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Der Gamestop-Boss will Ebay für 56 Milliarden kaufen. Sein Finanzierungsmodell: Gaming-Merch und Pokemon-Karten auf Ebay verticken

Der GameStop-CEO plant die Übernahme von eBay und will diesen völlig absurden Deal mit dem Verkauf von alten Socken und Teppichen finanzieren.

GameStop-CEO Ryan Cohen vertickt unter anderem alte Ladenschilder auf eBay. GameStop-CEO Ryan Cohen vertickt unter anderem alte Ladenschilder auf eBay.

Manche Geschichten im Gaming-Business klingen so absurd, dass sie direkt aus einer Folge South Park stammen könnten. Doch bei GameStop gehört das mittlerweile zum Geschäftsmodell.

CEO Ryan Cohen, der auch als »Meme-König« bezeichnet wird, hat sich in den Kopf gesetzt, die Auktionsplattform eBay zu schlucken. Kostenpunkt: satte 56 Milliarden US-Dollar.

Wie er das bezahlen will? Nun. Wenn euch die Bank nicht genug Geld leiht, müsst ihr eben kreativ werden. Cohens Plan sieht offenbar vor, das nötige Kleingeld durch den Verkauf von extrem teuren Pokémon-Karten und alten Ladenausstattungen zusammenzukratzen.

Pokémon-Karten für den Preis eines Gebrauchtwagens

Um die gewaltige Summe für die Übernahme zu stemmen, setzt GameStop voll auf den Hype um Sammelkarten. Das Unternehmen hat sogenannte Power Packs eingeführt. Das neueste Highlight in diesem Sortiment ist das »Neutronium«-Pack, das für schlappe 5.000 US-Dollar über die Ladentheke geht.

Darin enthalten sind vorsortierte und von Experten bewertete Karten, die theoretisch ein kleines Vermögen wert sein können. Wer Glück hat, zieht ein Glurak oder ein Pikachu im Wert von bis zu 68.000 Dollar.

Die Sache hat allerdings einen Haken: Die Chance auf einen solchen Hauptgewinn liegt bei gerade einmal 0,4 Prozent. Fast die Hälfte der Käufer wird am Ende wohl mit Karten dastehen, die »nur« zwischen 3.000 und 4.000 Dollar wert sind.

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Gebrauchte Socken für 14.000 Dollar?

Als wäre die Geschichte mit den Sammelkarten nicht schon kurios genug, treibt es Ryan Cohen auf eBay selbst auf die Spitze. Unter dem Motto »Ich verkaufe Sachen auf eBay, um eBay zu bezahlen« hat der Milliardär eine Reihe von kuriosen Artikeln gelistet.

In seinem eBay-Profil findet ihr unter anderem:

Jedem dieser Artikel liegt ein handsignierter Brief bei, in dem Cohen seine Pläne für eBay darlegt. Er will die Plattform radikal umbauen und sie zu einem echten Konkurrenten für Amazon machen.

GameStop verfügt aktuell über etwa 9 Milliarden Dollar Barreserven und hat eine Kreditzusage über weitere 20 Milliarden. Da eBay jedoch mit rund 46 Milliarden Dollar bewertet wird und Cohen einen Aufschlag zahlen will, klafft noch immer eine riesige Lücke. Ob diese durch Pokémon-Power-Packs und alte Socken geschlossen werden kann, bleibt angesichts dessen mehr als fraglich.

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