Egal, wie gut Civilization 7 am Ende wird, ob es ein Verkaufserfolg ist oder Serien-Fans es bei Release zerpflücken, einen Erfolg kann das Runden-Strategiespiel in meinen Augen jetzt schon für sich verbuchen.
Denn die Systemanforderungen für Sid Meier's Civilization 7 enthalten eine Spalte, deren Wert bei AAA-Spielen großer Hersteller zuletzt fast immer dreistellig war. Bei Civ 7 steht da stattdessen nur eine bescheidene 20.
Ja, wirklich: Nur 20 Gigabyte an freiem Speicherplatz braucht ihr, um das neue Civilization zu installieren und zu spielen. Was in meiner Jugend noch nach unendlich viel klang, ist heute im Vergleich zu verbreiteten Spiele-Installationsgrößen weit über 100 Gigabyte ein Klacks. Ich liebe diese Bescheidenheit und würde mir wünschen, dass sich andere Entwickler daran ein Beispiel nehmen.
Kein Respekt vor unseren Festplatten
Was haben wir PC-Spieler in den vergangenen Jahren für Datenmengen durch unsere (in Deutschland nicht immer sonderlich breiten) Internetleitungen gequetscht. Zuletzt schien es, als gäbe es kein Halten mehr für Entwickler, selbst ohne 4K-Texturenpacks oder unkomprimierte Sound-Files nahmen die Downloads auf Steam und Co. beängstigende Ausmaße an:
- Call of Duty: Black Ops 6 - 120 GB
- Starfield - 140 GB
- Horizon Forbidden West - 150 GB
- Red Dead Redemption 2 - 150 GB
- Stalker 2: Heart of Chornobyl - 160 GB
- God of War: Ragnarok - 190 GB
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Trotz geringer Anforderungen an die SSD: Civilization 7 sieht für eine Strategiespiel hochwertig aus
Der Übeltäter ist in vielen Fällen die 3D-Grafik. Aufwändig modellierte Modelle, tausende Texturen, aufgeblähte Bibliotheken und immer größere Levels (oder gab lebendige Open Worlds) - Spiele haben einen schier unstillbaren Hunger auf mehr Festplattenspeicher.
Wer in ländlichen Gegenden ohne Glasfaser mit einer DSL-Leitung zwischen 50 und 100 MBit pro Sekunde herumdümpelt, muss für die Installation eines neuen Spiels den PC oftmals eine ganze Nacht lang laufen lassen. Woher ich das weiß? Ich bin einer dieser Unglücklichen.

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