Der erste Drohnenflug kann schon mal verunsichern. Funktioniert alles? Wie kompliziert ist die Steuerung? Geht gleich etwas kaputt? Darauf antwortet DJI mit der DJI Neo als ideale Einstiegsmöglichkeit in Drohnenflug und -fotografie.
Zum Fliegen brauchte ich kein großes Setup, keinen Extra-Controller. Dafür habe ich ein leichtes Gerät, das ich per Knopfdruck aus der Handfläche starten kann. Das Modell war so erfolgreich, dass DJI bereits an einem Nachfolger-Modell arbeitet.
Lohnt sich dennoch der Kauf zum Prime Day für weniger als 200 Euro?
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Diese neue Mini-Drohne von DJI folgt euch automatisch
Kompakt, clever und leicht zu bedienen: Was die DJI Neo besonders macht
Mit einem Gewicht von nur 135 Gramm ist die DJI Neo aktuell die leichteste Drohne im DJI-Portfolio, sogar leichter als mein iPhone 14. Dennoch ist das Gehäuse solide verarbeitet und die Rotoren mit einer Käfigbauweise geschützt, was ich persönlich sehr schätze. Die Rotoren einer Drohne sind nämlich ein sensibler Teil, der schnell zu Bruch gehen kann.
Der interne Speicher mit 22 GByte reicht für viele kurze Clips und Fotos aus. Die maximale Flugzeit betrug in meinem Test etwa 15 bis 18 Minuten, je nach Windlage. Für längere Sessions empfiehlt sich daher ein Zweitakku.
Die Bedienung ist leichtverständlich und für Anfänger und Anfängerinnen ausgelegt. Über Knöpfe direkt an der Drohne oder per App könnt ihr zwischen sechs Flugmodi wählen: Dronie, Spotlight, Helix, Rocket, Kreisen und Boomerang.
Jeder Modus bringt ein vorprogrammiertes Flugmanöver mit sich, bei dem ihr automatisch in Szene gesetzt werdet.
Besonders praktisch: Ihr könnt die Neo aus der Hand starten und auch wieder in die Hand zurückholen. Dank Sensoren erkennt die Drohne meine Handfläche und landet sicher wieder in ihr.
Theoretisch könnt ihr dies auch mit anderen Drohnen machen, allerdings braucht es dafür mehr Übung und Vorsicht, um euch nicht unabsichtlich an den Rotoren zu verletzen.
Wo die DJI Neo an ihre Grenzen stößt
So praktisch die Neo auch ist: Für mich zeigt sie schnell ihre Grenzen, sobald man schon ein bisschen Drohnenerfahrung mitbringt oder Wert auf richtig gute Bildqualität legt. Die Kamera nimmt zwar in 4K mit 30 fps auf, nutzt aber nur eine elektronische Stabilisierung und einen einachsigen Gimbal.
Für schnelle Clips oder Vlogs reicht das völlig, aber sobald ich versuche, etwas dynamischere Szenen zu filmen, merkt man den Unterschied zu Modellen mit mechanischer Stabilisierung deutlich. Vor allem bei seitlichen Bewegungen wirkt das Bild für meinen Geschmack schnell unruhig.
Was mich ebenfalls stört: Die Neo hat keine Sensoren nach hinten oder zur Seite. Wenn ich also im Dronie-Modus fliege, muss ich wirklich aufpassen, dass keine Äste oder Wände im Weg sind. Auch die Reichweite ohne Controller – rund 50 Meter – ist eher begrenzt.
Ohne Display fehlt mir zudem einfach die direkte Kontrolle über das Bild, was bei spontanen Aufnahmen manchmal ziemlich frustrierend sein kann.
Windanfälligkeit ist ein weiterer Punkt: Aufgrund des geringen Gewichts reagierte die Neo bei meinem Test sehr empfindlich auf mittlere und stärkere Böen und wirkt weniger stabil als größere Modelle wie die DJI Mini 2 oder Mini 3.
Für ambitionierte Nutzer bedeutet das: Wer mehr Kontrolle, mehr Flugzeit, bessere Kameraqualität oder stabilere Bilder sucht, sollte sich eher bei den höherpreisigen DJI-Modellen umsehen.
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Lohnt sich der Kauf einer DJI Neo?
Auch wenn die DJI Neo 2 bereits angekündigt ist (mit angeblich besserer Robustheit, längerer Flugzeit und vielleicht neuen Modi), bleibt die erste Neo für mich eine richtig solide Wahl. Gerade weil sie so einfach zu bedienen ist, greife ich immer wieder gern zu ihr, wenn ich einfach nur ein bisschen fliegen möchte.
Für alle, die ohne viel Technikstress ins Drohnen-Hobby einsteigen wollen, ist sie nach wie vor ideal und vermutlich bald auch deutlich günstiger zu haben.
Anspruchsvollere Nutzer werden jedoch Kamera und Stabilisierung schnell als zu limitiert empfinden. Das wird auch die DJI Neo 2 nicht ändern, wenn sie sich wie vermutet mit ihren Modi auch an Anfängern ausrichtet. Wer aber einfach nur losfliegen und erste Erfahrungen sammeln will, ist mit der DJI Neo 1 und sicher auch später mit der DJI Neo 2 jedoch genau richtig.

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