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Das Voodoo-Zeitalter - Wie 3dfx die Welt der PC-Grafik veränderte

Heute ist 3D-Beschleunigung bei Grafikkarten eine Selbstverständlichkeit – doch erst 3dfx sorgte für den entscheidenden Schub in Sachen 3D. Dann beschleunigt sich die Entwicklung derart, dass 3dfx selbst davon überrollt wird - seinen Platz in der Geschichte hat das Unternehmen jedoch sicher.

von Georg Wieselsberger, Christoph Liedtke,
07.09.2018 15:24 Uhr

3dfx Interactive machte sich mit den Voodoo-Grafikkarten und der Glide API einen Namen und war bis zur Übernahme von Nvidia im Jahr 2000 ein starker Konkurrent im Grafikkartengeschäft.3dfx Interactive machte sich mit den Voodoo-Grafikkarten und der Glide API einen Namen und war bis zur Übernahme von Nvidia im Jahr 2000 ein starker Konkurrent im Grafikkartengeschäft.

Im Jahr 1994 beginnen Gordon Campbell, Gary Tarolli, Scott Sellers und Ross Smith mit den Planungen für eine Firma namens 3Dfx Interactive, die schließlich am 27. März 1995 offiziell gegründet wird. Zu den Geschäftsfeldern von 3Dfx gehören zunächst auch Produkte für Arcade-Spielmaschinen, die den PCs in Sachen grafischer Leistung weit voraus sind.

Die PC-Grafikkarten der damaligen Zeit, wie beispielsweise die S3 Virge, besitzen nur rudimentäre 3D-Funktionen, die kaum in Spielen verwendet werden. 3Dfx erkennt diese Marktlücke und stellt weniger als acht Monate nach der Gründung am 6. November 1995 auf der COMDEX den ersten 3D-Beschleuniger vor, der sowohl für Arcade-Geräte als auch für PCs geeignet ist.

20 Jahre GameStar: Retro-PC - Wir bauen einen High-End-Spiele-PC von 1997 zusammen. 16:58 20 Jahre GameStar: Retro-PC - Wir bauen einen High-End-Spiele-PC von 1997 zusammen.

Die ersten Voodoo-Grafikkarten

Der Voodoo Graphics Accelerator besteht aus zwei einzelnen Chips, von denen einer die Texturen und der andere die Pixel berechnet. 3Dfx verkauft diesen Chipsatz an andere Firmen, zusammen mit einem Referenz-Layout für die Grafikkarte. Das erste Produkt wird noch am gleichen Tag von Orchid angekündigt, die Orchid Righteous 3D.

Die Tatsache, dass die neuen Voodoo-Karten alleine nicht funktionsfähig sind und der PC für den Betrieb daher eine weitere Grafikkarte mit 2D-Fähigkeiten benötigt, tut dem Erfolg keinen Abbruch. Die 3D-Beschleuniger werden über ein VGA-Kabel mit der 2D-Karte verbunden und deren Signal durchgeschleift.

Dank der fallenden Preise für das verwendete EDO-RAM können die Kunden von 3Dfx ihre Karten ab August 1996 zu erschwinglichen Preisen anbieten. Das erste tatsächlich kaufbare Produkt, die Diamond Monster 3D, steht am 5. August 1996 in den Läden.

Die Maxi Gamer 3D von Guillemot ist das französische Pendant zur Diamond Monster 3D. Der Voodoo-1-Chip arbeitet mit 50 MHz, der 4 MByte große EDO-RAM steht je zur Hälfte für Bild- und Texturspeicher zur Verfügung.Die Maxi Gamer 3D von Guillemot ist das französische Pendant zur Diamond Monster 3D. Der Voodoo-1-Chip arbeitet mit 50 MHz, der 4 MByte große EDO-RAM steht je zur Hälfte für Bild- und Texturspeicher zur Verfügung.

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