Als einer der Schöpfer von Diablo 1 und 2 hat David Brevik das Genre der Action-Rollenspiele maßgeblich beeinflusst. Der Branchen-Veteran schaut im Interview mit PCGamesN auf das Vermächtnis der Reihe und kommt zu dem Schluss, dass es Diablo 4 - wie viele AAA-Spiele - heute deutlich schwerer hat, als noch vor zwei Jahrzehnten die Anfänge der Reihe.
»Das Risiko ist hoch«
Laut Brevik ist die Entwicklung eines Videospiels heutzutage in jeder Größenordnung schwierig, doch gerade die großen Namen stehen vor besonderen Herausforderungen. Er erklart:
Ich meine, wir haben in den letzten zwei Jahren so viele Triple-A- und Double-A-Projekte gesehen, die gestrichen wurden. Das ist einfach nur brutal und für große Spiele wirklich schwierig. Das Risiko ist hoch, es gibt viel Konkurrenz. Es ist ganz anders als noch vor 20 Jahren.
Seiner Ansicht nach sind das hohe Risiko und der große Druck ein Grund dafür, warum viele Veteranen neue und kleinere Studios gründen.
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Diablo 4 kämpft mit den Fan-Erwartungen
Blizzards ursprünglicher Plan sah jährliche Erweiterungen für Diablo 4 vor, doch davon sind sie bereits abgerückt. Das nächste Addon soll 2026 erscheinen. Laut Brevik ist es ein schwerer Balanceakt, etwas Neues und Anderes zu bieten, ohne die Spieler zu enttäuschen.
Ich denke, dass es immer, wenn man ein großes Spiel hat und irgendwelche Änderungen vornimmt, Leute geben wird, die damit nicht zufrieden sind und dies auch lautstark kundtun.
Seiner Ansicht nach gehen mit der hohen Beliebtheit auch immer gleich die Erwartungen der Spieler durch die Decke und es ist schwer, dem gerecht zu werden.
Für seine Kollegen hat Brevik den Rat, zu akzeptieren, dass nicht jeder Spieler mit neuen Inhalten einverstanden sein wird, man aber an die Richtung glauben muss, in die man sich als Studio bewegt.
Brevik ist übrigens sehr zufrieden mit dem Remaster von seiner Schöpfung Diablo 2. Für ihn hat Blizzard einen guten Job gemacht, die richtige Balance zwischen den nötigen Modernisierungen und der Erhaltung des Kerns von Diablo 2 zu finden. Er glaubt, dass so viele Spieler, so wie auch er, mit der Neuauslage zufrieden waren.

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