, in der auch die Handlung des Films angesiedelt ist.

Video starten 1:47 The Peasants – Ein Film mit einzigartigem Look verfilmt einen Klassiker der polnischen Literatur

Das visuelle ist aber nicht das Einzige, womit dieser Film Eindruck schinden kann: Auch die Kameraarbeit ist bahnbrechend und hat bei mir im Kino immer wieder Momente erzeugt, in denen ich das Gefühl hatte, wie in einem Strudel in den Film hineingezogen zu werden. Sei es, wenn die Kamera durch die wunderschönen Landschaften des ländlichen Polens gleitet, oder sich bei einem Fest immer schneller um sich selbst dreht: Zusammen mit den starken Farben entsteht eine Bildgewalt, wie ich sie noch nie gesehen habe.

Auch die Musik trägt maßgeblich zu diesem Effekt bei, denn auch der besteht weitestgehend aus Musik der polnischen Kultur. Die einzelnen Tracks könnten zum Teil genauso gut auch aus The Witcher stammen, dessen Soundtrack ja ebenfalls stark mit polnischen Einflüssen durchzogen ist. Hört euch beispielsweise mal das hier an:

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Ich weiß noch, dass ich nach dem Kinobesuch nach Hause gestürmt bin, und einen neuen Run von The Witcher 3 gestartet habe, um mehr von dieser gottgleichen Musik zu bekommen.

Diesen Film solltet ihr euch unbedingt anschauen

Worum geht's denn jetzt?

The Peasants ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Władysław Reymont. Der polnische Autor wurde für sein Buch 1924 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet und zählt bis zu heute zu einem der großen Klassiker der polnischen Literatur.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die junge Frau Jagna, die in einem kleinen Dorf in der polnischen Provinz aufwächst. Sie soll Matheus Boryna, den reichsten und mächtigsten Bauern des Dorfes, heiraten, doch eigentlich ist sie in seinen Sohn Antek verliebt, der mit seiner Frau und zwei Kindern bei seinem Vater lebt. Als Jagna auf dem Hof einzieht, nehmen die Ereignisse ihren Lauf: Da sie und Antek ihre Liebe nicht verbergen können, kommt es zu Streitigkeiten mit den anderen Bewohnern des Hofes und weitreichende Intrigen bauen sich auf, bei denen es neben geheimer Liebe auch um Macht, Geld und Landbesitz geht.

Das mag auf den ersten Blick nicht nach der spannendsten Geschichte jemals klingen, aber die Charaktere sind dabei enorm tiefgründig gezeichnet, sodass sich das Spiel zwischen ihnen wunderbar mit Spannung aufladen kann. Außerdem werden Themen wie weibliche Selbstbestimmung, Revolution gegen die herrschende Klasse und dysfunktionale Familienbeziehungen behandelt. Die Handlung ist dabei in vier Kapitel aufgeteilt, die jeweils eine Jahreszeit abdecken. Die Handlung erstreckt sich also über ein ganzes Jahr.

Ein filmisches Meisterwerk

Für sein Drehbuch kann der Film zwar keinen Blumentopf gewinnen, aber das muss er auch gar nicht, denn die Bilder, die Musik und der atemberaubende Stil machen The Peasants zu einem sehenswerten Erlebnis, das ihr euch auf jeden Fall anschauen solltet. Denn so einen Film wird es vermutlich nie wieder geben, oder könnt ihr mir ein Studio nennen, welches genug Geld in die Hand nehmen würde, um 40.000 Bilder von Hand malen zu lassen?

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