Das teuerste Steam-Spiel kostet 1.000 Euro und niemand kennt es

Wer 1.000 Euro für das VR-Spiel The Ascent auf Steam ausgibt, hat erst einen Teil für die komplette Erfahrung bezahlt.

von Christian Just,
17.09.2020 20:00 Uhr

The Ascent ist ein Horror-Shooter für die VR - mit einem heftigen Preis. Warum ist das Spiel so teuer? The Ascent ist ein Horror-Shooter für die VR - mit einem heftigen Preis. Warum ist das Spiel so teuer?

Der Anblick des VR-Shooters The Ascent sorgt für ganz große Augen. Nicht etwa, weil es ein so gruseliges Horror-Spiel ist, sondern vielmehr wegen des happigen Preises. Satte 999 Euro kostet The Ascent auf Steam. Es ist damit das teuerste Einzelspiel auf Valves Vertriebsplattform.

Doch welcher Schalk sitzt Entwickler Fury Games im Nacken, das Spiel für fast 1.000 Euro anzubieten? Für die Antwort hilft ein genauerer Blick darauf, was Ascent eigentlich für ein Spiel ist - und worauf sich Entwickler Fury Games spezialisiert.

Die 1.000 Euro sind bei The Ascent übrigens nur der Anfang: Wer das Spiel mit allen unterstützten Features erleben will, braucht nicht nur massig teure Hardware, sondern auch viel Platz.

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Speziell für »Hyper Reality« entwickelt

The Ascent ist kein gewöhnlicher VR-Shooter, der sich gemütlich von eurem Sofa aus spielen lässt. Ihr braucht als Spielfläche immerhin 100 Quadratmeter Platz. Laut Entwickler geht es notfalls auch mit 36 Quadratmetern, aber dann sind manche Bereiche der Spielwelt nicht erreichbar.

Schließlich dürfen fünf Spieler gleichzeitig ran und sich gegen Horden von dämonischen Monstern zur Wehr setzen. Auch ein Einzelspieler-Modus ist verfügbar. Aber was in aller Welt macht The Ascent denn nun so teuer? Der enorme Preis von The Ascent ergibt sich vor allem aus den unterstützten Features.

Bebender Boden: Ihr könnt auf einem beweglichen Boden spielen, mithilfe sogenannter »Under Floor Bass Shakers«. Dadurch vibriert der Boden unter euren Füßen, wenn sich im Spiel die Monster nähern.

Gefühlsecht: Ihr könnt euren alten Haptik-Anzug vom Dachboden holen, denn The Ascent unterstützt auch dieses Feature. Ihr habt keinen Haptik-Anzug parat? Keine Sorge, wir auch nicht.

Eine sanfte Brise: Ihr lasst euch von Ventilatoren ins Gesicht pusten, während ihr The Ascent spielt. Auch dieses Feature soll die Immersion verstärken.

Im Anschlag: Ihr könnt Gun Stocks nutzen, also Schulterstützen, an denen ihr eure VR-Controller befestigt, um die Körperhaltung beim Nutzen einer echten Waffe zu simulieren.

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In erster Linie für die Arcade gedacht

Ihr merkt es, um das 1.000-Euro-Spiel in der beabsichtigten Güte genießen zu können, braucht ihr jede Menge Hardware, deren Gesamtpreis weit über den des Spiels hinausgehen können. Und dann wäre es vermutlich aus wirtschaftlicher Sicht angeraten, direkt Eintritt zu verlangen.

Genau das gleiche macht nämlich Fury Games, die eine VR-Erlebnis-Spielhalle in Irland betreiben. Mit dem Release auf Steam wollen sie anderen Spielhallen rund um den Globus - aber auch gut ausgestatteten Privatnutzern - die Möglichkeit geben, The Ascent anzubieten und zu spielen.

Dass The Ascent kein Topseller ist, zeigen die Steam-Reviews. Zumindest scheint das Spiel bei den zwei Käufern, die bisher ein Review dazu abgegeben haben, gut anzukommen.

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