Discord will Gaming-Image loswerden - und doch profitieren Spieler davon

Die Plattform Discord will zukünftig auch andere Zielgruppen als Spieler erreichen. Die angekündigten Änderungen kommen aber allen Nutzern zugute.

von Stephanie Schlottag,
01.07.2020 11:07 Uhr

Discord kündigte ein Rebranding an, um weniger als "Gamer-Plattform" gesehen zu werden. Discord kündigte ein Rebranding an, um weniger als "Gamer-Plattform" gesehen zu werden.

»Discord, die Plattform für Gamer« - dieses Image möchte das Unternehmen loswerden. Stattdessen soll Discord zukünftig allen möglichen Nutzern die Möglichkeit bieten, sich auf eigenen Servern auszutauschen. Ein Blog-Post kündigt nun einige Änderungen an, die die Marke erweitern sollen. Die meisten davon werden aber natürlich auch Videospiel-Fans zugutekommen.

Warum will Discord ein neues Image?

In dem Blog-Artikel bedankt sich Discord-Chef Jason Citron ausdrücklich bei den Spielern, denn die haben seine Plattform erst bekannt gemacht. Er schreibt: »Videospiele haben die Macht, Leute aus aller Welt zusammenzubringen, vereint durch etwas, das sie lieben.« So habe Citron mit Discord dabei helfen wollen, diese Erlebnisse für seine Nutzer zugänglich zu machen.

Im letzten Jahr hat sich Jason Citron zufolge aber gezeigt, dass inzwischen nicht mehr nur Spieler die Plattform nutzen, sondern zunehmend Leute, die einfach einen Ort zur schnellen und simplen Kommunikation mit ihren Freunden suchen. Viele Server seien für Musik, Bücher oder Kunst erstellt worden.

Damit kein Missverständnis entsteht: Discord will Videospieler nicht loswerden. Vielmehr möchte die Marke neue Zielgruppen erschließen. Im Kern gehe es bei der Plattform also darum, mit seinen Freunden zu reden. Der am weitesten verbreitete Irrtum sei nämlich, dass Discord sich dabei nur an Gamer richte und soll jetzt ausgeräumt werden.

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Was ändert sich bei Discord?

Ein erster Schritt des angekündigten Rebrandings ist die neue, zugänglichere Website und das neue Motto »Dein Ort zum Reden«. Außerdem gibt es eine Reihe weiterer Änderungen, darunter:

  • Neue Server-Templates, um noch leichter individuelle Server zu erstellen
  • Die Kapazitäten für Voice- und Videogespräche werden um 200 Prozent erhöht
  • Das kürzlich veröffentlichte Security Center soll erweitert werden, damit Nutzer sich besser vor toxischem Verhalten anderer schützen können.
  • Die Insider-Witze von Discord sollen zukünftig weniger Gaming-spezifisch sein, damit auch andere Zielgruppen sie verstehen können. Solche Witze werden zum Beispiel eingeblendet, wenn ihr einen Server betretet (»ein wildes XYZ erscheint«).

Außerdem habe man hunderte kleine Bugs gefixt und die Stabilität weiter verbessert. Das zuverlässige und sichere Funktionieren von Discord sei die oberste Priorität.

Egal, ob ihr Discord ausschließlich zum Zocken mit Freunden benutzt oder auch anderweitig über die Plattform kommuniziert - verbesserte Stabilität, mehr Kapazitäten und ein zugängliches Sicherheitssystem bringen Vorteile für alle Nutzer. Dass es mehr Optionen gibt, um seine Server zu gestalten, dürfte die meisten ebenfalls freuen.

Nutzer können und sollen ausdrücklich ihre Wünsche äußern, wie Discord sich weiterhin verbessern soll. Dazu bittet Jason Citron, direkt via Twitter Kontakt mit ihm aufzunehmen. In den kommenden Monaten sollen weitere Änderungen an Discord bekannt gegeben werden.

GameStar bei Discord: Auch wir haben einen Discord-Channel, dem ihr gerne beitreten könnt.

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