Im Mai 2012 stand die Welt der PC-Spieler für einen Moment still - wortwörtlich, denn dank Error 37 ging nichts mehr.
Zwölf Jahre nach dem legendären Vorgänger öffnete Blizzard damals erneut die Pforten zur Hölle und entließ Diablo 3 auf die Bildschirme. Doch die Vorfreude wandelte sich bei vielen Fans rasch in Ernüchterung.
Neben dem umstrittenen Online-Zwang und den sich daraus ergebenden Startschwierigkeiten führte der Entwickler ein System ein, das für Entsetzung sorgte: ein integriertes Auktionshaus, in dem begehrte Ausrüstung für die Helden nicht mehr nur mit Spielgold, sondern mit hartem Echtgeld erstanden werden konnte.
Das Experiment entwickelte sich jedoch zu einer der gravierendsten Fehlentwicklungen der jüngeren Videospielgeschichte. Das Ingame-Aktionshaus hebelte für viele Spieler nicht nur die Faszination der Beutejagd aus, sondern schädigte Blizzards Ruf auf Jahre hinaus.
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Diablo 3 Launch-Event - GameStar beim Mitternachtsverkauf in Berlin
Ein Schild gegen den Schwarzmarkt
Hinter Blizzards Entscheidung, einen offiziellen Marktplatz direkt im Spiel einzuführen, steht eine vordergründig sinnvolle Argumentation. Es ging darum, Fehler aus Diablo 2 zu korrigieren. Über ein Jahrzehnt hinweg hatte sich rund um den im Battle.net spielbaren zweiten Teil der Action-Rollenspielserie eine unregulierte Schattenwirtschaft etabliert.

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